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So schnell kann das im Eishockey gehen. Am vergangenen Donnerstag noch sprachen wir mit Tobias Rieder von den Buffalo Sabres im NHL.com/de-Interview über den bis dato unglücklichen Saisonverlauf, nachdem bis zu diesem Zeitpunkt lediglich eines von vier Saisonspielen gewonnen wurde.

Rieder beklagte damals unter anderem, dass die Sabres in mindestens zwei der bis dahin absolvierten Begegnungen ein besseres Ergebnis, sprich Punkte, verdient gehabt hätten. Fünf Tage später stellt sich die Situation schon deutlich positiver dar.
Am Dienstag siegte Buffalo im heimischen KeyBank Center mit 3:2 gegen die New York Rangers. Dabei überzeugte die Mannschaft nicht nur mit guten Special Teams, auch Rieder selber war zum zweiten Mal in dieser Spielzeit unter den Torschützen. Des Weiteren verbuchte auch Jack Eichel sein erstes Saisontor, was für große Erleichterung sorgte.

NYR@BUF: Rieder nimmt Tempo auf und trifft

Nachdem das vorherige Spiel am Sonntag bei den Washington Capitals mit 4:3 nach Shootout ebenfalls gewonnen wurde, liest sich die Ausbeute der Sabres in der MassMutual East Division von 3-3-1 aktuell deutlich freundlicher. Plötzlich ist die Situation eine ganz andere und es gibt über die Entwicklung viel Positives festzuhalten und zu berichten.
Neben dem persönlichen Erfolgserlebnis für Eichel, war das gegen die Rangers in erster Linie die Tatsache, dass zwei Treffer für die Gastgeber im Powerplay, der von Rieder sogar in Unterzahl, erzielt wurden.
Beim hart erkämpften Erfolg in Washington überzeugte die Überzahl der Sabres bereits mit drei verwerteten Gelegenheiten. Durch die zwei doppelten Punktgewinne hintereinander befinden sie sich im Aufwärtstrend.
"Ja, das ist eine große Erleichterung, einen Treffer gutgeschrieben zu bekommen und die Scheibe endlich hinten im Netz unterbringen zu können", sagte Kapitän Eichel, der zuvor sieben Assists aus sechs Spielen auf der Habenseite verbuchte. "Wie ich schon zuvor gesagt habe, ist es mein Job in diesem Team, die Offensive zu unterstützen und natürlich auch die entsprechenden Tore zu schießen. Es war gut, heute Abend offensiv etwas bewirkt haben zu können. ... Es war gut zu sehen, dass wir Beiträge von allen im Kader bekommen."
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Eichels Treffer zum siegbringenden 3:2 im Mitteldrittel fiel ebenso in personeller Überzahl, wie zuvor der Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 im ersten Spielabschnitt durch Dylan Cozens.
Zwei Mal gingen die Rangers in Führung, doch die Gastgeber zeigten sich weder durch den 0:1, noch durch den 1:2-Rückstand irritiert, spielten ihr Spiel unbeirrt weiter und wurden am Ende dafür belohnt.
Cozens profitierte bei seinem zweiten Saisontreffer in der 13. Spielminute von einem gekonnten Zuspiel von Eric Staal. Dieser sah den Mitspieler in Überzahl freistehen und bediente diesen mit sehr viel Übersicht.

rieder

"Er ist offensichtlich ein sehr intelligenter Spieler", lobte Cozens den Routinier an seiner Seite. "Er findet immer den freien Mann. Ich wusste, sobald der Puck zu ihm kommt, würde er ihn zu mir geben. Es war ein tolles Zuspiel."
Beim Ausgleichstreffer zum 2:2 in der 27. Minute durch Rieder stürmte dieser in Unterzahl über den rechten Flügel, als sich die Zeitstrafe dem Ende nahte. Anschließend verlud er Torhüter Alexandar Georgiev gekonnt.
Durch dieses Erfolgserlebnis steigerte Rieder, der an diesem Abend 15:47 Minuten auf dem Eis stand, seine Saisonbilanz aus den ersten sieben Einsätzen auf zwei Treffer. Schon in der Premiere der Saison 2020/21 am 14. Januar, hatte der Deutsche bei der 4:6-Niederlage gegen die Capitals ein Tor beigesteuert.
Entsprechend zufrieden zeigte er sich nach dem Spiel: "Wir waren heute über weite Phasen des Spiels sehr konzentriert. Das hat mir gut gefallen. Am Ende sind wir leider noch einmal unnötig unter Druck geraten. Das hatten wir uns natürlich völlig anders vorgestellt. Dies gilt es für das nächste Spiel zu verbessern. Für Eichel habe ich mich heute sehr gefreut. Er ist unser Anführer und von daher war es wichtig für uns alle, dass er sein erstes Tor der Saison gemacht hat."
Buffalo überstand die finalen 97 Sekunden, in denen sie sich in Unterzahl befanden und die New Yorker zudem ihren Torhüter für einen weiteren Angreifer vom Eis genommen hatten.

NYR@BUF: Eichel mit seinem ersten Saisontor

"Die aus meiner Sicht herausragenden Dinge heute waren unser Penaltykilling und die Jungs, die wir als unsere defensiven Ankerspieler bezeichnen. Diese Faktoren waren heute entscheidend für den Sieg", resümierte Sabres-Trainer Ralph Krueger.
"Ich bin sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie wir das Spiel erfolgreich beendet haben. Ich denke, wir waren im ersten Drittel weit von unserem besten Eishockey entfernt und wir brauchten ein wenig Zeit, um nach dem gestrigen freien Tag in Fahrt zu kommen. Aber wir haben einen Weg gefunden, durch Charakter und Beharrlichkeit zu gewinnen."
Freuen durfte sich in den Reihen der Sabres auch Verteidiger Rasmus Ristolainen, dem in seinem insgesamt 500. NHL-Spiel ein Assist gutgeschrieben wurde. Zudem lieferte Matt Irwin weiteren Grund für Optimismus. Der Verteidiger kam zu seinem ersten Einsatz in der Liga, stand dabei 17:57 Minuten auf dem Eis und wurde für seine gelungene Premiere ebenfalls mit einer Torvorlage belohnt.
Die nächste Gelegenheit ihren Aufwärtstrend zu untermauern, die bekommen Rieder und seine Kollegen am Donnerstag (7 p.m. ET; NHL.tv; Fr. 1 Uhr MEZ), wenn es an gleicher Stelle erneut gegen die Rangers geht.