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Bis zum Start der NHL-Saison 2021/22 dauert es noch eine Weile. Um die Wartezeit zu verkürzen, präsentiert NHL.com/de eine Serie mit Bestenlisten in verschiedenen Kategorien im Hinblick auf die kommende Spielzeit.
In dieser Ausgabe: Die Top 10 der Trainer

Vorweg: Es gibt keinen Trainer in der NHL, der nicht würdig wäre, unter den Besten aufgeführt zu werden. Alle Coaches der 32 Teams, die in die Saison 2021/22 starten werden, haben in der Vergangenheit gezeigt, dass sie ihr Handwerk als Hauptverantwortlicher für den sportlichen Bereich verstehen, sei es in der NHL oder in den Minor Leagues. Vier Klubs wechselten während der Sommerpause ihren Trainer: Andre Tourigny wurde von den Arizona Coyotes, Brad Larsen von den Columbus Blue Jackets, Gerard Gallant von den New York Rangers und Dave Hakstol von den Seattle Kraken engagiert.
1. Barry Trotz, New York Islanders
Barry Trotz schafft es, aus den ihm anvertrauten Mannschaften das Maximale herauszuholen, wie als jüngstes Beispiel die New York Islanders zeigen. Nachdem er das Amt auf Long Island am 18. Juni 2018 übernommen hatte, führte er das Team dreimal hintereinander in die Stanley Cup Playoffs und erreichte mit ihm die zweite Runde in 2019, das Conference-Finale in 2020 sowie jüngst das Stanley-Cup-Halbfinale, in dem sich die Islanders dem späteren Stanley Cup Champion, die Tampa Bay Lightning, erst in sieben Spielen geschlagen geben mussten.
Der 59-jährige Trotz kam mit den Islanders in den regulären Saisons auf eine Bilanz von 115-67-24, was einer Punktgewinnquote von 61,7 Prozent entspricht und in den Playoffs auf 28-21-0 (57,1 Prozent).

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2. Rod Brind'Amour, Carolina Hurricanes
Als Gewinner des Jack Adams Awards 2021 gehört Rod Brind'Amour zwingend zu den aktuell besten Trainern in der NHL. Wie Trotz hatte er seine neue Arbeitsstelle vor der Saison 2018/19 im Sommer 2018 angenommen.
Die Carolina Hurricanes hatten sich zum Zeitpunkt seines Amtsantritts neun Jahre in Folge nicht für die Playoffs qualifizieren können. In Zusammenarbeit mit General Manager und Präsident Don Waddell baute er innerhalb von drei Jahren eine Mannschaft auf, die zum erweiterten Favoritenkreis auf den Stanley Cup zählt.
Vergangene Saison eroberten die Hurricanes mit einer Bilanz von 36-12-8 (71,4 Prozent) den ersten Platz in der Discover Central Division vor den Florida Panthers und Lightning. In der ersten Playoffrunde hatten sie den Nashville Predators in sechs Spielen das Nachsehen gegeben, ehe sie in der zweiten Runde den Lightning mit 1:4-Siegen unterlagen. #
Als Coach der Hurricanes bringt es der 51-jährige Brind'Amour auf eine Bilanz von 120-66-20 (63,1 Prozent).
3. Dean Evason, Minnesota Wild
Den Job als Verantwortlicher hinter der Bande bei den Minnesota Wild übernahm Dean Evason am 14. Februar 2020, zunächst als Interims-Trainer und schließlich seit 13. Juli 2020 als fünfter Headcoach ihrer Franchise-Geschichte.
Zum Zeitpunkt seiner Verpflichtung während der Saison 2019/20 wiesen die Wild eine Bilanz von 27-23-7 (53,5 Prozent) aus, von den verbleibenden zwölf Partien bis zur Unterbrechung der Saison aufgrund der Corona-Pandemie gewannen sie deren acht (66,7 Prozent).
Evason gelang es diese respektable Bilanz in der Saison 2020/21 noch zu verbessern. Mit 35-16-5 (67,0 Prozent) landeten sie auf den dritten Platz der Honda West Division und qualifizierten sich für die Playoffs. in denen jedoch nach sieben Spielen gegen die Vegas Golden Knights in der ersten Runde das Aus kam. Evason war 2021 Finalist für den Jack Adams Award.

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4. Jon Cooper, Tampa Bay Lightning
Mit einer eingespielten Mannschaft, die am Zenit ihres Leistungsspektrums steht, gewann Jon Cooper zweimal in Folge den Stanley Cup. Wie stark ein Team auch besetzt ist, es ist keineswegs ein Selbstläufer, einen Triumph des Vorjahres zu wiederholen, vor allem da die Tampa Bay Lightning mit einigen Widrigkeiten in der Saison 2020/21 zu kämpfen hatten. So mussten sie die gesamte reguläre Saison über auf die Dienste ihres Topscorers Nikita Kucherov verzichten.
Den Ausfall eines Spielers solchen Kalibers zu kompensieren, gelingt nur wenigen Mannschaften, und hierzu bedarf es auch eines Coaches, der das Team und dessen Spielsystem entsprechend anpasst. Dem 53-jährigen Cooper gelang das mit Bravour, weil er das Vertrauen der Spieler genießt. Mit einer Bilanz von 36-17-3 (67,0 Prozent) verbesserten sie sich gegenüber 2019/20 (43-21-6; 65,7 Prozent). In den Playoffs 2021 präsentierten sich die Lightning in Bestform, und das nicht nur weil Kucherov wieder mit von der Partie war.
5. Joel Quenneville, Florida Panthers
Auf die Trainer-Erfahrung von 1761 Spielen der regulären Saison und von 225 Playoff-Partien kann Joel Quenneville verweisen, Der 62-jährige Coach wurde am 8. April 2019 von den Florida Panthers verpflichtet, nachdem diese viermal hintereinander deutlich an der Qualifikation für die Playoffs gescheitert waren.
Quenneville gelang innerhalb der vergangenen zwei Jahre das Kunststück aus der Mannschaft einen Playoff-Kandidaten zu formen. Die Saison 2020/21 schlossen sie mit 79 Punkten, einer Bilanz von 37-14-5 und einer Punktgewinnquote von 70,5 Prozent als Zweiter der Discover Central Division ab. Zum ersten Mal in ihrer Franchise-Geschichte landeten die Panthers auf dem vierten Platz ligaweit. Ihre bis dato beste Platzierung war Rang sieben in den Saisons 1995/96, 1996/97 und 2015/16.
6. Jared Bednar, Colorado Avalanche
Eine Erfolgsstory ist ebenso die Entwicklung der Colorado Avalanche in den vergangenen fünf Jahren, die einhergeht mit der Verpflichtung von Jared Bednar als Trainer am 25. August 2016, und die ihnen mit 82 Punkten, einer Bilanz von 39-13-4 und einer Punktgewinnquote von 73,2 Prozent zum dritten Mal in ihrer Klubgeschichte nach 1996/97 und 2000/01 den Gewinn der Presidents' Trophy als punktbestes Team der Liga bescherte.
Unter der Regie von Bednar, verbesserten sich die Avalanche nicht nur spielerisch, sondern kletterten Jahr für Jahr in der Abschlusstabelle nach oben (2016/17: 30.; 2017/18: 17.; 2018/19: 17.; 2019/20: 3.; 2020/21: 1.). Keine Mannschaft fuhr in den vergangenen zwei Spielzeiten mehr Siege (81) ein, schoss mehr Tore (433) und erzielte mehr Punkte (174) als Colorado.
7. Peter DeBoer, Vegas Golden Knights
Die Ansprüche der Vegas Golden Knights an ihre Spieler und ihre Trainer sind gewachsen, nachdem sie in ihrer ersten NHL-Saison 2017/18 bis in das Stanley Cup Finale vorgedrungen waren und sich auch in der folgenden Spielzeit für die Playoffs qualifizieren konnten.
Nachdem sie im Januar 2020 vier Partien in Serie verloren hatten, beurlaubten sie ihren Coach Gerard Gallant, Peter DeBoer übernahm das Ruder und legte mit ihnen einen beeindruckenden Saisonendspurt von 15-5-2 (72,7 Prozent) hin, womit sie im dritten Jahr ihres Bestehens zum zweiten Mal die Pacific Division als Divisions-Champion abschlossen.
Im zweiten Jahr unter DeBoer fehlte den Golden Knights nur ein Punkt, um die Saison als punktbestes Team abzuschließen. Nur aufgrund der größeren Anzahl an Siegen in der regulären Spielzeit (35:30) landeten die Avalanche vor ihnen. Unter dem 53-jährigen DeBoer als Trainer, kam Vegas saisonübergreifend auf eine Bilanz von 55-19-4 (73,1 Prozent).
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8. Bruce Cassidy, Boston Bruins
Das Amt des Cheftrainers bei einem traditionsreichen Klub zu übernehmen, der in der jüngeren Vergangenheit große Erfolge feiern konnte, war oft ein Posten, bei dem es nur etwas zu verlieren gab. Bruce Cassidy stellte sich am 7. Februar als Nachfolger von Claude Julien dieser Herausforderung bei den Boston Bruins, und er meistert sie.
Unter dem Regiment des 56-Jährigen erreichten die Bruins fünfmal hintereinander die Playoffs, schlossen zweimal die Atlantic Division als Zweiter ab, zogen in das Stanley Cup Finale 2019 ein und gewannen 2020 die Presidents' Trophy. Seine Bilanz in Boston lautet 194-82-41 (67,7 Prozent).
9. Sheldon Keefe, Toronto Maple Leafs
Am 20. November 2019 wurde Sheldon Keefe von den Toronto Maple Leafs als Nachfolger von Mike Babcock bekanntgegeben, und der 40-Jährige, der im Jahr zuvor als Trainer der Toronto Marlies den Calder Cup gewonnen hatte, legte auch einen guten Start als NHL-Trainer hin.
Seine Bilanz von 15-4-1 in den ersten 20 Spielen war die beste eines Trainers der Maple Leafs in deren 104-jährigen NHL-Geschichte. In der darauffolgenden Saison 2020/21 belegten die Maple Leafs mit 77 Punkten, einer Bilanz von 35-14-7 und einer Punktgewinnquote von 68,8 Prozent den ersten Platz in der Scotia North Division.
10. Peter Laviolette, Washington Capitals
Eine Startruppe zu übernehmen, die gut zwei Jahre zuvor mit dem Gewinn des Stanley Cup den größten Erfolg ihrer Franchise-Geschichte feiern konnte und daraufhin zweimal in der ersten Runde der Stanley Cup Playoffs ausschied, ist keine leichte Aufgabe, dessen war sich auch Peter Laviolette bewusst, als er am 15. September als neuer Trainer der Washington Capitals vorgestellt wurde.
Zwar kamen die Capitals 2021 erneut nicht über die erste Playoffrunde hinaus, sie unterlagen den Boston Bruins deutlich mit 1:4-Siegen, doch während der regulären Saison hatten sie mit 36-15-4 (68,8 Prozent) recht gut performed, und sich gegenüber der Bilanz unter Laviolettes Vorgänger Todd Reirden (89-46-16; 64,2 Prozent) auf hohem Niveau steigern können.
Zudem zählt laut General Manager Brian MacLellan zu Laviolettes Aufgaben "junge Spieler zu helfen, ihr Potenzial auszuschöpfen', was ihm während seiner Zeit bei den Nashville Predators (2014/15-2019/20) bestens geglückt war.