"Wir haben gerade keinen Spielraum. Es ist ärgerlich, dass wir für die Partie nicht bereit waren. Wir müssen ins Rollen kommen. Wenn nicht, wird es schnell vorbei sein für uns", meinte Capitals-Stürmer Conor Sheary nach der Partie.
Das Unglück nahm im zweiten Drittel dann seinen Lauf und immer konkretere Formen an. Während sich die Capitals an Binnington-Vertreter Joel Hofer ein ums andere Mal die Zähne ausbissen, nutzten die Blues die sich bietenden Räume für drei weitere Treffer. Hofer hatte am Ende des Abends bei seinem zweiten NHL-Sieg 32 Schüsse abgewehrt. Bis ins dritte Drittel hinein hielt er seinen Kasten sauber.
Und seine Vorderleute sorgten dafür, dass er die nötige Sicherheit bekam, wenn er auf den Videowürfel schaute und sich das Ergebnis ansah. Beim 0:2 war Jordan Kyrou Sandin enteilt (25.). Auch beim 0:3 (30.) durch Kasperi Kapanen kam der Verteidiger zu spät. Beim 0:4 (35.), erneut durch Blais, wusste erst keiner, wo die Scheibe war. Die war vom Innenpfosten abgeprallt und hatte sich dann in der Halterung der Trinkflasche des Torhüters eingeklemmt. So kam der Jubel hier erst mit Verzögerung. Aber auch da konnten sich die Gäste den Puck schnell und unbehelligt zuspielen, bis der Schütze frei im Slot abziehen durfte. "Ich dachte, die Scheibe wäre an den Pfosten gegangen. Aber als ich hinters Tor gefahren bin, habe ich gesehen, dass sie drin war", erläuterte der Schütze.
Für Blais, den Rückkehrer von den New York Rangers, war es das erste Spiel in der NHL, in dem er doppelt traf. "Er war stark in der offensiven Zone. Das ist sein Spiel. Er kann die Scheibe in der Nähe des Tores behaupten", meinte Berube. Sein Schützling habe doppelt getroffen, weil er viel Zug zum Tor habe.
Diesen entwickelten die Capitals erst spät. Nach den Treffern von Martin Fehervary (46.) und Nicklas Backstrom (58., pp) hatte vielleicht der eine oder andere Fan in der Capital One Arena noch die Hoffnung auf zumindest einen Punkt. Doch Schenns Treffer ins verwaiste Tor der Gastgeber besiegelte die Heimpleite.