NinoShowcase

An jedem Tag zwischen dem 2. Dezember und dem 1. Januar veröffentlicht NHL.com/de den Wunschzettel eines der 31 NHL-Teams im Hinblick auf die kommende Saison. Was ist nötig, damit die kommende Spielzeit für den jeweiligen Klub möglichst erfolgreich verläuft.
Heute die Wünsche der Carolina Hurricanes.

Mit einer Bilanz von 38-25-5 belegten die Carolina Hurricanes nach der verkürzten regulären Saison 2019/120 den sechsten Platz in der Eastern Conference. Dies war eine Einstufung, mit der das Team aus Raleigh durchaus zufrieden sein konnte.
In der Postseason setzten sich die Hurricanes zunächst in der Stanley Cup Qualifikation mit einem 3:0-Sweep gegen die New York Rangers durch, bevor in der ersten Runde der Stanley Cup Playoffs das Aus mit einem 1:4 gegen die Boston Bruins erfolgte. Im Jahr zuvor hatte man noch das Eastern Conference Finale erreicht.
In der kommenden Spielzeit soll die Endrunde für Carolina wieder länger dauern. Damit das der Fall ist, wäre es gut, wenn möglichst viele der folgenden Wünsche in Erfüllung gehen.
Mehr Scorerpunkte von Niederreiter
Video: BOS@CAR, Sp3: Niederreiter mit PPG nach Halaks Puckve
Nach seiner Verpflichtung zu Jahresbeginn 2019 sorgte Nino Niederreiter bei den Hurricanes für Furore. Der Schweizer, für den es zuvor bei den Minnesota Wild nicht mehr so recht laufen wollte, verbuchte in den ersten 36 Einsätzen für Carolina 14 Tore und 16 Vorlagen und stand in Raleigh wochenlang im Mittelpunkt des Interesses. In der vergangenen Spielzeit waren die Zahlen für Niederreiter weniger aufsehenerregend. In 67 Spielen der regulären Saison gelangen ihm elf Tore und 18 Vorlagen. In der Postseason kamen ein Treffer und ein Assist hinzu. Im Lager der Hurricanes hoffen alle, dass der Stürmer in der neuen Spielzeit wieder Werte wie in seiner Anfangsphase in Carolina erzielt.
Die Special Teams behalten ihre Stärke
Eine ambitionierte Mannschaft ohne echte Superstars kommt im Regelfall über ihre Disziplin und ihren Mannschaftsgeist zum Erfolg. Beides hat auch die Hurricanes in den vergangenen Jahren häufig ausgezeichnet. Carolina war regelmäßig erfolgreich, weil die Spieler auf dem Eis es den Gegnern unbequem gemacht haben. Dazu trugen auch die Special-Teams bei. In Überzahl überzeugte das Team in der Vorsaison mit Rang acht (22,3 Prozent Erfolgsquote) im Gesamtklassement. Im Unterzahlspiel lagen die Hurricanes sogar auf Rang vier (84,0 Prozent). Das Powerplay und das Penalty Killing sollen auch in der Saison 2020/21 stark bleiben.
Die Defensive hält hinten dicht
Verlassen konnte sich Carolina in den vergangenen Monaten zudem auf die guten Leistungen der Defensive. Mit 193 Gegentoren zwischen Oktober 2019 und März 2020 reihte sich die Mannschaft im 31er-Feld der NHL an neunter Stelle ein. Wenn die Abwehr weiter solch stabile Leistungen abruft, ist eine wichtige Grundlage für eine abermalige Playoff-Teilnahme gelegt.
Eine Postseason wie zuletzt 2019
Dass Carolina den Stanley Cup gewinnen kann, hat die Mannschaft im Jahr 2006 bewiesen, als sie im Finale die Edmonton Oilers mit in der Best-of-7-Serie mit 4:3 niederrang. Auch 13 Jahre später sorgte das Team in der K.o.-Phase für viel Aufsehen. Im Frühjahr 2019 besiegten die Hurricanes die hochgehandelten Washington Capitals (4:3) und die gut in die Postseason gestarteten New York Islanders (4:0) von Coach Barry Trotz, bevor im Conference-Finale dann das Aus gegen die Bruins (0:4) kam. Es unter die letzten Vier geschafft zu haben, war eine Bestätigung für die gelungene Aufbauarbeit. Nach dem Rückschlag im vergangenen August wünschen sich die Hurricanes im kommenden Frühjahr wieder einen Lauf wie 2019. Mindestens!
Die Top-Spieler legen noch eine Schippe drauf
Nach dem Karriereende von Routinier Justin Williams sind gute Auftritte der vorhandenen Top-Spieler im Kader umso wichtiger für den Teamerfolg. Insbesondere Sebastian Aho, Teuvo Teravainen, Jordan Staal und Andrei Svechnikov sind gefordert. Mit 66 Zählern (38 Treffer, 28 Torvorlagen) aus 68 Spielen war der 23-jährige Aho in der angelaufenen Saison der zuverlässigste Punktelieferant im Team. Hinzu kamen für den jungen Finnen drei Tore und neun Assists in seinen acht Begegnungen während der Postseason. Gute Werte, die sich aber in Zukunft noch steigern lassen sollten. Ähnlich sieht es bei Landsmann Teravainen aus. Dieser belegte in der Scorerwertung der Hurricanes mit 63 Punkten (15 Tore, 48 Assists) zuletzt teamintern den zweiten Platz. In der Endrunde traf der 26-Jährige dreimal ins Schwarze und bereitete zwei Treffer vor. Auch von ihm erhofft man sich eine Steigerung.
Nachwuchstalent Jarvis schafft den Sprung
Die Hurricanes entschieden sich beim NHL Draft 2020 in der ersten Runde an Gesamtposition 13 für den 18-jährigen Center Seth Jarvis. Auf ihm ruhen große Hoffnungen. Jarvis überzeugte während der Saison 2019/20 in 26 Spielen mit 63 Punkten (27 Tore, 36 Assists) für die Portland Winterhawks. Als Anerkennung für seine guten Vorstellungen erhielt er die Brad Hornung Trophy in der WHL. Zudem führte er Team Kanada zur Silbermedaille im Hlinka Gretzky Cup 2019. Die Hoffnungen, dass ihr Top-Pick den Sprung in die NHL ohne weitere Verzögerung schafft, sind groß bei den Hurricanes.