"Wir haben die Saison noch nicht abgehakt", betonte Center Dylan Larkin, der einer der Hoffnungsträger auf eine bessere Zukunft ist. "Ich denke, es könnte als bedeutungsloses Eishockey gesehen werden, aber wir haben einige junge Spieler nach oben geholt und jeder weiß, wofür er spielt."
Andreas Athanasiou und Larkin sind die ersten Spieler der Red Wings seit der Saison 2008/09, die mindestens 30 Saisontore erzielt haben. Damals waren es so klangvolle Namen wie Marian Hossa (40), Johan Franzen (34), Pavel Datsyuk (32) und Henrik Zetterberg (31), die diese Marke erreichten und am Ende nur knapp in sieben Spielen im Stanley Cup Finale gegen die Pittsburgh Penguins an der Titelverteidigung scheiterten. Es war das letzte große Jahr von Detroit. Zehn Jahre ist das nun schon her.
Ein Name, der eng mit dieser vergangenen Erfolgsperiode in Verbindung steht, ist Chris Chelios. Der kompromisslose Verteidiger war zusammen mit dem Techniker Nicklas Lidstrom die Schaltzentrale der Red-Wings-Defensive von damals. Seit Freitag haben sie in Detroit wieder einen Chelios, nachdem Chris' Sohn Jake Chelios sein NHL-Debüt im bereits fortgeschrittenen Alter von 28 Jahren gab. Doch sollte er so lange spielen wie sein Vater, dann hat er trotzdem noch eine Karriere von 20 Jahren vor sich.
Ähnliches: [Es gibt gute Gründe für viel Motivation]
"Ich denke, er hatte sich diese Chance verdient, nicht nur wegen seinen Leistungen in diesem Jahr in der AHL, sondern auch schon davor", verdeutlichte Trainer Jeff Blashill seine Entscheidung, Chelios auflaufen zu lassen. "Er spielt sehr konstant und hat seine Sache heute gut gemacht. Er hatte Spaß und das ist das Wichtigste, um locker zu sein."
Chelios, der 17:11 Minuten Eiszeit bekam und einen Plus-Minus-Wert von +1 verbuchte, war schon der neunte Spieler von Detroit, der in dieser Saison zu seiner NHL-Premiere kam. Es sind erstmals seit der Saison 2013/14 wieder so viele Neulinge von den Red Wings eingesetzt worden. In der gesamten NHL hatten nur die Devils in diesem Jahr gleich viele Debütanten.
Ein Wermutstropfen für die Gastgeber war, dass der stark haltende Torhüter Jonathan Bernier nach 21 Paraden in der zweiten Drittelpause mit einer Oberkörper-Verletzung in der Kabine bleiben musste. Jimmy Howard ersetzte ihn zwar mit sieben Saves perfekt und brachte die Partie ohne Gegentor über die Zeit, doch erneut ist das Lazarett der Red Wings größer geworden, da nicht klar war, ob Howard am Sonntag bei der schweren Aufgabe zu Hause gegen die Boston Bruins wieder zur Verfügung stehen würde.