Freiluftspiele in der NHL haben inzwischen eine ansehnliche Tradition. Welches dabei die schönsten und/oder besten waren, das liegt wohl, wie immer bei solchen Ranglisten, alleine im Auge des jeweiligen Betrachters. Natürlich sind den Fans die Spiele besonders gut in Erinnerung, an der die jeweils eigene Lieblingsmannschaft beteiligt war, und welche dann zusätzlich auch noch möglichst sportlich erfolgreich ausgegangen sind.
Doch es gibt auch durchaus objektive Kriterien, die eine Begegnung unter freiem Himmel im Laufe der letzten gut 10 Jahre zu etwas ganz besonderem gemacht haben. Auf vier herausragende Spiele aus diesen inzwischen (je nach Zählweise) rund 20 Vergleichen wollen wir hier und heute noch einmal einen kurzen Blick werfen, uns dabei zudem an dieser Stelle darauf konzentrieren, was sie vielleicht zu so etwas ganz Besonderem gemacht hat.
Das erste offizielle Freiluftspiel im Jahre 2003
Als im Jahre 2003 die Edmonton Oilers die Montreal Canadiens zur Premiere in Alberta unter freiem Himmel empfingen, da war es tatsächlich noch das erste reguläre NHL-Spiel unter freiem Himmel. Und es sollte letztendlich auch ein wahrlich denkwürdiger Abend werden.
Terminlich lag die Veranstaltung damals am 22. November, als sich im Commonwealth Stadium in Alberta über 57.000 Zuschauer versammelten um Zeuge dieses historischen Eishockey-Ereignisses zu werden.
Der Wettergott meinte es an jenem Tag jedoch nicht allzu gut mit allen Beteiligten, herrschten damals doch rund um den geplanten Spieltag unglaublich niedrige Temperaturen in der Gegend. Minus 18 Grad waren es offiziell, mit 'Windchill Faktor' gefühlte -28 Grad Celsius, als die kleidungstechnisch gut eingepackten Spieler die fröstelnden Zuschauer auf den Rängen im weiten Rund möglichst gut zu erwärmen versuchten.
Lange Zeit war im Vorfeld der damaligen Begegnung auch noch völlig unklar geblieben, ob das Spiel unter diesen erschwerten Bedingungen denn überhaupt würde wie geplant stattfinden können.