subban rieder

NHL.com/de geht jeden Donnerstag in der Saison 2020/21 auf das am Samstag oder Sonntag zur Primetime in Europa stattfindende NHL Europa-Spiel der Woche besonders ein.

Am Samstag um 19.00 Uhr MEZ (live bei blue Sport, NHL.tv) und am Sonntag zur gleichen Zeit (live bei Sport1+, DAZN, NHL.tv) treten im KeyBank Center von Buffalo, New York, die gastgebenden Buffalo Sabres gegen die New Jersey Devils an. Es sind die an diesem Wochenende jeweils ausgestrahlten NHL Europa-Spiele der Woche für die Schweiz (Samstag) bzw. Deutschland und Österreich (Sonntag).
Weiterhin fehlen und nicht zu sehen sein, wird Nico Hischier, der mit seiner Beinverletzung den Devils nicht zur Verfügung stehen wird. Der Schweizer macht zwar Fortschritte und trainiert mittlerweile alleine auf dem Eis, ein Einsatz am Wochenende wäre aber verfrüht. Bei den Sabres wird neben dem deutschsprachigen Trainer Ralph Krueger auch Stürmer Tobias Rieder dabei sein. Der Landshuter hat am Samstag beim 3:2-Erfolg nach Shootout der Sabres gegen die Devils bereits sein drittes Saisontore erzielt. Für Devils-Trainer Lindy Ruff ist es ein Wiedersehen mit seinem langjährigen Team. Er coachte die Sabres 16 Jahre lang von 1997 bis 2013.
Ähnliches: [Tobias Rieder trifft bei nächstem Sabres-Sieg]
DIE SCHLÜSSEL DES SPIELS
1. Positive oder negative Auswirkungen einer arbeitsreichen Zeit
Am Samstag und Sonntag absolvieren beide Teams mit dem Back-to-Back ihre Halbzeit einer intensiven Zeit mit im Durchschnitt mehr als einem Spiel in zwei Tagen. Für die Devils werden es die Partien Nummer 4 und 5 der Serie von sieben Spielen in zwölf Tagen sein, während die Sabres Nummer 5 und 6 der Serie von zehn Begegnungen in 18 Tagen absolvieren. Zwei Tage Pause vom Spielbetrieb gibt es für New Jersey erst wieder am 7. und 8. Februar und für Buffalo am 8. und 9. Februar.
"Es ist ein großartiger Test, um zu sehen, wo wir von Spiel zu Spiel stehen werden", erklärte Devils-Trainer Lindy Ruff am Mittwoch. "Meine Aufgabe ist es, die Trainingszeit und die Eiszeit zu regeln. Ich denke, dass wir gestern in der Lage waren, eine sehr ausgeglichene Eiszeit für elf unserer zwölf Stürmer hinzubekommen, was uns auf lange Sicht helfen wird."
Es gilt also die Kräfte gut einzuteilen und von daher wird dieser Faktor in den zwei Partien sicher nicht zu vernachlässigen sein. Grundsätzlich gibt es für so eine schnelle Abfolge der Spiele in der Diskussion viel Für und Wider. Einerseits steht die körperliche Belastung im Vordergrund, andererseits schätzen die Spieler genauso einen gewissen Spielrhythmus.

NYI@NJD: Hughes trifft im Powerplay ins kurze Eck

2. Geplatzter Knoten bei Eichel könnte Sabres-Offensive entfachen
Buffalos Kapitän Jack Eichel hat am Dienstag gegen die New York Rangers (3:2) sein erstes Saisontor erzielt und am Donnerstag (2:3 OT) gleich ein weiteres nachgelegt. Am Samstag gegen New Jersey erzielte er den entscheidenden Treffer im Shootout zum Sieg. Dies könnte eine Initialzündung für die Offensive der Sabres gegeben haben.
"Ja, es ist eine Erleichterung, eines erzielt und ihn im Netz versenkt zu haben", sagte Eichel, der zuvor sieben Assists in sechs Spielen verzeichnet hatte, am Dienstag. "Wie ich bereits gesagt habe, ist es mein Job in diesem Team, Offensive zu produzieren und Tore zu schießen. Es war gut, heute Abend offensiv etwas bewirken zu können. ... Es war gut zu sehen, dass wir Beiträge von allen Bereichen des Kaders erhalten."
Von den Erfolgserlebnissen könnte nicht nur Eichel selbst, sondern auch Sturmkollege und Torjäger Taylor Hall profitieren, für den bisher nur ein Treffer aus der Auftaktpartie zu Buche steht und mittlerweile acht Spiele nicht getroffen hat.
Auf dieses Duo sollten die Devils daher besonders achten, denn der Angriff der Sabres hat sicher mehr Potenzial als die bisher im Durchschnitt erreichten 2,78 Treffer pro Spiel (19. Platz). Der Wert ist allerdings besser als die 2,25 der Devils (27.).

NYR@BUF: Eichel mit seinem ersten Saisontor

3. Starkes Powerplay der Sabres trifft auf schwache Special Teams der Devils
Sabres-Trainer Krueger war sichtlich begeistert, als seine beiden Powerplay-Formationen am Dienstag zum zweiten Mal in Folge beide zuschlugen. "Wir haben zwei Einheiten, die im Moment gefährlich sind", meinte Krueger. "Das ist wirklich tödlich. Nur sehr wenige Teams haben diese Art von Produktivität von beiden Einheiten."
Die Zahlen untermauern diese Aussage. Die Sabres sind eines von drei Teams mit zehn verschiedenen Spielern, die im Powerplay einen Punkt geholt haben. Nur die Toronto Maple Leafs haben mit zwölf mehr davon.
Buffalo hat bei seinen letzten 18 Powerplay-Gelegenheiten sieben Tore erzielt und damit seine Verwertungsquote auf 28,6 Prozent erhöht. Vor dem Spiel am Sonntag war dies der zehnte Platz in der NHL. In Unterzahl wissen die Sabres bislang noch nicht ganz so zu überzeugen und konnten 80 Prozent abwehren (11. Platz). Allerdings haben sie mit Rieder einen ausgesprochenen Spezialisten für Tore zu dieser besonderen Zeit. Das zeigte er am Dienstag erneut.
Die Devils haben hingegen in beiden Bereichen Nachholbedarf. Mit einem Mann weniger auf dem Eis konnten sie sich in 70,0 Prozent der Fälle schadlos halten. Zugleich der drittletzte Platz in der Liga. Etwas besser, aber auch nicht überzeugend, läuft es in Überzahl mit 13,0 Prozent Erfolgsquote, was gleichbedeutend mit dem 23. Platz ist.
Die Special Teams werden von daher interessant sein zu beobachten. Am Samstag konnten beide Mannschaften eine von fünf Überzahlspiele verwerten.

NYR@BUF: Rieder nimmt Tempo auf und trifft

SABRES GEWINNEN, WENN …
sie ihre offensive Power in der Begegnung durchbringen und so für die entsprechenden Tore sorgen können. Wenn sie es schaffen, die Devils unter Druck zu setzen, dann werden diese Fehler machen, die zu Strafzeiten oder direkt zu Toren führen.
DEVILS GEWINNEN, WENN …
sie sich in ihren Special Teams steigern und andererseits diszipliniert, aber trotzdem konsequent spielen. Sie müssen versuchen, die starke Offensive der Sabres mit fairen Mitteln zu stoppen und ihnen wenig Raum zur Entfaltung zu geben, andererseits selbst viel Zeit in der offensiven Zone zu generieren und damit für Entlastung zu sorgen.