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Mit den Calgary Flames ist wohl zu rechnen

In der Western Conference hat sich das Team aus der Rodeo-Metropole zu einer festen Größe entwickelt

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Ein Blick auf die Tabelle in der Western Conference zeigt, die Calgary Flames sind in der Saison 2017/18 zu einer ernstzunehmenden Größe in der NHL geworden. Nicht nur, dass das Team aus der Rodeo-Stadt in Alberta nach einem gespielten Drittel der Hauptrunde von der Spitze der Pacific Division grüßt, die Flames haben, bei einer starken Zwischenbilanz von 20-10-2 und einer Tordifferenz von +23 im Laufe der Wochen seit dem Saisonstart im Oktober mehrfach Eigenschaften an den Tag gelegt, die an eine dauerhafte Einreihung unter die Top-Teams der Liga glauben lassen.

Dank einer extrem starken Gruppe von Stürmern wie Johnny Gaudreau, Sean Monahan oder Elias Lindholm stellt Calgary derzeit die zweitbeste Offensive der Liga. Mit einer soliden Abwehr rund um fest etablierte Größen wie Mark Giordano, Noah Hanifin, T.J. Brodie und Travis Hamonic bilden die Flames zugleich das zehntbeste Team in Sachen Gegentore.

 

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Jüngstes Beispiel für die sportliche Klasse der Flames war der spektakuläre Auftritt am Mittwoch im Scotiabank Saddledome, als sich das Team durch zwei späte Tore innerhalb der letzten 68 Sekunden glücklich in die Verlängerung gegen die Philadelphia Flyers rettete, diese dann durch einen Treffer von Gaudreau nach 35 Sekunden sogar mit 6:5 für sich entscheiden konnte. 

Zunächst verkürzte Rasmus Andersson mit seinem ersten NHL-Treffer den Zwei-Tore-Rückstand der Hausherren auf 4:5, bevor Monahan die Begegnung mit seinem Erfolgserlebnis knapp vor der Schlusssirene in eine Extraschicht schickte und das umjubelte 5:5 erzielen konnte. Ganze sieben Sekunden waren zu diesem Zeitpunkt noch im dritten Drittel zu spielen.

Video: PHI@CGY: Gaudreau trifft im Nachschuss in OT zum Sieg

"Es waren heute unglaublich viele Emotionen mit dabei", zeigte sich Andersson hinterher begeistert von dem gerade Erlebten. "Mit 70 Sekunden auf der Uhr verbleibend liegen wir mit zwei Toren im Hintertreffen. Wir haben zum Glück einen Weg zurück in das Spiel gefunden und dieses dann nach Verlängerung sogar gewonnen. Alle haben sich voll reingehängt. Das fühlt sich jetzt toll an, zumal die Fans uns unglaublich unterstützt haben. Einen Moment lang habe ich tatsächlich geglaubt, die Arena würde stimmungstechnisch explodieren."

Anlässe zur Freude gab es im Rückblick für Calgary am Mittwoch etliche. Matthew Tkachuk steuerte gleich vier Scorerpunkte zum Erfolg der Mannschaft bei. Sam Bennett und Giordano reihten sich ebenfalls in die Liste der Torschützen ein. Nach sechs Siegen aus den vergangenen sieben Begegnungen, und immerhin zehn Erfolgen aus den letzten 13 Spielen, wirken die Flames wie eine fest etablierte Macht in der Liga. 

 

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"Der Sieg war sehr wichtig. So muss es jetzt weitergehen bei uns", richtete Monahan den Blick direkt weiter in Richtung Zukunft. Dies gilt genauso für den Stürmer persönlich. Mit zwölf Punkten (7 Tore, 5 Assists) aus seinen vergangenen sieben Spielen, befindet sich Monahan selber auf einer Erfolgswelle.

Beeindruckend zudem die Statistik, dass die Flames sieben Spiele, in denen sie zu Beginn des Schlussdrittels zurücklagen, am Ende gewinnen konnten. Keinem anderem Kader der Liga gelang dieses Kunststück häufiger. Wie die Pittsburgh Penguins konnten sie sogar schon drei Mal ein Spiel noch drehen, in dem sie in der zweiten Drittelpause noch mit mehr als einem Tor im Hintertreffen lagen.

"Wir haben die vollen 60 Minuten gebraucht, um dieses Spiel zu gewinnen. Der Einsatz im Schlussdrittel hat gepasst", freute sich Gaudreau, der in den jüngsten 13 Einsätzen 23 Zähler (7 Tore, 16 Assists) sammeln konnte. "Der Spielbeginn verlief alles andere als wunschgemäß, doch wir sind drangeblieben, haben nicht aufgesteckt. Am Ende sind wir mit zwei Punkten dafür belohnt worden."

Video: PHI@CGY: Monahan gleicht Spiel mit 2. Tor spät aus

Eigenschaften, die echte Spitzenmannschaften in allen Sportarten auszeichnen.

Dementsprechend zufrieden äußerte sich Trainer Bill Peters: "Unser Selbstvertrauen war spürbar auf dem Eis. Natürlich haben wir dem Gegner diesmal deutlich mehr Chancen ermöglicht, als uns das lieb gewesen wäre. Doch wir hatten ebenfalls viele Möglichkeiten zu Toren zu kommen. Ihr Torhüter war stark, konnte einige schöne Paraden zeigen. Wir haben nicht aufgesteckt, hatten das Glück auf unserer Seite und wurden am Ende belohnt."

Mit alleine insgesamt 49 Treffern im Schlussdrittel (von insgesamt 113) einer Partie führen die Flames in dieser Kategorie die NHL an. Die nächste Chance ihre tolle Form und den Kampfeswillen unter Beweis zu stellen, erhält das Team am Samstag, wenn ein herausforderndes Gastspiel bei den Minnesota Wild ansteht (1:30 p.m. ET/ 19.30 Uhr MEZ; FS-N, FS-WI, SNW, NHL.TV).

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