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Tampa Bay Lightning setzen eine Tradition fort

Einer Niederlage folgt in dieser Saison prompt eine starke Vorstellung, wie das Match in Dallas beweist

von Axel Jeroma @nhlde / NHL.com/de Autor

Die Tampa Bay Lightning ziehen unbeirrt ihre Kreise. Am Dienstagabend setzten sie sich durch Tore von Ondrej Palat und Mikhail Sergachev bei den Dallas Stars mit 2:0 durch und feierten damit den 36. Sieg in dieser Saison. Mit 74 Punkten aus 47 Begegnungen stehen die Lightning unangefochten auf Platz 1 der Liga. Erst mit gehörigem Abstand folgen die Calgary Flames (64 Punkte) und die San Jose Sharks (63) auf den Rängen 2 und 3. Zudem setzten die Lightning mit dem doppelten Punktgewinn im American Airlines Center eine Tradition in der laufenden Spielzeit fort. Nach einer vorangegangenen Niederlage melden sie sich umgehend mit einer starken Vorstellung und einem Erfolg zurück. Erst einmal unterlag Tampa in zwei aufeinanderfolgenden Partien.

Der Sieg bei den Stars ist auf drei wesentliche Gründe zurückzuführen. Torhüter Andrei Vasilevskiy präsentierte sich in Gala-Form, das Unterzahlspiel funktionierte prächtig und das Team verschlief nicht wie bei der 1:5-Pleite gegen die New York Islanders am Sonntag das erste Drittel.

Video: TBL@DAL: Palat nutzt Stamkos' tollen Pass

Vasilevskiy war gegenüber seinem Auftritt im Barclays Center nicht wiederzuerkennen. Bei den Stars machte er 35 Schüsse unschädlich und sicherte sich dadurch seinen dritten Shutout in dieser Saison. Im Match bei den Islanders hatte er in 32 Minuten vier Gegentreffer kassiert. Beim fünften Tor der New Yorker kurz vor Schluss hatte er das Gehäuse zugunsten eines sechsten Feldspielers verlassen.

Nach der Partie in Dallas heimste er viel Lob von seinen Mannschaftskameraden ein. "Unser Torwart hat herausragend gespielt", sagte Kapitän Steven Stamkos. "Wir wissen, dass er nach einer für seine Verhältnisse nicht standesgemäßen Leistung das nächste Mal umso besser hält. Das hat er heute eindrucksvoll bewiesen. Die Auszeichnung zum First Star hat er sich redlich verdient."

Vasilevskiy ist ein Musterbeispiel dafür, wie die Formkurve der meisten Lightning-Akteure nach einer Niederlage ansteigt. Bei seinen sechs siegreichen Spielen im Anschluss an ein verlorenes Duell verzeichnete er zusammengerechnet eine Fangquote von 97,2 Prozent.

Schwerstarbeit gegen die Stars musste nicht nur der Schlussmann, sondern die gesamte Defensive verrichten. Das lag nicht zuletzt an den sechs Strafzeiten, die gegen die Lightning verhängt wurden. Am meisten gefordert im Penalty-Killing waren die beiden Verteidiger Anton Stralman und Ryan McDonagh. Sie standen insgesamt 7:08 Minuten bei numerischer Überlegenheit des Gegners auf dem Eis und sorgten dafür, dass das Abwehrbollwerk in diesen kritischen Phasen standhielt. Der Schlüssel zum Erfolg für die Lightning war zweifellos die bereinigte Unterzahlsituation Mitte des zweiten Drittels, als Victor Hedman zwei plus zwei Minuten aufgebrummt bekommen hatte.

 

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"Wir haben uns das Leben durch die vielen Strafzeiten unnötig schwer gemacht ", räumte Stralman nach dem Spiel ein. "Das Unterzahlspiel hat enorm Kraft gekostet. Ich war zeitweise völlig außer Atem. Aber im Großen und Ganzen haben wir einen guten Job gemacht und kaum Torchancen zugelassen", fügte er hinzu.

Im Gegensatz zum Sonntag in New York präsentierten sich die Lightning in Dallas gleich zu Beginn hellwach. Trotz kleinerer Nachlässigkeiten hatten sie ihren Kontrahenten weitgehend im Griff. Für zusätzliche Ruhe sorgte Palat mit dem Führungstreffer in der achten Minute. Gegen die Islanders lag Tampa Bay zu diesem Zeitpunkt bereits klar mit 0:3 hinten.

 

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Darüber hinaus konnten es die Lightning verkraften, dass ihr Topscorer Nikita Kucherov eine weitere schöpferische Pause einlegte. Obwohl er nun zweimal in Folge leer ausging, liegt er in der Scorerwertung der Liga mit 75 Punkten (22 Tore, 53 Vorlagen) aus 47 Spielen nach wie vor an der Spitze. Mit Braydon Point steht ein weiterer Lightning-Angreifer in den Top 10. Er kam wie Kucherov in allen 47 Partien zum Einsatz und verzeichnete 61 Zähler (29 Tore, 32 Assists).

Die nächste Gelegenheit für die beiden, ihre Ausbeute zu steigern, besteht am Donnerstag. Dann empfängt Tampa Bay in der Amalie Arena die Toronto Maple Leafs zum Spitzenspiel in der Atlantic Division. Am Samstag kommt es gegen die San Jose Sharks an gleicher Stelle zu einem weiteren Kracher.

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