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Die zehn denkwürdigsten Spiele der NHL-Geschichte

NHL.com/de präsentiert zehn Partien, die nicht nur gut oder spektakulär waren, sondern unvergesslich bleiben

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Autor

Die eishockeyfreie Zeit im Sommer nimmt NHL.com/de zum Anlass, um das Beste aus der über hundertjährigen NHL-Geschichte in Erinnerung zu rufen. Heute geht es um die zehn großartigsten Spiele aller Zeiten.

Vancouver Canucks @ New York Rangers, Stanley Cup Finale 1994, Spiel 7

Packender kann ein Finale kaum sein. Die New York Rangers, angeführt von Legende Mark Messier, lagen im Stanley Cup Finale 1994 schon mit 3:1 vorne, kassierten im weiteren Verlauf der Serie gegen die Vancouver Canucks jedoch noch den 3:3-Ausgleich. In Spiel 7 dieses denkwürdigen Krimis zeigten die Superstars dann ihre Qualität. Brian Leetch und Adam Graves schossen die Rangers in Führung, bevor Trevor Linden zwei Mal für die Canucks traf. Der Hall-of-Famer Messier, einer der größten Spieler aller Zeiten, erzielte schließlich im zweiten Drittel den Siegtreffer für die Rangers. Es war das zehnte Mal, dass ein Finale bis zum siebten Spiel ging und Mike Keenan, damals Coach der Rangers, wurde der erste Trainer, der zwei verschiedene Teams bis ins Finale brachte. Messier bleibt bis heute der einzige Spieler, der zwei verschiedene Teams zum wichtigsten Titel der Eishockeywelt führte.

Vancouver Canucks @ Boston Bruins, Stanley Cup Finale 2011, Spiel 3

Für deutsche Fans ist das Stanley Cup Finale 2011 ohnehin ein denkwürdiges Ereignis. Dennis Seidenberg gewann mit den Boston Bruins als zweiter deutscher Spieler nach Uwe Krupp den Stanley Cup. Die überzeugendste Leistung zeigten die Bruins in Spiel 3 des Finales gegen die Vancouver Canucks. Das Spiel begann nach fünf Minuten mit einem Schock für die Bruins, als Canucks-Verteidiger Aaron Rome den Bruins-Stürmer Nathan Horton ohne Puck checkte, der daraufhin sofort ins Krankenhaus gebracht werden musste. Dennoch zerlegten die Bruins ihren Konkurrenten mit einem beeindruckenden 8:1, wobei es mit Andrew Ference, Mark Recchi (2), Brad Marchand, David Krejci, Daniel Paille, Chris Kelly und Michael Ryder sieben verschiedene Torschützen gab.

New York Rangers @ Detroit Red Wings, Stanley Cup Finale 1950, Spiel 7

Die New York Rangers kamen 1950 nach einem Erfolg gegen die übermächtigen Montreal Canadiens überraschend ins Finale und mussten dort ausschließlich auswärts antreten. Der Zirkus war im Madison Square Garden zu Gast, also fanden die sieben Spiele beinahe komplett in der Heimat der Detroit Red Wings statt, zwei Spiele wurden in Toronto ausgetragen. Nach einer zwischenzeitlichen 3:2-Führung der Rangers glichen die Red Wings die Serie aus. Der Hammer folgte im alles entscheidenden Spiel 7. Pete Babano, der bereits den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielt hatte, brachte den Red Wings in der zweiten Verlängerung den Sieg und damit zugleich den Titel.

Boston Bruins @ Montreal Canadiens, Halbfinale 1979, Spiel 7

Die Rivalität zwischen den Boston Bruins und den Montreal Canadiens ist legendär. Der Rekordmeister aus der Provinz Quebec und die Bären aus dem Bundesstaat Massachusetts lieferten sich oft spannende Duelle, doch die Playoff-Serie 1979 verdient besondere Erwähnung. Nach einem ausgeglichenen Schlagabtausch über sechs Partien musste Spiel 7 entscheiden. Die Canadiens holten dort einen 1:3- Rückstand auf, gingen beim Stand von 4:4 in die Verlängerung und gewannen dank Yvon Lambert. Später schlugen sie die Rangers im Finale in fünf Spielen.

Chicago Blackhawks @ Boston Bruins, Stanley Cup Finale 2013, Spiel 6

Es sah zunächst düster aus in diesem Match für die Presidents'-Trophy-Gewinner aus Chicago. 90 Sekunden vor der Schlusssirene lag das Team um Jonathan Toews und Patrik Kane gegen die Boston Bruins mit 1:2 zurück. Die Blackhawks versuchten noch einmal alles und nahmen den Torwart vom Eis. 76 Sekunden vor Ende des Spiels fiel der Ausgleich durch Bryan Bickell. Das reichte den Blackhawks jedoch längst nicht, sie suchten die endgültige Entscheidung. Die ließ nicht lange auf sich warten. Nur 17 Sekunden später schoss Dave Bolland die Mannschaft aus Chicago zum Titelgewinn.

Edmonton Oilers @ Los Angeles Kings, Division Halbfinale 1982, Spiel 3

Trifft man einen alteingesessenen Fan der Los Angeles Kings, sollte man ihn unbedingt nach dem "Miracle on Manchester" fragen und man wird einen Freund für den Rest seines Lebens haben. 1982 gingen die Kings als krasser Außenseiter in die Playoffs gegen die Edmonton Oilers. Die Serie war nach zwei Spielen ausgeglichen. Im dritten Duell führten die Oilers mit 5:0. Im Schlussabschnitt zeigten die Kings in ihrem Forum am Manchester Boulevard aber ihre Zähne und erkämpften sich den Ausgleich. In der Verlängerung schoss Rookie Daryl Evans die Hausherren sogar zum Sieg.

New York Islanders @ Washington Capitals, Patrick Division Halbfinale 1987, Spiel 7

Ein weiteres Spiel, das zurecht seinen eigenen Namen bekommen hat, ist das "Easter Epic" von 1987. Das Spiel begann am 18. April, endete aber erst am folgenden Tag, dem Ostersonntag, da die Partie bis in die vierte Verlängerung ging. Am Ende schlugen die Islanders die Capitals nach beinahe 129 Spielminuten durch einen Treffer von Pat LaFontaine mit 3:2.

Philadelphia Flyers @ Edmonton Oilers, Stanley Cup Finale 1985, Spiel 3

Was wäre eine Liste der größten Spiele aller Zeiten ohne Wayne Gretzky? "The Great One" zeigte den Flyers 1985 im dritten Spiel wo der Hammer hängt, indem er nach 70 und 85 Sekunden einnetzte und zwölf Minuten später den Hattrick komplett machte. Der Eishockeygott führte die Oilers damit fast im Alleingang zum 4:3-Sieg. Nach Spiel 5 hatten die Oilers den Stanley Cup eingefahren.

Detroit Red Wings @ Colorado Avalanche, Western Conference Finale 1996, Spiel 6

Die Namen vieler Spieler im Conference Finale zwischen den Red Wings und den Avalanche waren klangvoll. Peter Forsberg, Joe Sakic, die deutsche Legende Uwe Krupp, Paul Coffey, Viacheslav Fetisov, Nicklas Lidstrom - man könnte noch viele andere Kufenstars aufzählen, die sich dort 1996 trafen. Doch das Spiel 6 schafft es nicht aufgrund der großen Namen in das Ranking, sondern weil es eine der größten Rivalitäten der Eishockeygeschichte entstehen ließ. In dem harten Match rammte Avalanche-Stürmer Claude Lemieux den Red-Wings-Center Kris Draper in die Bande, der daraufhin mit mehreren gebrochenen Knochen im Gesicht operiert werden musste. Dieser Vorfall war die Geburtsstunde des ewigen Kampfes zwischen den Red Wings und den Avalanche.

Detroit Red Wings @ Montreal Maroons, Stanley Cup Halbfinale 1936, Spiel 1

Es ist ein Rekord, der bis heute in den Stanley Cup Playoffs ungebrochen bleibt. Nach 72 Jahren ist Spiel 1 im Halbfinale der Detroit Red Wings gegen die Montreal Maroons immer noch das längste Spiel der Playoff-Geschichte. Nach regulärer Spielzeit hieß es 0:0. Nach der doppelten Spielzeit stand es immer noch 0:0. Erst in der sechsten Verlängerung, nach 156:30 Minuten, erlöste Red-Wings-Stürmer Mud Bruneteau die Zuschauer und sein Team mit dem 1:0. Später sollte Detroit zum ersten Mal den Stanley Cup gewinnen.

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