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Draisaitl schießt Oilers zum nächsten Sieg

Deutscher Stürmer in Torlaune - McDavid und Neal ziehen voll mit

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Freier Autor

Die Edmonton Oilers (4-0-0) sind perfekt in die Saison gestartet und holten sich auch im Auswärtsspiel bei den New Jersey Devils am Donnerstagabend im Prudential Center die volle Punktausbeute durch einen 4:3-Sieg nach Penaltyschießen. Eine der Hauptfiguren war dabei erneut der Deutsche Leon Draisaitl.

Starke Special Teams und Comeback-Qualitäten

In "The Rock" in Newark richteten es die Special Teams für die Oilers: In zwei von drei Überzahl-Möglichkeiten gab es Powerplay-Treffer zu bejubeln. Zudem wurden zwei Unterzahl-Situationen schadlos überstanden. Ausserdem zeigte Edmonton Nervenstärke und Comeback-Qualitäten holte gleich drei Rückstände auf.

So tippte Draisaitl einen Pass von Darnell Nurse zum 1:1 in die Maschen (10.). Power Forward James Neal parkte seinen wuchtigen Körper vor dem Tor, sorgte für Sichtbehinderung und fälschte einen Schuss von Ryan Nugent-Hopkins erfolgreich zum 2:2 ab (40., im Powerplay). Eine Minute und sechs Sekunden vor der Schlusssirene war dann auch Kapitän Connor McDavid zur Stelle, der nach einem Schuss von Oscar Klefbom sowie dem erneuten Screening von Neal zum 3:3 abstaubte (59., im Powerplay). McDavid traf im achten Anlauf erstmals gegen die Devils und somit gegen alle 30 NHL-Teams.

Video: EDM@NYI: Neal schießt vier Tore gegen Islanders

Im Penaltyschießen sollte dann Draisaitl für die Entscheidung und den Extra-Punkt sorgen: Der 23-jährige Kölner guckte New Jerseys Torwart Mackenzie Blackwood aus und überwand ihn auf der Stock-Seite mit einem Handgelenksschuss in den linken Winkel.

Draisaitl mit 2,0 Scorerpunkten pro Spiel

Auch wenn der Siegtreffer im Shootout nicht als Tor in die Statistik eingeht, kann sich Draisaitls Ausbeute schon wieder mehr als sehen lassen: Er punktete in allen vier Saison-Spielen und sammelte bereits acht Scorerpunkte (zwei Tore, sechs Assists). Damit macht der Linksschütze genau da weiter, wo er in der Vorsaison sensationell mit 105 Scorerpunkten (50 Tore, 55 Assists) aufgehört hatte. Angenommen der deutsche Stürmer würde seinen Schnitt von 2,0 Scorerpunkten pro Partie beibehalten können, käme er am Ende der regulären Saison auf satte 164 Punkte.

Video: EDM@NJD: Draisaitl bringt Nurses Pass heim

Für Draisaitl selbst aber steht der Team-Erfolg klar im Vordergrund. Entsprechend sorgt der perfekte Saisonstart für gute Laune: "Siege machen alles leichter und besser. Wir machen viele Dinge richtig und arbeiten hart für unsere Siege. Ich bin glücklich, ein Teil dieser Mannschaft zu sein. Wir entwickeln unser Spiel in die richtige Richtung. Es ist gut zu sehen, dass verschiedene Spieler einen Beitrag leisten und jeden Abend den Unterschied ausmachen."

McDavid zuverlässig - Senkrechtstarter Neal

Hier dürfte neben Superstar McDavid vor allem auch Neal gemeint sein. McDavid kann wie Draisaitl auf eine Punkteserie von vier Spielen verweisen. Zudem ist der pfeilschnelle Mittelstürmer mit zehn Punkten (drei Tore, sieben Assists) der aktuelle Top-Scorer in der NHL (gleichauf mit Patrik Laine von den Winnipeg Jets).

Neal, der im Sommer via Trade vom Erzrivalen Calgary Flames nach Edmonton kam, ist bislang die große Überraschung bei den Oilers und führt die Torschützenliste der NHL mit sieben Treffern an. "Ich spiele mit großartigen Spielern zusammen und habe einfach Spaß zu spielen", erklärt der rechtsschießende Power Forward seinen Lauf und verweist vor allem auf den Teamgeist: "Jeder hier ist erst einmal einen Schritt zurückgegangen und hat viel zu beweisen. Wir sind zusammengewachsen, wirklich schnell ein Team geworden und hatten dabei viel Spaß. Wir wollen ein Stanley Cup Playoff Team sein und haben die Jungs, um das zu schaffen."

Für dieses Ziel dürfte das Secondary Scoring von enormer Bedeutung sein. So machte etwa auch Zack Kassian (drei Tore, zwei Assists), Klefbom (fünf Assists), Nurse (ein Tor, drei Assists), Nugent-Hopkins, Matt Benning und Tomas Jurco (je zwei Assists) auf sich aufmerksam. "Wir haben viel Charakter in unserer Kabine. Wir erspielen uns Chancen, arbeiten hart und erzielen Tore zum richtigen Zeitpunkt", erklärt Neal. 

Video: EDM@NJD: McDavid gleicht spät im Powerplay aus

Noch viel (Defensiv-)Arbeit

Trotz des Höhenflugs sind sich die Oilers aber einig, dass noch viel Potenzial in der Mannschaft steckt. "Es war heute nicht unser bestes Spiel, aber du musst auf unterschiedlichen Wegen zum Erfolg kommen. Wir werden uns anschauen, was wir falsch gemacht haben und uns weiter verbessern", richtete Neal den Blick schon wieder nach vorne. "Wir müssen uns weiter steigern", befand auch Edmontons Trainer Dave Tippett.

Bei den Gegentreffern etwa waren die Oilers nicht ganz auf der Höhe: Beim 0:1 schießt Klefbom einen Bock, sodass Kyle Palmieri kontert und trifft (17.). Beim 1:2 stand Torschütze Nikita Gusev ungedeckt (35.). Beim 2:3 entwischte Damon Severson im Hintergrund und traf gegen Torwart Mikko Koskinen, der wegrutschte und nicht mehr rechtzeitig auf die andere Seite kam (56.). Die anfällige Defensive war schon in der Vorsaison Edmontons Achillesferse. Es gibt also trotz des perfekten Starts noch eine Menge Arbeit. "Wir werden nicht aufhören, bis es vorbei ist", betonte Draisaitl.

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