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Die IIHF Junioren-Weltmeisterschaft 2021 findet vom 25. Dezember bis 5. Januar im Rogers Place von Edmonton statt. NHL.com/de präsentiert zur Einstimmung in einer dreiteiligen Serie die besten Spieler aller Zeiten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Basis ihrer Turnierleistungen bei der U20-WM.
In dieser Folge: das Team der Besten aus Schweiz:

Erste Sturmreihe:
Patrik BärtschiJunioren-WM:2002, 2003, 2004
Statistik: 19 Spiele, 11-11-22
Kaum ein Schweizer Spieler zeigte so konstante Auftritte bei der U20-WM wie Patrik Bärtschi. Bereits mit 17 Jahren war er bei der WM 2002 vertreten und erzielte in sieben Spielen zwei Tore und zwei Assists. Mit ihm in den Reihen wurde das Team damals sensationell Vierter. Zwar reichte es in den Folgejahren 2003 und 2004 nur zum siebten und achten Platz, doch Bärtschi entwickelte sich zum Leistungsträger. Im ersten Jahr erzielte er in sechs Spielen sechs Tore und vier Assists zu zehn Punkten. Er wurde gemeinsam mit Igor Grigorenko der Topscorer und gemeinsam mit Grigorenko und Jussi Jokinen der beste Torschütze des Turniers. 2004 ließ er in sechs Spielen noch drei Tore und fünf Assists folgen. Seine Gesamtbilanz von 22 Punkten mit elf Toren in 19 Spielen ist unerreicht. Bärtschi wurde zwar beim NHL Draft 2002 in der siebten Runde an insgesamt 202. Position von den Pittsburgh Penguins gedraftet, zu einem NHL-Spiel reichte es allerdings nicht. In der National League absolvierte er 633 Spiele (202 Tore, 201 Assists) für den EHC Kloten Flyers, SC Bern und ZSC Lions plus 124 Playoff-Spiele (31 Tore, 28 Assists).
Nino NiederreiterJunioren-WM: 2010, 2011
Statistik: 13 Spiele, 8-6-14
Nino Niederreiters Debüt bei der U20-WM 2010 war beeindruckend. In sieben Spielen hatte er als 17-jähriger Stürmer mit sechs Toren und vier Assists zu zehn Punkten wesentlichen Anteil daran, dass die Schweiz wieder einmal ins Halbfinale einzog und am Ende den vierten Platz belegte. Insbesondere dem Viertelfinale gegen den großen Favoriten Russland drückte Niederreiter seinen Stempel auf, indem er 33 Sekunden vor dem vermeintlichen Ende den 2:2-Ausgleich erzielte und nach 9:46 Minuten in der Verlängerung den Siegtreffer markierte. Dabei war sein Team zum Auftakt gegen die USA (0:3) und Kanada (0:6) noch torlos geblieben. Im Halbfinale lief es nicht viel besser und Kanada war beim 1:6 eine Nummer zu groß. Auch im Spiel um Bronze zog die Schweiz mit 4:11 deutlich den Kürzeren. Niederreiter wurde in das All-Star-Team des Turniers berufen. Im Jahr darauf fügte er als Kapitän der Mannschaft in sechs Spielen weitere zwei Tore und zwei Assists bei. Es reichte allerdings nur zum Viertelfinale.

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Denis MalginJunioren-WM: 2015, 2016
Statistik:12 Spiele, 2-14-16
Als ausgezeichneter Vorbereiter machte sich Denis Malgin bei den Turnieren 2015 und 2016 einen Namen. Der heutige Spieler der Toronto Maple Leafs sammelte im ersten Jahr sechs Assists und im zweiten noch einmal acht. Hinzukamen jeweils ein Tor, was in der Endabrechnung insgesamt 16 Punkte für ihn bedeutet. Damit trug Malgin wesentlich dazu bei, dass die Schweiz zwei Mal den Klassenerhalt schaffte. In der ewigen Bestenliste des Turniers belegt er mit seinen 14 Vorlagen immerhin den 22. Rang. Von den Spielern außerhalb der Top-6-Nationen führt Malgin sogar das Klassement in diesem Bereich an.

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Zweite Sturmreihe:
Noah Rod: 12 Spiele (2015, 2016), 7-5-12; Timo Meier: 12 Spiele (2015, 2016), 4-7-11; Peter Jaks: 7 Spiele (1986), 6-2-8
Verteidiger
Yannick WeberJunioren-WM:2006, 2007, 2008
Statistik: 18 Spiele, 4-7-11
Gleich drei Teilnahmen bei den U20-WMs kann Yannick Weber vorweisen. Bereits als 17-jähriges Talent durfte der letztjährige Verteidiger der Nashville Predators am Turnier 2006 teilnehmen und erzielte einen Treffer. Ein Erfolgserlebnis, das für den defensivstarken Spieler nicht zum Alltag gehört. Doch auch in den zwei Folgejahren zeichnete Weber sich als Torschütze aus, 2008 sogar doppelt. So kam er insgesamt auf vier Tore und sieben Assists zu elf Punkten in seinen 18 Einsätzen. Seine Ausbeute ist die beste eines Schweizer Verteidigers bei den Junioren-Weltmeisterschaften.
Nicola CelioJunioren-WM:1991, 1992
Statistik: 14 Spiele, 5-3-8
Celio war in seiner Karriere ein sehr treuer Spieler. Zwischen 1990 und 2009 absolvierte er 775 Spiele in der Schweizer National League, alle für seinen Stammverein HC Ambri-Piotta. Dass er zu den erfolgreichsten Schweizer Spielern bei der U20-WM gehört, liegt vor allem daran, dass er bei seinem Auftritt 1992 in sieben Spielen fünf Tore markierte und zwei weitere vorbereitete. Mit drei Zählern vor dem punktbesten Stürmer war er der erfolgreichste Scorer und mit den fünf Treffern bester Torschütze seiner Mannschaft in diesem Turnier. Eine überragende Leistung. Trotz eines 4:2-Erfolges über die Tschechoslowakei, der einzige Sieg der Schweiz im Turnier, und seinen erzielten Punkten musste Celio mit seinen Teamkameraden jedoch den bitteren Weg des Abstiegs gehen.
Zweites Verteidigerpaar:
Mark Streit: 11 Spiele (1996, 1997), 3-0-3; Jonas Siegenthaler: 17 Spiele (2015, 2016, 2017), 1-7-8
Ähnliches: [Die besten deutschen Junioren aller Zeiten]
Torhüter
David AebischerJunioren-WM: 1997, 1998
Statistik:11 Spiele; 7-3-1; 2,39 GAA; 93,8% Fangquote
Der spätere NHL-Torhüter und erste Schweizer Gewinner des Stanley Cups mit den Colorado Avalanche in 2001, debütierte bei der U20-WM im Jahr 1997, als die Nationalmannschaft auch wegen seiner starken Leistungen (91,7 %, 2,00 GAA) den siebten Platz belegte. Das ganze toppte Aebischer im Jahr darauf, als er sich zum besten Torhüter des Turniers mauserte und seinem Team zum Gewinn der Bronzemedaille verhalf. Bis heute das einzige Edelmetall der Eidgenossen bei einer Junioren-WM. Neben der Auszeichnung als bester Torhüter wurde Aebischer auch ins All-Star-Team gewählt. Seine Turnierstatistik von 95,1 Prozent Fangquote und einem Gegentorschnitt von 1,58 bei vier Siegen und einer Niederlage verschafft ihm eine Top-Position in der ewigen Bestenliste der Junioren.
Backup:
Benjamin Conz: 13 Spiele (2010, 2011); 6-7; 3,94 GAA; 90,3 %