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Top-Stürmer machen ein Eishockeyspiel für den Zuschauer attraktiv, doch für den Mannschaftserfolg sind gute Defensivakteure mindestens genauso wichtig. NHL.com/de hat die Top 5 der stärksten Defensivpaare der Saison 2022/23 zusammengestellt.

1. Jaccob Slavin - Brent Burns (Carolina Hurricanes)

Als Dougie Hamilton die Hurricanes vor zwei Jahren verließ, dachten viele, dass es schwer sein würde, ihn in der Abwehr des Teams zu ersetzen. Aber in Raleigh haben sie gute Arbeit geleistet, diesen Verlust zu kompensieren. 2021/22 fanden sie mit Tony DeAngelo eine mutige Lösung, was dieser mit einem Karrierejahr dankte. In der zurückliegenden Saison tätigten sie mit Burns einen weiteren Glücksgriff. In 82 Hauptrundenspielen gelangen ihm 18 Tore und 43 Assists. Diese Ausbeute wurde möglich, weil Slavin (7 Tore und 20 Assists in 76 Einsätzen) mit ihm spielte. Burns konnte sich voll und ganz auf die Offensive des Teams konzentrieren, weil Slavin als erstklassiger Shutdown-Verteidiger äußerst zuverlässig ist. Die beiden bildeten das beste Beispiel für die klassische Rollenverteilung aus offensivem und defensivem Verteidiger.

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2. Devon Toews - Cale Makar (Colorado Avalanche)

Eigentlich müsste nahezu jedes Verteidigerpaar mit Beteiligung von Makar in der Top 5 auftauchen. Es gibt schließlich einen Grund, warum er als einer der besten Blueliner der Liga gilt. Makar (17 Tore und 49 Assists in 60 Einsätzen) dominiert wie nur wenige. Er nutzt sein geschmeidiges Skating, um von hinten Druck auszuüben und den eigenen Stürmern den nötigen Freiraum zu verschaffen. Als kongenialer Partner an seiner Seite in der vergangenen Saison stach Toews (7 Treffer und 43 Vorlagen in 80 Spielen) heraus. Er ist ebenso ein perfekter Skater und mit allen Wassern gewaschener Verteidiger. Beide waren maßgeblich verantwortlich für die vielen herausragenden Auftritte der Avalanche in den vergangenen beiden Spielzeiten. Das unerwartet frühzeitige Aus in den Stanley Cup Playoffs 2023 vermochten sie jedoch nicht zu verhindern.

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3. Miro Heiskanen - Colin Miller (Dallas Stars)

Heiskanen zählte schon länger zu den starken jungen Verteidigern in der NHL, aber 2022/23 hat er es zu neuen Höhen gebracht. Er profitierte unzweifelhaft vom Weggang von Trainer Rick Bowness. Seither kommt Heiskanen noch besser zurecht. Er spielt seine ganze Klasse aus und glänzt mit toller Technik und Schnelligkeit. Am Ende der Hauptrunde 2022/23 standen für ihn nach 79 Begegnungen elf Treffer und 62 Assists zu Buche. Beides waren neue persönliche NHL-Bestmarken.

Miller (6 Tore, 15 Assists in 79 Partien) entwickelte sich bei den Vegas Golden Knights zu dem soliden Blueliner, den er heute darstellt. Er hat einen manchmal etwas risikoreichen, aggressiven Spielstil. Aber seine Statistiken zeigen, dass er besonders stark ist, wenn er die Chance hat, sich spielerisch auf dem Eis auszuleben, was ihm an der Seite von Heiskanen regelmäßig gelang. In der kommenden Saison läuft Miller für die New Jersey Devils auf.

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4. Jonas Siegenthaler - Dougie Hamilton (New Jersey Devils)

Bereits in seiner Glanzzeit bei den Hurricanes war Hamilton einer der besten Verteidiger in der NHL und passte mit seiner aggressiven Spielweise perfekt zum Forechecking-Stil, den Trainer zu Rod Brind'Amour bevorzugt. Seine Defensivfähigkeiten sind seit dem Wechsel nach New Jersey vielleicht nicht mehr ganz so gut ausgeprägt wie zuvor, aber er treibt das Spiel auch an neuer Wirkungsstätte immer noch entscheidend voran, um Druck auf die Gegner auszuüben. In 82 Spielen brachte er es auf 22 Tore und 52 Assists.

Bei den Devils hilft es ihm, dass er mit Siegenthaler (vier Tore und 17 Assists in 80 Einsätzen) das genaue Gegenteil des eigenen Spielstils an seiner Seite hat. Der Schweizer lieferte eine beeindruckende Saison ab und ist in Newark zu einem besten Shutdown-Verteidiger der Liga gereift. Hamilton als Antreiber und er als Ausputzer bildeten 2022/23 ein ideales Tandem.

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5. Hampus Lindholm - Brandon Carlo (Boston Bruins)

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Charlie McAvoy zu Saisonbeginn waren die Bruins zu einer Umstellung ihres Defensivverbundes gezwungen. Als ideale Lösung entpuppte sich das Duo Lindholm (10 Tore und 43 Assists in 80 Spielen) und Carlo (3 Tore und 13 Assists in 75 Einsätzen) Insbesondere Lindholm entwickelte sich in Abwesenheit von McAvoy zu einem absoluten Top-Verteidiger. Er war in den Augen vieler ein gewichtiger Grund dafür, dass die Bruins so gut durch die reguläre Saison kamen und diese mit dem Gewinn der Presidents' Trophy krönten. Carlo war stets ein stabiler Partner an Lindholms Seite.

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