BUF@CGY: Rieder durch die Beine zum Unterzahltor

Langsam aber sicher scheinen die Calgary Flames in dieser Saison richtig ins Rollen zu kommen. Nachdem es zum Saisonstart sportlich nicht nach Wunsch lief, bedeutete das 4:3 gegen die Buffalo Sabres im heimischen Scotiabank Saddledome den vierten doppelten Punktgewinn aus den vergangenen fünf Spielen.

Und fast noch wichtiger als diese kleine Siegesserie: Die Offensive des Teams gibt aktuell durchaus Grund zu neuem Optimismus. Wichtige Protagonisten, die in den vergangenen Spielen in den Reihen der Torschützen schmerzlich vermisst wurden, meldeten sich endlich als Torschützen zurück und beendeten ihre persönliche Ladehemmung. Gerade sie gaben der Mannschaft, die bisher ligaweit nur auf Rang 27 in Sachen Torproduktion lag, durch ihren Beitrag zum Sieg frische Hoffnung auf eine dauerhaft erfolgreichere Zukunft.Milan
Lucic (1-4-5, aus absolvierten 28 Begegnungen) traf erstmals im Trikot der Flames und Johnny Gaudreau (6-16-22, aus 30 Spielen), in der Vorsaison ein 99-Punkte-Mann, beendete seine zehn Spiele umfassende Ladehemmung mit einem Treffer plus einer Torvorlage. Der Deutsche Tobias Rieder (2-0-2, aus 21 Begegnungen) markierte seinen zweiten Saisontreffer. Zudem durfte sich Derek Ryan über zwei
Assists freuen und half den Flames ebenso ihre Saisonstatistik auf 14-12-4 zu verbessern. Des Weiteren überzeugte Torhüter David Rittich mit 26 Rettungstaten.

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Nach drei Siegen in Serie unter dem neuen Interims-Trainer Geoff Ward, sahen die Fans nach der Schlusssirene endlich wieder viele befreit strahlende Gesichter.
"Unsere Entwicklung geht in die richtige Richtung", freute sich Lucic nach dem Heimsieg. "Nicht nur, dass sich immer mehr Spieler an unseren Toren beteiligen, der Einsatz des gesamten Kaders stimmt aktuell. Das ist der richtige Ansatz, den wir in den kommenden Spielen weiterverfolgen müssen."
Einer dieser Spieler, die Lucic im Sinn gehabt haben dürfte, war der deutsche Nationalspieler Rieder, der in den vergangenen Wochen nicht immer ein Faktor bei den Flames war und in seinem 400. NHL-Spiel bei einem Konter in Unterzahl das zwischenzeitliche 2:1 in der 32. Minute markieren konnte.
"Es ist immer ein besonderes Gefühl ein Tor erzielen zu können, besonders, wenn dein Team mit einem Mann weniger auf dem Eis ist. Das war ein sehr wichtiger Treffer für uns", befand der erleichterte Rieder nach seinem zweiten Saisontreffer.
Monahan schraubte das Ergebnis vor dem Drittelende auf 3:1. Es folgte der befreiende erste Treffer für Calgary von Lucic zum vorentscheidenden 4:1 zu Beginn des finalen Abschnitts.
Lucic, der am 19. Juli durch einen Trade mit den Edmonton Oilers in den Reihen der Flames landete, traf nach einem Doppelpass mit Derek Ryan in der 44. Minute.
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"Natürlich bin ich jetzt sehr erleichtert", betonte Lucic. "Es ist immer toll ein erstes persönliches Erfolgserlebnis für eine neue Mannschaft feiern zu dürfen. Die Teamkameraden haben in den vergangenen Wochen stets zu mir gehalten, mich immer unterstützt. Leider hat es bis zum ersten Tor trotzdem deutlich länger gedauert als erhofft. Super ist natürlich auch, dass ich dieses Erlebnis vor unseren Fans feiern durfte. Es war die angemessene Belohnung dafür, dass alle zu mir gehalten haben in den ersten Wochen der Saison."
Schon im 1. Drittel durfte zudem Starstürmer Gaudreau seine Ladehemmung endlich beenden. Ihm gelang das wichtige 1:1 in der 17. Spielminute. Es war sein erstes Erfolgserlebnis in elf Spielen. Der Treffer in Überzahl weckte beim Torjäger ebenfalls die Hoffnung auf einen dadurch gelösten Knoten: "Das war ein aufregendes Tor. Dieses Jahr fiel es mir bisher nicht leicht Treffer zu markieren, daher war es sehr speziell. Ich hoffe, dass es mir jetzt leichter fällt. Ich werde es jedenfalls versuchen, weiterhin die Scheiben auf das Tor zu bringen."
Dass diese bisher so erfolgreiche Woche für die Flames ein Signal für eine erfolgreiche Zukunft war, davon zeigte sich Ryan in jedem Falle fest überzeugt: "Das war ein ganz wichtiges Statement von uns. Endlich haben wir zu unserem Spiel gefunden. Schade, dass es eine Weile gedauert hat. Zu 100 Prozent sind wir noch immer nicht da, wo wir hinwollen, doch der Anfang ist gemacht. Neun von zehn möglichen Punkten geholt zu haben, das ist ein guter Anfang. Jetzt müssen wir eine Siegesserie starten, damit wir an Weihnachten in einer guten Ausgangslage sind."
Die nächste Aufgabe, die Gelegenheit weitere zwei Zähler folgen zu lassen, die bekommen die Flames am Samstag, wenn die Los Angeles Kings in der Stadt sind und in Calgary ihre Visitenkarte abgeben werden (So. 4 Uhr MEZ; NHL.tv).