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Top Free Agents der Ligageschichte

Heute werfen wir einen Blick auf die besten UFA-'Schnäppchen' der letzten Jahre

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Wenn die Verträge von Superstars in der NHL auslaufen, sie zu sogenannten 'Unrestricted Free Agents' werden, dann entbrennt regelmäßig ein heißer Kampf um ihre Dienste. Aktuell balgen sich bekanntlich diverse Klubs um die Unterschrift von John Tavares, den bisherigen Kapitän der New York Islanders.

Vor nicht allzu langer Zeit war ein ähnliches Szenario im Falle von Steven Stamkos zu beobachten, der sich letztendlich im Juni 2016 dann doch für einen Verbleib bei den Tampa Bay Lightning entschieden hatte.

Aus gegebenem Anlass werfen wir daher einen Blick auf besonders spektakuläre UFAs und den Einfluss, den diese nach einer erfolgten Unterschrift unter einen neuen Arbeitsvertrag auf ihr jeweiliges Team in den folgenden Jahren hatten. Ein Effekt, auf den nun wohl alle potenziellen neuen Arbeitgeber auch im Fall von Tavares setzen werden.

 

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Brett Hull hatte im Jahre 1999 mit den Dallas Stars den Stanley Cup gewonnen. In dem Bestreben möglichst rasch einen weiteren Titelgewinn einzufahren, zog es ihn im Sommer 2001 zu den Detroit Red Wings. Mit Hinzunahme des Free Agents aus Texas gewannen die Red Wings im Jahre 2002 tatsächlich auf Anhieb den Cup, bezwangen die Carolina Hurricanes im Frühsommer 2002 im Finale. Hull markierte in seiner zweiten Runde in Michigan (2002/03) 76 Punkte, kam in den drei Spielzeiten in Detroit jeweils auf mindestens 25 Tore. In den Playoffs der Meistersaison ergatterte er 10 Tore und 18 Punkte in 23 Spielen. Auch wenn Hull in erster Linie bei vielen Fans für seine Zeit bei den St. Louis Blues und den Stars in Erinnerung ist, so ist seine Leistung für die Red Wings doch durchaus positiv hervorzuheben.

Kurios in diesem Zusammenhang die Story rund um die Karriere von Marian Hossa. 2008 verlor er das Stanley Cup- Finale mit den Pittsburgh Penguins gegen die Red Wings. Er unterschrieb im Sommer 2008 in Detroit, verlor jedoch im kommenden Frühjahr ausgerechnet gegen die Penguins das große Finale. Anschließend schloss er sich den Chicago Blackhawks an. Obwohl von diversen Verletzungen geplagt, steuerte er dort 51 Punkte in nur 57 Spielen bei und erreichte mit dem Franchise zum dritten Mal in Serie das Finale. Endlich konnte er dieses auch gewinnen. Nach sechs Spielen hatten die Hawks 2010 damals die Philadelphia Flyers besiegt, beendeten damit ihre fast 50 Jahre andauernde Durststrecke. Selbst in den Folgejahren blieb er in Chicago ein zuverlässiger Punktelieferant, stellte somit eine sehr wertvolle Verstärkung dar.

Der Finne Teemu Selanne begann im Sommer des Jahres 2005 seine zweite Dienstzeit bei den Anaheim Ducks. In der ersten Spielzeit zurück in Kalifornien gelangen dem Topstar 40 Tore und 90 Punkte. 2006/07 sollten sich seine Zahlen sogar noch weiter steigern. 48 Treffer und 94 Zähler waren es diesmal. Zur Krönung gab es den ersten Stanley Cup Titel für Anaheim. Auch nach Auslaufen seines Vertrages blieb er dem Franchise treu und war 2010/11 einmal mehr der beste Scorer im Team.

Die Dallas Stars entschieden sich 1995 mit Joe Nieuwendyk einen 5-Jahres-Vertrag abzuschließen, ließen sich seine Dienste damals stolze 11,3 Mio. US-Dollar kosten. Eine Investition, die sich am Ende lohnen sollte. Als Mitglied der zweiten Reihe lieferte er dort konstant sehr gute Leistungen ab, gewann im Jahre 1999 mit der Truppe sogar den Cup. Nach seinem Wechsel zu den New Jersey Devils in der Saison 2001/02 blieb der Spieler eine Konstante in der NHL, doch besonders seine sechs Jahre in Dallas, in denen er neben dem Stanley Cup noch ein weiteres Mal das Finale erreichen konnte, wird vielen Eishockeyfans wohl ewig in guter Erinnerung bleiben.

Im Sommer 2005 verließ Scott Niedermayer New Jersey in Richtung Anaheim, wo er bei den Mighty Ducks zusammen mit seinem Bruder Rob in einer Mannschaft spielen wollte. Dort brauchte er keine nennenswerte Anlaufzeit, lieferte in der Premierensaison 63 Punkte ab. Im zweiten Jahr, in dem er die Norris Trophy gewann, waren es sogar 69. Als die Ducks 2007 den Stanley Cup gewannen, war er ein Schlüsselspieler, holte die Conn Smythe Trophy als Playoff MVP. Im Zusammenspiel mit Chris Pronger war die Verteidigung der Kalifornier damals kaum zu toppen.

Die New York Rangers verpflichteten den vertragslosen Adam Graves im September 1991. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits einen Titelgewinn mit den Edmonton Oilers im Jahre 1990 vorzuweisen, doch so richtig sollte er erst als Bestandteil der Rangers aufblühen. Er traf 52 Mal in der Saison 1993/94, setzte damit einen neuen Franchise-Rekord und führte das Team vom Broadway zu seinem ersten Cup nach 54 Jahren Wartezeit. Sein Zusammenspiel mit Mark Messier und Alexei Kovalev ist bis heute legendär. Vier Mal übertraf Graves insgesamt die 30-Tore-Marke mit den Rangers und gilt bis heute als eine der Top-Free Agent-Verpflichtungen der Blueshirts.

Im Sommer 2006 verpflichteten die Boston Bruins Zdeno Chara. Für einen 5-Jahres-Vertrag bot man dem Slowaken stolze 37,5 Mio. US$. Wie sich herausstellen sollte, war der Verteidiger jeden Dollar davon wert. Chara gewann 2008/09 die Norris Trophy als bester Verteidiger der Liga, und war auch beim Stanley Cup Erfolg der Bruins im Jahre 2011 eine mehr als verlässliche Größe im Kader des Franchise von der Ostküste.

Video: BOS@TOR, Sp3: Chara trifft von der Torlinie aus

In den Augen vieler gilt Scott Stevens bis in die Gegenwart hinein als einer der einflussreichen Verpflichtungen der Ligageschichte. Nach lediglich einem Jahr in St. Louis wechselte Stevens, nachdem diese damals ihrerseits lieber Brendan Shanahan von den Devils unter Vertrag genommen hatten, 1991 im Gegenzug zu den New Jersey Devils. Wie sich herausstellen sollte, einer der besten Moves der Team-Geschichte. Am Ende blieb der Verteidiger nicht nur stolze 13 Jahre in New Jersey und gewann die Conn Smythe Trophy im Frühjahr 2000, sondern er führte die Devils zu insgesamt drei Meisterschaften (1995, 2000, 2003). Seit 2007 ist Stevens, der seine Karriere 2004 beendete, bereits Mitglied in der Eishockey Hall of Fame in Toronto.

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