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Am Mittwoch machten sich gleich zwei Teams, denen traurige Feiertage drohten, selbst ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk. Sowohl die Detroit Red Wings als auch die New Jersey Devils beendeten Negativserien von sechs Niederlagen in Folge. Die Red Wings schlugen zu Hause in der Little Caesars Arena die Tampa Bay Lightning mit 7:4, die Devils entführten mit einem 4:2 zwei Punkte aus der FLA Live Arena der Florida Panthers.

"Wir haben einen Sieg gebraucht", zeigte sich Devils-Trainer Lindy Ruff erleichtert. "Wir haben während dieser Flaute ein paar wirklich gute Spiele gezeigt, aber keinen Weg gefunden, den Puck im Tor unterzubringen. Aber im dritten Drittel aufs Eis zu kommen und zwei Tore zu schießen, das war wichtig."
Ähnlich wie Detroit sicherte sich Ruff's Team den Erfolg erst im Schlussabschnitt. Trotz eines Powerplaytors von Jesper Bratt (8.) gingen sie mit einem 1:2-Rückstand ins letzte Drittel. Bratt brauchte dann aber keine drei Minuten für den Ausgleich (43.), Yegor Sharangovich schoss auf Vorlage des Schweizer Verteidigers Jonas Siegenthaler das 3:2 (51.) und Tomas Tatar legte einen Empty-Netter nach (60.).

NJD@FLA: Bratt gleicht im ersten Drittel aus

"Das hat gut getan", freute sich Kapitän Nico Hischier über den Sieg. "Wir haben uns das erarbeitet. Wir sind zum zweiten Spiel innerhalb von zwei Tagen spät angekommen und waren auf dem Eis bereit. Das war eine komplette Mannschaftsleistung. Das gibt uns ein gutes Gefühl und bringt uns zurück auf den richtigen Weg."
Die Devils sind das Überraschungsteam der Saison. Nachdem sie in den vergangenen vier Spielzeiten nie besser als auf dem vorletzten Platz der Division abgeschlossen hatten, stellten sie im Oktober und November mit einer Serie von 13 Siegen in Folge den Franchise-Rekord ein. Danach folgten sieben Spiele mit einer guten Bilanz von 5-1-1, doch in den vergangenen beiden Wochen holten sie in sechs Spielen einen mageren Punkt. Dadurch verloren sie die Tabellenführung in der Metropolitan Division an die Carolina Hurricanes. Dank des Siegs gegen die Panthers sind sie mit 46 Zählern (22-9-2) wieder punktgleich mit ihnen, haben aber auch ein Spiel mehr bestritten.

NJD@FLA: Sharangovich zur Führung im dritten Drittel

Für die Red Wings geht es nicht um die Spitzenplätze, doch die erste Teilnahme an den Stanley Cup Playoffs seit 2016 ist in Reichweite. Am 6. Dezember standen sie mit 31 Punkten noch auf dem dritten Platz der Atlantic Division. In den nächsten sechs Partien kamen aber nur zwei Punkte durch Niederlagen nach Verlängerung hinzu, so stürzten sie aus den Playoff-Rängen. Der Sieg gegen die Lightning lässt aber wieder Hoffnung aufkommen.
"Ich bin glücklich mit dem Ergebnis, weil jeder, der uns während dieser Durststrecke spielen gesehen hat weiß, dass wir besser waren, als die Bilanz von 0-4-2 vermuten lässt", erklärte Trainer Derek Lalonde. "Wir sind in den vergangenen Spielen drei oder vier Mal mit einem Gleichstand ins letzte Drittel gegangen, konnten das Spiel aber nicht nach Hause fahren. Heute haben wir das geschafft."

TBL@DET: Larkin schießt vom Bullypunkt und trifft

Es war aber kein leichter Sieg für Detroit. Die Lightning gaben die ersten elf Torschüsse des Spiels ab und hatten im ersten Drittel eine zweiminütige doppelte Überzahl. Trotzdem endete das erste Drittel mit 2:2. Als besonders effektiv erwies sich die aus der Not geborene Reihe von Dylan Larkin, Michael Rasmussen und David Perron. Da Center Larkin aufgrund einer Handverletzung keine Bullys spielen konnte, rückte er nach außen und Rasmussen übernahm den Platz in der Mitte. Perron (1 Tor, 2 Assists) und Larkin (2 Tore, 1 Assists) lieferten je drei Punkte, Rasmussen war mit zwei Toren und zwei Assists der Mann des Spiels. Die Reihe erzielte drei der vier Tore der Red Wings im Schlussabschnitt. Der Schweizer Stürmer Pius Suter steuerte einen Assist bei, der deutsche Verteidiger Moritz Seider blieb ohne Punkt.

TBL@DET: Point jagt den Puck zum 1:0 unter die Latte

"Das hat sich wie ein Playoff-Spiel angefühlt, genau wie das Spiel am Montag gegen Washington", ließ Larkin wissen. "Das ist ein Team, das drei Mal in Folge Conference Champion war und zwei Mal hintereinander den Stanley Cup geholt hat. Wir sind ein junges Team, da bin ich stolz auf die Art und Weise, wie wir gegen sie gespielt haben."
Dank des hart erarbeiteten Siegs liegen die Red Wings nur drei Punkte hinter der zweiten Wildcard in der Eastern Conference. Bevor es in die Pause über die Feiertage geht, wird Detroit die Gelegenheit haben, weitere Punkte zu holen, wenn es am Freitag auswärts gegen die Ottawa Senators geht (7 p.m. ET; NHL.tv; Sa. 1 Uhr MEZ). Die Devils können ebenfalls wichtige Punkte holen, wenn sie zum Spitzenduell die Boston Bruins empfangen (7 p.m. ET; NHL.tv; Sa. 1 Uhr MEZ), die die gesamte NHL anführen.