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Wenn sie im Shootout anlaufen, dann klingelt es

NHL.com/de präsentiert die Top 10 der Shootout-Spezialisten in der NHL

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com/de Chefautor

In einer Serie präsentiert NHL.com/de diese Woche die zehn derzeit besten Spieler auf den verschiedenen Positionen. Heute gibt es die Top 10 der Shootout-Spezialisten.

In der Saison 2017/18 fiel in 103 Begegnungen erst im Penaltyschießen die Entscheidung zugunsten eines Teams. Von 783 Versuchen im Shootout wurden 242 verwandelt, was einer Erfolgsquote von 30,9 Prozent entspricht. Nur unwesentlich besser war die Ausbeute bei den während einer Partie verhängten Penaltys (19 von 52; 36,5 %).

Doch es gibt sie auch, jene Protagonisten, die bei einem Penalty den gegnerischen Torhüter gekonnt ausgucken, jene Stürmer, die immer wieder eine neue Finte parat haben und in schöner Regelmäßigkeit bei einem Penalty ins Schwarze treffen.

1. Aleksander Barkov, Florida Panthers

Aleksander Barkov ist erst 22 Jahre alt, doch im Penaltyschießen so abgezockt wie kein anderer. Der finnische Center von den Florida Panthers trat in den vergangenen drei Spielzeiten seit 2015/16 22 Mal bei einem Shootout an und durfte sich 16 Mal über einen Treffer freuen. Kein anderer Spieler verwandelte mehr Penaltys über diesen Zeitraum und mit seiner Quote von 72,7 Prozent war er unter jenen, die mindestens zehnmal antraten, ebenfalls ganz vorne. Auch letzte Saison lag Barkov mit vier Treffern bei sechs Versuchen (66,7 %) weit über dem Ligadurchschnitt. Die Shootout-Bilanz der Panthers lautete 3:3.

Video: FLA@NYR: Barkov schießt das Einzige im Shootout

2. Artemi Panarin, Columbus Blue Jackets

Ob in Diensten der Chicago Blackhawks (2015/16, 2016/17) oder in jenen der Columbus Blue Jackets (2017/18): Artemi Panarin war im Shootout gesetzt. Von seinen 17 Versuchen landeten elf im gegnerischen Kasten (64,7 %). Über die vergangenen zwei Saisons mauserte sich der 26-jährige Russe zu einem Shootout-Spezialisten (10 von 15; 66,7 %). Bei allen zehn Shootouts der Blue Jackets in der Saison 2017/18 war Panarin als Schütze auf dem Spielberichtsbogen genannt. Er traf viermal und setzte dreimal den entscheidenden Treffer zugunsten seines Teams.

3. Brayden Point, Tampa Bay Lightning

In der Spielzeit 2016/17 gab der 22-jährige Brayden Point sein NHL-Debüt für die Tampa Bay Lightning, die auf Anhieb auf seine Qualitäten im Penaltyschießen setzten. Point führte nach Nikita Kucherov die zweitmeisten Penaltys aus. Während sein russischer Teamkollege jedoch bei 20 Versuchen 15 Mal am gegnerischen Torwart scheiterte oder vorbeischoss, glänzte Point zehn Mal mit einem Tor. Kein anderer Lightning, unabhängig davon wie viele Penaltys er schoss, war in absoluten Zahlen und in Prozent erfolgreicher als der junge Center in jeder seiner beiden Spielzeiten (2016/17: 5 von 7, 71,7 %; 2017/18: 5 von 8, 62,5 %).

4. Matthew Tkachuk, Calgary Flames

Matthew Tkachuk von den Calgary Flames hatte bislang wenig Gelegenheiten, im Shootout sein Können zu zeigen. In seiner Rookie-Saison 2016/17 durfte der US-Amerikaner noch nicht bei einem Penaltyschießen vom Mittelpunkt aus anlaufen, doch in seinem zweiten NHL-Jahr bekam er fünfmal die Chance dazu. Nur ein einziges Mal verpasste der 20-jährige Flügelstürmer das Ziel und kam auf eine überragende Quote von 80,0 Prozent. Ligaweit belegt er mit diesem Wert den dritten Platz hinter Schenn und Tyler Bozak.

Video: CGY@NSH: Tkachuk trifft um SO unter die Latte

5. Logan Couture, San Jose Sharks

Wenn die San Jose Sharks in ein Penaltyschießen müssen, dann steht ein Mann so gut wie immer auf der Liste ihrer Schützen - Logan Couture. Und die Chance, dass der 29-jährige Center trifft, ist stets recht hoch. Mit seiner Trefferwahrscheinlichkeit von 63,6 Prozent (sieben von elf) aus den letzten drei Jahren belegt Couture ligaweit den vierten Platz unter den 86 Spielern, die mindestens zehn Penaltys ausführten.

6. Alexander Steen, St. Louis Blues

Den St. Louis Blues mangelt es nicht an Spielern, die im Penaltyschießen keine Nerven zeigen. In der abgelaufenen Saison gewannen die Blues alle drei Shootouts, in die sie gehen mussten und waren damit das einzige Team in der Liga, das in der Zusatzschicht ungeschlagen blieb.

Brayden Schenn (3 von 3) und Vladimir Tarasenko (2 von 3) leisteten gute Vorarbeit, so dass ihr bester Vollstrecker aus den letzten drei Spielzeiten, Alexander Steen, nur noch einmal antreten musste - selbstverständlich mit Erfolg (1 von 1). Von den neun Penaltys, die der 34-jährige Routinier zwischen 2015/16 und 2017/18 ausführte, verwandelte er deren sechs (66,7 %)

7. Chris Stewart, Calgary Flames

Im Vergleich zu den vor ihm platzierten Akteuren hatte Chris Stewart, der in den vergangenen drei Spielzeiten bei den Anaheim Ducks, den Minnesota Wild und den Calgary Flames unter Vertrag stand, relativ wenig Gelegenheiten, sein Können im Shootout unter Beweis zu stellen. Siebenmal lief er an und sechsmal ließ er dem Goalie keine Abwehrchance (85,7 %). Eine solche Erfolgsbilanz kann kein anderer Schütze vorweisen. Die Wild gewannen auch dank des 30-jährigen Rechtsaußen, den sie am 25. Februar auf die Waiverliste gesetzt hatten, drei von fünf Penaltyschießen. Beim sechsten Saison-Shootout der Wild, das mit einer 1:2-Niederlage gegen die Nashville Predators endete, stand Stewart nicht mehr in ihrem Kader.  

 

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8. Mark Scheifele, Winnipeg Jets

Die Winnipeg Jets verloren in der Saison 2017/18 nur zwei Penaltyschießen, beide im Januar, als Mark Scheifele verletzungsbedingt zuschauen musste. Bei weiteren vier, unter Mitwirkung ihres 25-jährigen Centers, verließen sie das Eis als Sieger. Scheifele verwandelte drei von vier Versuchen (75,0%). Auch saisonübergreifend seit 2015/16 führt er als bester Penaltyschütze mit einer ausgezeichneten Trefferquote von 60,0 Prozent (6 von 10) die Jets vor Patrik Laine (5 von 10; 50,0 %) an. Vier von Scheifeles sechs verwandelten Penaltys bescherten Winnipeg den Sieg.

9. Tyler Bozak, Toronto Maple Leafs, jetzt St. Louis Blues

Sieben von neun Shootouts entschieden die Toronto Maple Leafs in der vergangenen Saison für sich und stellten mit ihrer Gewinnquote von 77,8 Prozent das zweitbeste Team in der Eastern Conference nach den Detroit Red Wings (5 von 6; 83,3 Prozent). Den Maple Leafs mangelt es nicht an jungen, begnadeten Stürmern, doch im Penaltyschießen konnten sie sich auf den 32-jährigen Tyler Bozak zwar nicht mit 100-prozentiger, aber doch mit 83,3-prozentiger Sicherheit verlassen. Bei sechs Versuchen kam Bozak auf fünf Treffer und führt das Ranking der Spieler an, die mindestens vier Penaltys ausführten. Ligaspitze sind auch Bozaks vier Game-Deciding-Goals. Er unterschrieb am 1. Juli als Unrestricted Free Agent bei den St. Louis Blues.

Video: NYI@EDM: McDavid umspielt Gibson beim Shootout

10. Connor McDavid, Edmonton Oilers

Seit drei Jahren geht Connor McDavid für die Edmonton Oilers mit großem Erfolg auf Punktejagd. Dabei entwickelte sich der zweimalige Gewinner der Art Ross Trophy auch immer mehr zu einem Shootout-Spezialisten. In seiner Debüt-Saison verschoss er noch seine beiden Versuche (0 von 2), im Folgejahr verwandelte er schon zwei von vier (50,0 %) und in der vergangenen Saison netzte er vier von sechs Penaltys ein (66,7 %). Dreimal gelang es dem 21-jährigen Superstar der Oilers mit seinem Shootout-Treffer die Partie zu entscheiden.

 

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