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Die Freude bei Spielern und Fans war groß, als die NHL im Sommer verkündete, dass sie ihre Spieler für die Olympischen Spiele 2022 in Beijing freigeben wird. "Das ist das Größte, was du als Sportler erreichen kannst", kommentierte Stürmer Leon Draisaitl die Entscheidung der NHL. "Das gilt für uns NHL-Spieler genauso wie für andere Sportler, da denkt niemand anders, jeder will zu Olympia."

Die teilnehmenden Nationalmannschaften wurden von der IIHF, NHL und NHLPA aufgefordert, jeweils drei NHL-Spielern zu benennen, die sicher zum Kader gehören werden, sofern sie nicht verletzt sind. DEB-Sportdirektor Christian Künast und Bundestrainer Toni Söderholm gaben am Freitag bekannt, dass Draisaitl, Verteidiger Moritz Seider und Torwart Philipp Grubauer Deutschland in China vertreten sollen.
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Draisaitl ist die offensichtliche Wahl als bester deutscher Spieler aller Zeiten und einer der besten Spieler der Welt. 2020 gewann der 25-jährige Center mit 110 Punkten (43 Tore, 67 Assists) die Art Ross Trophy als bester Scorer der Saison, wurde als wertvollster Spieler mit der Hart Memorial Trophy ausgezeichnet, von den Mitgliedern der NHLPA zum herausragendsten Spieler gewählt und mit dem Ted Lindsay Award ausgezeichnet und zum deutschen Sportler des Jahres gewählt.
Vergangene Saison bestätigte er seine Leistungen mit 84 Punkten (31 Tore, 53 Assists) in 56 Spielen als zweitbester Scorer der Liga hinter seinem Teamkollegen Connor McDavid, der für das kanadische Team für die Olympischen Spiele nominiert ist. Draisaitl bringt Schnelligkeit, Technik, Physis und Torgefahr mit und besitzt die Fähigkeit, Spiele in entscheidenden Momenten selbst gegen die besten Gegner im Alleingang zu entscheiden. Der Kölner stand bereits bei fünf Weltmeisterschaften für Deutschland auf dem Eis und erzielte dabei 27 Punkte (9 Tore, 18 Assists) in 33 Spielen. Außerdem gewann er beim World Cup of Hockey 2016 mit Team Europa die Silbermedaille.

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Nicht nur im Angriff, sondern auch zwischen den Pfosten kann die deutsche Nationalmannschaft bei Olympia 2022 mit einem Spieler von Weltklasse glänzen. Grubauer erkämpfte sich von 2012 bis 2018 bei den Washington Capitals eine immer größere Rolle und trug 2018 seinen Teil zum Gewinn des Stanley Cup bei. Nach seinem Wechsel zu den Colorado Avalanche spielte er dort drei Jahre lang eine tragende Rolle und verdiente sich vergangene Saison mit einer Fangquote von 92,2 Prozent, einem Durchschnitt von 1,95 Gegentoren pro Spiel und sieben Shutouts einen Platz unter den drei Finalisten für die Vezina Trophy für den besten Torhüter.
Im Sommer wechselte er als Free Agent zu den Seattle Kraken, wo er zum Fundament eines erfolgreichen Starts des Liganeulings gehören soll. Nach Auftritten bei der Weltmeisterschaft 2014 und 2019 wird Grubauer zum dritten Mal in einem großen Turnier für die deutsche Nationalmannschaft antreten. Grubauer ist ein sicherer Rückhalt, der Stabilität und Ruhe in die Mannschaft bringt und selbst die beste Offensive in Schach halten kann.
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Seider ist in der NHL zwar noch ein unbeschriebenes Blatt, gehört aber ohne jeden Zweifel zu den größten Abwehrtalenten der deutschen Eishockeygeschichte. Der 20-jährige Verteidiger verdiente sich in der Saison 2018/19 mit 17 Jahren bereits einen Platz im Kader der Adler Mannheim, mit denen er am Ende die Meisterschaft feierte. Seine Leistungen brachten ihn aufs Radar der Detroit Red Wings, die ihn in der ersten Runde beim NHL Draft 2019 an sechster Stelle wählten.
Es folgte eine Saison für die Grand Rapid Griffins in der American Hockey League, in der Seider in 49 Spielen 22 Punkte (2 Tore, 20 Assists) verbuchte, obwohl er mit Verletzungen zu kämpfen hatte. In der vergangenen Saison liehen die Red Wings ihn nach Schweden an Rögle BK aus. Dort sammelte er in 41 Partien 28 Zähler (7 Tore, 21 Assists) und wurde zum besten Verteidiger der Saison gewählt. Auf internationaler Ebene vertrat Seider Deutschland bei der WM 2019 und 2021. Bei diesem letzten Auftritt verdiente er sich mit fünf Assists in zehn Spielen den Titel des besten Verteidigers des Turniers und einen Platz im All-Star Team. Seider ist als intelligenter Spieler mit guter Übersicht bekannt, der wenig Fehler in der Defensive macht, körperbetont spielt und gleichzeitig mit Schnelligkeit und guter Technik für offensive Akzente sorgt.
Am 15. Oktober werden die teilnehmenden Nationen eine erweiterte Liste mit möglichen Kandidaten für den Kader bei den Olympischen Spielen bekanntgeben. Der endgültige Kader wird im Januar veröffentlicht. Aus der NHL könnten noch die Stürmer Tim Stutzle und Nico Sturm und Tobias Rieder folgen. Weitere Kandidaten, die bei NHL-Organisationen unter Vertrag stehen, sind die Angreifer Dominik Bokk, Lukas Reichel, JJ Peterka und Marc Michaelis sowie Verteidiger Leon Gawanke.