WPG@EDM Draisaitl trifft doppelt und legt ein Tor auf

Die Edmonton Oilers profitierten am Freitag einmal mehr von ihrer prominent besetzten Offensive. Beim 6:3-Sieg gegen die Winnipeg Jets trafen Leon Draisaitl, Kailer Yamamoto und Ryan Nugent-Hopkins jeweils doppelt. Der souverän herausgespielte Heimsieg stellte auch Trainer Jay Woodcroft nach der Schlusssirene vollauf zufrieden: "Ich denke, unser Einsatz war heute großartig. Die Einstellung war von der ersten Minute an so, wie sie sein sollte. Wir haben uns dadurch einen großen Vorsprung im Spiel erarbeitet und letztendlich auch einen Weg gefunden, den Sieg souverän einzufahren."

Da konnten es die Gastgeber im Rogers Place auch gut verkraften, dass Kapitän Connor McDavid diesmal nicht unter den Torschützen war und seine jüngste Torserie nach fünf Begegnungen mit persönlichen Erfolgserlebnissen damit riss. Stattdessen glänzte McDavid am Freitag als verlässlicher Vorbereiter und lieferte gleich drei Assists. Sein persönliches Punktekonto schraubte der Kapitän dadurch auf 121 Zähler.
Die drei Doppelpacker des Abends glänzten zudem ebenfalls als Vorlagengeber. Nugent-Hopkins steuerte zwei, Yamamoto und Draisaitl jeweils einen Assist zum am Ende ungefährdeten Sieg der Hausherren bei. Insbesondere Yamamoto wurde für seinen starken Auftritt hinterher vom Coach gelobt: "Er hat ein verletzungsreiches Jahr hinter sich. Deshalb ist es schön, dass er so glänzen konnte. Ich glaube immer noch, dass bei ihm mehr drin ist. Ich freue mich für ihn, dass er ein paar Tore erzielt hat. Er hätte wahrscheinlich noch ein paar mehr schießen können, was toll ist, weil er sich diese Chancen erarbeitet hat."
Und auch der gepriesene Yamamoto selbst war nach dem Spielende glücklich mit dem Verlauf des Abends. "Das war riesig. Ich meine, wenn man mit Leo und Nuge zusammenspielt und beide gut drauf sind, ist es für einen selbst ziemlich einfach, ebenfalls gut drauf zu sein. Ich bin also froh, dass ich zwei Tore und einen Assist gemacht habe, aber es war ein guter Mannschaftssieg." Angesprochen auf seine persönliche Entwicklung ergänzte er: "Dieses Jahr war eine kleine Achterbahnfahrt für mich - spielen, verletzt werden, spielen, verletzt werden. Ich bin nicht wirklich in der Lage gewesen, einen guten Rhythmus zu finden, aber ich habe mich in den letzten Spielen gut gefühlt."
Die Oilers, die sich derzeit in einem harten Kampf um einen Platz in den Stanley Cup Playoffs 2023 befinden, konnten damit vier ihrer letzten sechs Begegnungen für sich entscheiden und schraubten ihre Saisonbilanz auf 34-21-8. Draisaitl verlängerte seine laufende Punkteserie auf elf Spiele (neun Tore, acht Assists) und McDavid die seine auf neun Begegnungen (zehn Tore, 14 Assists).
Draisaitl brachte Edmonton bereits nach 2:06 Minuten des ersten Drittels mit einem One-Timer in einem Powerplay mit 1:0 in Führung. Nugent-Hopkins erhöhte in der 22. Minute auf 2:0, als er einen Klärungsversuch von Dylan DeMelo abfing und aus dem Slot heraus traf. Yamamoto nahm einen Steilpass von Nugent-Hopkins auf und traf in der 30. Minute mit einem Konter zum 3:0. 40 Sekunden später erhöhte er mit seinem achten Saisontreffer auf 4:0, als ein Pass von Klim Kostin in die Mitte von DeMelos Schlittschuh abprallte und er den Puck anschließend im Tor versenkte.
Nugent-Hopkins erhöhte kurz nach Beginn des finalen Spielabschnitts in Überzahl auf 5:0 (43., pp), nachdem er einen Pass von McDavid erhalten hatte. "Ich denke, das haben wir gut gemacht. Es waren insgesamt ziemlich solide 60 Minuten von uns", freute sich Nugent-Hopkins hinterher. Erst als das Spiel längst entschieden war, schafften es die Gäste auf die Anzeigetafel. Axel Jonsson-Fjallby traf in der 47. Minute zum 1:5. Draisaitl stellte den alten Abstand kurz darauf mit seinem 38. Treffer der laufenden Spielzeit wieder her (48.).

EDM 6, WPG 3

Erst als die Oilers den Fuß etwas vom Gaspedal nahmen kamen die Jets besser ins Spiel. Mark Scheifele gelang nach 11:49 Minuten des Schlussdrittels im Powerplay folgerichtig das 2:6 aus Sicht Winnipegs, nachdem Nino Niederreiter einen Pass von Vincent Desharnais abgefangen hatte. Der Schweizer erhielt dafür einen Assist gutgeschrieben. Brenden Dillon traf 66 Sekunden später zum dritten Mal für die Jets und sorgte aus Sicht der Gäste damit zumindest noch für ein versöhnliches Ende. Am letztendlich trotz allem ungefährdeten 34. Saisonsieg für die Oilers änderte das nichts mehr.
Niederreiter und seine Mitstreiter müssen nicht lange auf die Chance zu einer Revanche warten. Beide Teams sehen sich schon am Samstagabend (7 p.m. ET; NHL.tv; So. 1 Uhr MEZ) in der Canada Life Arena in Winnipeg zum nächsten Kräftemessen wieder.