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Noch Luft nach oben

Die Ottawa Senators können in Spiel Vier des Eastern Conference-Finales nicht an ihre Bestform anknüpfen und verlieren

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Da ist er dann auch schon wieder dahin, der überraschende Vorsprung in der Eastern Conference-Finalserie für die Ottawa Senators in ihrem Duell mit den Pittsburgh Penguins. Nach der aktuellen 2:3-Heimpleite der Kanadier gegen den Titelverteidiger steht es nun wieder 2:2 unentschieden, verkürzt sich die ursprünglich als 'Best of 7'-Serie gestartete Runde faktisch auf ein 'Best of 3'.

Es war übrigens bereits die 48. Spielentscheidung in diesen Playoffs, welche mit nur einem Tor Differenz gefallen ist. Nicht mehr weit entfernt ist damit auch der ewige Playoff-Rekord aus dem Jahre 2007, welcher derzeit bei 51 Spielen mit dieser minimalsten aller nur möglichen Unterschiede zur Spielentscheidung steht.
So wurden auch in den aktuell laufenden Conference-Finalserien bisher sechs der bisher ausgetragenen acht Spiele mit nur einem Tor Differenz beendet.

Und somit ist seit heute Nacht auch klar, dass beide Finalserien in mindestens sechs Spielen entschieden werden. Auch dies übrigens bereits zum bereits vierten Mal in Folge. Viel ausgeglichener kann eine Liga nicht sein.

Für die Heimniederlage der Ottawa Senators am Abend gab es unterschiedliche Gründe. Auf zwei am Ende offensichtlich mitentscheidende sei hier an dieser Stelle heute ausdrücklich verwiesen.

Olli Maatta, Sidney Crosby und Brian Dumoulin trafen jeweils für den Titelverteidiger aus Pittsburgh, brachten diesen bis zur 32. Spielminute komfortabel mit 3:0 in Führung.

Video: PIT@OTT, Sp4: Crosby gelingt ein Tor bei Überzahl

Sens-Goalie Craig Anderson, zuletzt in herausragender Form, machte dabei diesmal allerdings nicht immer die allerglücklichste Figur. Die Treffer der Hausherren durch Clarke MacArthur und Tom Pyatt im weiteren Spielverlauf sollten am Ende nicht mehr reichen. Auch die 32 Rettungstaten welche Anderson am Ende in den Statistiken stehen hatte konnten das Blatt nicht mehr zu wenden helfen.

Bitter aus Sicht des Underdogs, neben der Torhüterleistung diesmal, vor allem aber auch, dass erneut vier Gelegenheiten im Powerplay komplett ungenutzt blieben. Eine inzwischen wahrlich unrühmliche Serie von aktuell 0:25 bei numerischer Überzahl. Das ist so einfach eine unglaublich schwere Hypothek, wenn man den Titelverteidiger am Ende ausschalten möchte.

Seit Spiel Zwei in der Serie gegen die New York Rangers, inzwischen also ganze neun Spiele, blieb das Powerplay der Hauptstädter inzwischen tatsächlich gänzlich ohne Torerfolg. Entschieden zu lang!

Und auch am Freitag hätte ein Powerplaytreffer den Sens am Ende wohl mitentscheidend weiter geholfen. Er gelang jedoch erneut nicht. Sehr zum Ärger der Gastgeber.

"Du kannst nicht erwarten, dass man den Titelverteidiger mit einer höchstens durchschnittlichen Leistung bezwingt" resümierte auch Clarke MacArthur nach der Heimpleite. "Wir brauchen unsere Topleistung. Die haben wir jedoch eindeutig nicht gezeigt heute."

Stattdessen hauchten die Senators den Penguins neues Leben ein. Auch Superstar Sidney Crosby konnte erstmals seit seiner kürzlich erlittenen Gehirnerschütterung wieder deutlich auf sich aufmerksam machen. Erstmals gelangen den Gästen am Freitag seit Spiel Vier in der zweiten Runde gegen Washington mehr als zwei Tore in einer Begegnung.

Und die Senators hatten in Spiel Vier dieser Runde einfach nicht genug entgegenzusetzen.

"Klar, wir sind jetzt alle etwas frustriert" bestätigte auch Kyle Turris gegenüber den versammelten Medienvertretern nach dem Spiel. "Wir haben einfach nicht wirklich gut zusammengespielt heute." Doch allzu sehr frustrieren lassen wollte er sich von dem Rückschlag dann auch wieder nicht. "Aber noch ist ja nichts dramatisches passiert. Wir sind immer noch im Rennen."

Video: PIT@OTT, Sp4: Pyatt fälscht Karlssons Schlagschuss ab

Doch die Chance am Abend den Heimsieg von Spiel Drei durch ein komfortable 3:1-Serienführung zu vergolden, die ließen Anderson & Co vor den eigenen Fans relativ leichtfertig verstreichen. Nun geht man wieder mit dem Druck ein Spiel in Pittsburgh gewinnen zu müssen in den nächsten Spieltag.

"Wir haben uns unsere zwei Siege hier in der Serie bisher verdient. Sie ihre aber auch. Und so steht es jetzt eben dann auch 2:2-Unentschieden" relativierte Coach Guy Boucher.

Und mit dem Zwischenstand von 2:2 ist die Serie nun tatsächlich so offen, dass es nahezu unmöglich erscheint einen Sieger vorherzusagen. Das Finale der Eastern Conference beginnt quasi von vorne.

"Es ist und bleibt eine harte Serie." Prognostizierte auch MacArthur. "Man muss weiter seine absolute Bestleistung zeigen."

"Ist doch aber auch logisch. Schließlich ist unser Gegner ja der Titelverteidiger. Uns war klar, dass die sich nicht so einfach aus dem Weg räumen lassen würden" ergänze Turris.

Nächste Chance zur Wiedergutmachung für die Ottawa Senators dann bereits am Sonntag, wenn es in Pittsburgh zum möglicherweise vorentscheidenden Spiel Fünf dieser packenden Serie kommt.

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