Dass man da den Trainer wechselt, das ist in diesem Geschäft sicherlich inzwischen seit Jahren schon ein üblicher Reflex, der allerdings bekanntlich längst nicht immer zu den gewünschten Erfolgen führt. Im Falle der Islanders hatte sich die Stimmung im Umfeld des Teams zuletzt allerdings so sehr verschlechtert, dass in vielen Fan-Foren fast ausnahmslos zynische Kommentare und sehr viel Häme zu vernehmen war, wenn das Team einmal wieder eine der viel zu vielen Niederlagen kassiert hatte.
Gerade auch die beiden 1:2-Overtime-Niederlagen in Arizona und bei den Colorado Avalanche, beides bekanntlich Teams aus dem Tabellenkeller im Westen, hatten für viel Frust und Missstimmung unter den Anhängern der Traditionsmannschaft aus Long Island gesorgt.
Allerdings machten viele Beobachter des Teams für die ausbleibende sportliche Entwicklung dieser Saison nicht unbedingt Coach Capuano, sondern vielmehr auch den General Manager Garth Snow verantwortlich. Denn dessen Verpflichtungen hatten, gerade auch im letzten Sommer, viel zu selten sportlich wie gewünscht gegriffen.
An die beabsichtigte Verbesserung des Teams, welches durch einen ersten Playoffrundensieg nach langer Zeit, im Frühjahr gegen die Florida Panthers, in diesem Jahr eigentlich noch weiter in die Ligaspitze vordringen wollte, sich nun aber plötzlich offensichtlich erst einmal wieder ganz hinten anstellen muss, war zuletzt nicht einmal mehr im Ansatz zu denken.
Der x-te Neuanfang für die Franchise, welche ihre Heimspiele nun bekanntlich seit rund zwei Jahren schon in Brooklyn austrägt, steht somit nun also offensichtlich ins Haus. Der jüngste Eigentümerwechsel dürfte einen entsprechenden Druck intern aufgebaut haben, dem nun also zuerst der Coach 'zum Opfer' gefallen ist.