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Draft 2019: Geburtsstunde einer Rivalität

Die Top-Picks Jack Hughes und Kaapo Kakko werden es zukünftig wohl noch häufig miteinander zu tun bekommen

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de

Die beiden waren schon seit Tagen das herausragende Gesprächsthema in der NHL. Jetzt, wo ihre nahe Zukunft geklärt ist, hat sich daran nichts geändert. Jack Hughes und Kaapo Kakko sind wie erwartet an Position eins und zwei im diesjährigen NHL Draft in Vancouver ausgewählt worden.

Hughes wird seine Schlittschuhe zukünftig für die New Jersey Devils schnüren und Kakko für die benachbarten New York Rangers aktiv sein. Damit ist automatisch die Grundlage für eine intensive Rivalität der beiden gelegt, die sich in den kommenden Jahren auf der größten Eishockeybühne abspielen wird.

"Ich bin so aufgeregt", hatte Hughes schon in den ersten Reaktionen nach der Entscheidung wissen lassen. "Ein Devils-Spieler zu sein ist großartig. Es sind fantastische Leute in dieser Organisation. Ich freue mich auf die anstehenden Herausforderungen", ließ der Nachwuchsstar mit leuchtenden Augen wissen.

Überraschend kommt die Wahl des Teams aus New Jersey wahrlich nicht, auch wenn in den vergangenen Tagen vermehrt darüber spekuliert wurde, ob wirklich er, oder doch der Finne Kakko der Top-Pick dieses Jahrgangs sein würde.

Video: Devils draften Stürmer Jack Hughes als Nr. 1

Seit der Nacht von Freitag auf Samstag ist das Rätsel gelöst. Es kam am Ende, wie viele es schon über Monate hinweg erwartet hatten.
"Als Kind träumst du davon die Nummer eins zu sein. Keiner wünscht sich die Nummer zwei, drei oder vier in etwas zu werden", erklärte Hughes noch vor wenigen Tagen und legte damit die emotionale Grundlage für eine zukünftige Rivalität.

Diese Aussagen waren indirekt eine vorauseilende Herausforderung für seinen offenkundigen Konkurrenten um die Top-Position im Draft 2019. Unmittelbar nachdem die Devils Hughes für sich ausgewählt hatten, zogen die Rangers tatsächlich Kakko.

Die zukünftige örtliche Nähe der beiden, die Heimstätten der New Yorker und des Teams aus dem Nachbarstaat New Jersey trennen nur etwa 15 Kilometer, wird automatisch dafür sorgen, dass sie ständig miteinander verglichen werden. Ihre Entwicklung wird von kritischen, miteinander rivalisierenden Fans beäugt und analysiert werden.

"Wir werden für lange Zeit miteinander verbunden sein", bestätigte Hughes schon in seinen ersten Reaktionen nach der Entscheidung in Vancouver. "Diese Situation wird die Ausgangslage für eine Menge Spaß sein, da bin ich mir jetzt schon sicher. Auch wenn ich uns beiden natürlich nicht mit Sidney Crosby und Alex Ovechkin vergleichen möchte, aber die beiden haben ja eine ganz ähnliche Konkurrenzsituation über die vergangenen Jahre entwickelt. Das ist etwas ganz Spezielles."

 

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"Er kann ein ganz großer Star werden", resümierte General Manager Ray Shero schon mit etwas mehr Selbstbewusstsein und Erwartung. "Wir hatten, nachdem wir ihn intensiv beobachtet haben, das Gefühl, dass er das Zeug zu einem ganz Großen hat."

Und in der Tat deutet vieles darauf hin, dass Hughes für die Devils in Zukunft eine ähnliche Rolle einnehmen kann, wie sie etwa der 2016 an erster Stelle gewählte Auston Matthews, derzeit für die Toronto Maple Leafs innehat.

Zudem gelang es den vergangenen zwölf Top-Picks eines Draft-Jahrgangs stets auf Anhieb in der NHL fest Fuß zu fassen und eine recht bedeutende Rolle in ihren neuen Teams einzunehmen. Matthews zum Beispiel gewann 2017 die Calder Trophy, als bester Neuling der Liga und steuerte in seiner ersten Saison 69 Punkte (40 Tore, 29 Assists) für das Team aus Toronto bei.

Eine ähnlich gute Rolle wie Hughes wird für die Spielzeit 2019/20 auch seinem zukünftigen Konkurrenten Kakko zugetraut. Der 18-Jährige Finne war in seinen jungen Jahren schon überaus erfolgreich in all seinen Teams, sodass an seinen Fähigkeiten direkt bei den Rangers in das Geschehen eingreifen zu können, keinerlei Zweifel bestehen.

Video: Rangers draften Stürmer Kaapo Kakko als Nr. 2

"Ich hoffe, dass ich in der kommenden Saison schon in der NHL mitmischen darf", freute sich Kakko schon im April. "Mir ist natürlich klar, dass ich weiterhin hart an mir arbeiten muss. Es gibt noch viel zu verbessern. Doch ich habe bei den Weltmeisterschaften bemerkt, dass ich mit vielen NHL-Spielern schon gut mithalten kann. Ich bin daher optimistisch", ergänzte er voller Optimismus.

Das sah auch der Präsident der Rangers, John Davidson, offenbar so, als er sich jetzt öffentlich zu dem talentierten Finnen bekannte. "Er ist ein herausragender junger Mann. Er hat sich immer schon mit Älteren gemessen und dabei überzeugt. Es ist eine herausragende Geschichte für uns, dass wir ihn in Zukunft bei uns haben werden. Er ist angenehm bodenständig und strahlt eine große Klarheit aus. Diesen Jungen demnächst regelmäßig bei uns im Madison Square Garden bestaunen zu können, das ist eine großartige Sache."

Die Freude auf diese herausragenden Talente ist in diesen Stunden und Tagen sowohl bei den Rangers als auch bei den Devils offenkundig sehr groß. Es wird spannend sein zu beobachten, wie sich diese zukünftigen Jungstars entwickeln werden, welchen Einfluss sie auf das Schicksal der ohnehin großen Rivalität ihrer neuen Klubs nehmen werden. Wir werden alle gemeinsam noch häufiger von ihnen hören, soviel ist jetzt schon klar.

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