Erfolge und Misserfolge der Los Angeles Kings wurden in den letzten Jahren von einem sehr engen Kern von Spielern verbucht. Beobachter warfen der Franchise wiederholt vor, dass sie Veränderungen in der Liga, wo sich der Spielstil zuletzt deutlich verändert hat, nicht in ausreichendem Masse mitgegangen sei. So gesehen ist dann auch die diesjährige Sommerpause wohl eher enttäuschend verlaufen. Die Mannschaft hat ihr Gesicht nämlich erneut nicht wesentlich verändert. Die deutlichsten Veränderungen gab es bei den Kings noch im Bereich der Trainer und im Management.
Doch der von GM bis zum Stanley Cup-Triumph des Jahres 2014 aufgebaute Kader entspricht in den Augen vieler eben längst nicht mehr den Anforderungen in Sachen Spielgeschwindigkeit. Nachdem klar wurde, dass Lombardi an der grundsätzlichen Ausrichtung der Kings so schnell wohl nichts ändern würde entschied man sich zur Trennung. Ähnlich verfuhr man auch mit Coach Darryl Sutter, der ebenfalls der alten schule des Eishockeys zuzuordnen ist, wo Körperlichkeit und Präsenz im Mittelpunkt stehen. Man ernannte im Frühjahr folglich Rob Blake zum Vizepräsidenten und beförderte John Stevens vom Assistenten zum zukünftigen Cheftrainer.
Der Vertrag mit dem Spieler Matt Greene, der mit 2,5 Mio. US$ in Sachen Cap Space zu Buche schlug wurde aufgelöst, so dass mehr finanzieller Spielraum zur Verfügung stand. Große Teile des Budgets bei den Kings werden noch immer von den Top-Stars im Kader wie Anze Kopitar, Dustin Brown, Marian Gaborik und Drew Doughty 'verbraucht'.
Die Arbeitspapiere mit Tanner Pearson (vier Jahre, 15 Millionen US$) und Tyler Toffoli (drei Jahre, 13,8 Mio. US$) wurden verlängert. Dies werteten viele Beobachter als sinnvollen Schritt, boten beide zuletzt doch gute Leistungen, sind zudem noch relativ jung.
Umstrittener hingegen schon die vorgenommene Vertragsverlängerung mit Andy Andreoff (zwei Jahre, 1,335 Mio. US$). Sowohl sein Stilspiel als auch seine sportliche Klasse erscheinen Kritikern nicht als passend um die Franchise aus Südkalifornien wirklich wieder nach vorne zu bringen. Hier muss man erst einmal abwarten, welche Seite am Ende Recht behalten wird.