Skip to main content

Jets mit dem glücklicheren Ende beim Heritage Classic

Winnipeg gewinnt gegen die Flames das Freiluftspiel in Regina dank eines Overtimetreffers von Bryan Little

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com/de Freier Chefautor

Little zum OT-Sieg der Jets

CGY@WPG: Little erzielt OT-Tor in Heritage Classic

Kyle Connor läuft bei 2-gegen-1 ins Drittel und bedient Bryan Little, der den Puck zum Overtime-Sieg der Jets beim Heritage Classic einnetzt.

  • 01:21 •

Die Winnipeg Jets entschieden mit 2:1 nach Verlängerung das Tim Hortons NHL Heritage Classic 2019 im Mosaic Stadium von Regina, Saskatchewan gegen die Calgary Flames vor 33.518 Zuschauern für sich.

Tausende von Fans aus Calgary hatten die 758 km lange Reise über den Highway 1 Richtung Osten unternommen und jene aus Winnipeg waren über die gleiche Fernstraße 572 Kilometer nach Westen in die Hauptstadt Saskatchewans gefahren. Sie alle sollten ihr Kommen nicht bereuen, wenngleich die Flames-Anhänger mit der knappen Niederlage ihres Teams etwas haderten. Offiziell traten die Jets auf neutralem Boden als Heimteam an.

Den Siegtreffer für die Jets markierte Bryan Little nach 184 Sekunden in der Overtime. Winnipegs Schlussmann Connor Hellebuyck wehrte 29 Schüsse der Flames ab, den ersten nach bereits 27 Sekunden als Johnny Gaudreau alleine vor ihm auftauchte. Die erste erwähnenswerte Szene für Winnipeg hatte Mark Scheifele in der vierten Spielminute. Sein Schuss aus vielversprechender, zentraler Position war jedoch zu unpräzise. Beide Protagonisten sollten im weiteren Spielverlauf noch an entscheidenden Szenen beteiligt sein.

Video: CGY@WPG: Lindholm tippt Gaudreaus Pass im PP rein

"Das war eines dieser Spiele, in dem man nicht viele Chancen bekommt. Es war ein toller Pass, ich musste nur meinen Schläger aufs Eis bekommen. Das war dann natürlich ein tolles Gefühl [das Siegtor geschossen zu haben]", schilderte Little den entscheidenden Treffer.

"Dieser Sieg war für uns wichtig. Die Bank agierte großartig. Wir verfolgten die Idee zurückzukommen. Wir haben unser Offensivspiel umgestellt", zeigte sich Winnipegs Trainer Paul Maurice zufrieden, wie die Vorgaben umgesetzt wurden. 

Die Kontrahenten neutralisierten sich weitgehend, auch das erste Powerplay der Jets verpuffte und somit ging es mit einem torlosen Remis in die erste Drittelpause.

Den besseren Start im Mittelabschnitt erwischten die Flames, doch Zählbares sprang auch für sie vorerst nicht heraus. Überzeugen konnten Calgarys Unterzahlformationen, die zwei Powerplays der Jets schadlos überstanden. Wie man ein Überzahlspiel besser aufzieht, führten die Flames in der 35. Spielminute vor. Matthew Tkachuk zeigte viel Einsatz an der blauen Linie, stoppte den Puck aus der Luft und hielt ihn im Drittel, über Sean Monahan und Gaudreau landete die Scheibe im Gewühle vor dem Kasten. Elias Lindholm reagierte am schnellsten und es stand 1:0 für die Flames. Die Gültigkeit des Treffers wurde, nach Einspruch von Jets-Trainergespann, noch per Videobeweis wegen vermeintlich hohen Stocks von Tkachuk überprüft, jedoch als korrekt zustande gekommen anerkannt.

"Das war natürlich eine knappe Entscheidung, aber der Schläger befand sich noch unterhalb meiner Schulter", schilderte Tkachuk jene Situation, die zum Führungstreffer führte.

Video: CGY@WPG: Little erzielt OT-Tor in Heritage Classic

In den folgenden Minuten bis zur zweiten Drittelpause ließen die konsequent verteidigenden Flames nichts anbrennen und hielten die Null. Nachdem sich die Jets in der Schlusssekunde dieses Durchgangs noch eine Strafe durch einen Bandencheck von Adam Lowry an Oliver Kylington einhandelten, starten die Flames ins dritte Drittel mit einem Mann mehr auf dem Eis.

Der vergebenen Gelegenheit, daraus Kapital zu schlagen, sollten sie noch nachtrauern. Bis fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte Calgary die Jets gut im Griff und Torwart David Rittich (43 Saves) erwies sich als solider Rückhalt. 5:10 Minuten standen noch auf der Uhr als Jake Russel alleine auf Rittich zulief und regelwidrig von Mark Giordano gestört wurde. Das folgende Überzahlspiel nutzte Josh Morrissey mit einem Gewaltschuss von der blauen Linie, oben rechts in den Winkel, zum Ausgleich. Die Vorarbeit leisteten Scheifele und Patrik Laine. Overtime!

"Wir hatten darüber gesprochen, dass unser Powerplay effektiver sein muss, dass wir öfters aufs Tor schießen und Verkehr erzeugen müssen, so dass dem Torwart die Sicht genommen wird", sagte Winnipegs Schütze des 1:1.

In der Verlängerung waren die Jets auch aufgrund einer 2-minütigen Überzahlsituation dem Siegtreffer näher. Diesen besorgte Little, indem er eine 2-gegen-1-Breakaway unhaltbar für Rittich abschloss und dadurch zum Matchwinner avancierte.

"Josh Morrissey und Bryan Little sind wichtige Spieler für uns. Sie sind Charakter-Typen, die immer zuallererst das Team sehen. Sie sind großartige Menschen", lobte Maurice seine beiden Torschützen.

Mehr anzeigen

Die NHL verwendet Cookies, Web Beacons und andere ähnliche Technologien. Durch die Nutzung der NHL Websites oder anderer Online-Dienste stimmen Sie den in unseren Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbedingungen beschriebenen Praktiken einschließlich unserer Cookie-Richtlinien zu.