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Die Tampa Bay Lightning haben mit dem zweiten Stanley-Cup-Sieg in Folge Geschichte geschrieben. Angesichts dieses Erfolges blickt NHL.com/de auf die besten Meisterschaftsteams aus jedem Jahrzehnt der Post-Expansion-Ära zurück.

In dieser Folge: 2001 bis 2010 - Die Detroit Red Wings von 2002.
Es ist beeindruckend, wenn es eine Mannschaft mit Joe Sakic, Peter Forsberg, Ray Bourque, Rob Blake und Patrick Roy nicht zur besten Mannschaft des Jahrzehnts schafft. Diese fünf Mitglieder der Hockey Hall of Fame waren Teil des Teams der Colorado Avalanche, das 2001 den Stanley Cup gewann.
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Diese Ansammlung von Legenden kann allerdings nicht mit der Mannschaft der Detroit Red Wings mithalten, die im folgenden Jahr den Titel holte. Die Red Wings waren bereits in den vorangegangenen Jahren das Maß aller Dinge in der NHL. Sie hatten den Cup 1997 und 1998 gewonnen und 1995 und 1996 die Presidents' Trophy als punktbestes Team der regulären Saison geholt. 2001 schieden sie jedoch überraschend in der ersten Runde der Stanley Cup Playoffs mit 2:4 gegen die Los Angeles Kings aus.
Das sah General Manager Ken Holland als Anlass, das Team im Sommer weiter zu verstärken. Er holte in einem Transfer mit den Buffalo Sabres Torwart Dominik Hasek und verpflichtete die Free Agents Luc Robitaille und Brett Hull, sowie Rookie Pavel Datsyuk.

Red W

Mit Hasek im Tor, Nicklas Lidstrom, und Chris Chelios in der Abwehr und den Stürmern Robitaille, Brett Hull, Sergei Fedorov, Igor Larionov, Brendan Shanahan und Steve Yzerman waren neun heutige Mitglieder der Hall of Fame Teil der Mannschaft. Hinzu kommt Datsyuk in seiner ersten Saison, der beste Aussichten darauf hat, in Zukunft zu seinen Teamkollegen in die Ruhmeshalle von Toronto zu stoßen. Hinter der Bande stand Trainer Scotty Bowman, der ebenfalls in der Hall of Fame ist. Ein weiteres Mitglied der Mannschaft war der Kölner Uwe Krupp. Er kam in dieser Saison jedoch nur auf acht Spiele.
Die Red Wings wurden ihrem Ruf mit einem extrem starken Start in die Saison und einer Bilanz von 22-3-1-1im Oktober und November gerecht. Eine Schwächephase Anfang Dezember (1-5-1-0) und ein schwaches Ende der Saison im April (0-3-2-2) waren die einzigen Makel in einer ansonsten überragenden Spielzeit. Am Ende blickte Detroit auf eine Bilanz von 51-17-10-4 und holte mit 116 Punkten erneut die Presidents' Trophy. Mit 251 Toren stellten sie die zweitbeste Offensive und mit 187 Gegentoren die drittbeste Abwehr.
Trotz des starken Angriffs und ihrer Menge von Superstars hatten sie keinen Kandidaten für den Titel des Topscorers der Liga. Shanahan war mit 75 Zählern (37 Tore, 38 Assists) der punktbeste Spieler und beste Torschütze der Mannschaft. Er konnte jedoch nicht annähernd mit Jarome Iginla von den Calgary Flames mithalten, der 96 Punkte (52 Tore, 44 Assists) verbuchte. Allerdings hatte Detroit fünf Spieler mit mindestens 50 Punkten und zehn Spieler mit mindestens 30 Punkten. Neben Shanahan war Lidstrom ein herausragender Leistungsträger. Er erzielte als Verteidiger 59 Punkte (9 Tore, 50 Assists) und war gemeinsam mit Sergei Gonchar von den Washington Capitals der punktbeste Verteidiger der NHL. Im All-Star Game waren die Red Wings mit Hasek, Lidstrom, Chelios, Fedorov und Shanahan vertreten.

Hasek

Nach den Niederlagen zum Ende der regulären Saison war auch der Start in die Playoffs nicht vielversprechend. Sie verloren die ersten beiden Spiele gegen die Vancouver Canucks mit 3:4 und 2:5. Ein überragender Hasek verhalf ihnen danach jedoch zu vier Siegen in Folge. In der zweiten Runde hatten die St. Louis Blues keine Chance gegen Detroit. Sie wurden in fünf Spielen aus dem Rennen geworfen, Hasek verbuchte dabei zwei Shutouts.
Im Western Conference Finale kam es dann zum großen Duell mit dem Titelverteidiger. Die Avalanche waren nicht nur der größte Konkurrent der Red Wings in der Western Conference, zwischen den beiden Teams herrschte außerdem eine der größten Rivalitäten der Liga zur damaligen Zeit. Nach einem zwischenzeitlichen 2:3-Rückstand in der Serie kämpften sich die Red Wings mit zwei Shutouts in Folge (2:0, 7:0) ins Stanley Cup Finale.
Nachdem die großen Rivalen aus Colorado aus dem Weg geräumt waren, machte Detroit kurzen Prozess. Die Carolina Hurricanes wurden nach einer 2:3-Niederlage zum Auftakt in fünf Spielen eliminiert und die Red Wings feierten ihren zehnten Stanley Cup. Lidstrom gewann nach der Norris Trophy als bester Verteidiger der Saison auch noch die Conn Smythe Trophy als wertvollster Spieler der Playoffs.