DET 4, CBJ 2

Trainer Derek Lalonde von den Detroit Red Wings hat zuletzt immer wieder betont, wie wichtig ein guter Start in eine Partie ist, wenn man am Ende als Sieger vom Eis gehen will. Am Sonntag beherzigten seine Schützlinge diesen Ratschlag. Mit einem starken ersten Drittel schufen sie die Grundlage für den 4:2-Auswärtserfolg gegen die Columbus Blue Jackets in der Nationwide Arena. Zugleich gelang den Red Wings eine Trendwende. Die drei vorangegangenen Auftritte hatte die Mannschaft allesamt verloren.

"Es war ein richtig guter Beginn von uns. Genauso hatten wir uns das vorgenommen. Selbst als der Gegner zurückkam, verfügten wir noch über genügend Energie, um im weiteren Verlauf dagegenzuhalten und auf 4:2 zu stellen", betonte Torhüter Ville Husso. Mit 32 Paraden leistete der Schlussmann einen wesentlichen Beitrag zum doppelten Punktgewinn.

Durch Tore von Austin Czarnik (7.) und Dominik Kubalik im Powerplay (18.) lagen die Gäste aus Detroit nach 20 Minuten mit 2:0 vorne. "Wir wollten einen heißen Start hinlegen. Das ist uns gelungen", meinte der Schütze des Führungstreffers.
Mit dem 3:0 (28.) durch Lucas Raymond bei einer 5-gegen-3-Überzahl schien die Vorentscheidung gefallen. Doch die Blue Jackets wollten sich nicht so einfach geschlagen geben und verkürzten den Rückstand in der Folge auf ein Tor. Andrew Copp beruhigte schließlich die Gemüter auf der Bank der Red Wings mit dem 4:2 (47.). In den verbleibenden Minuten ließ Detroit nichts mehr anbrennen.

DET@CBJ: Copp baut Red Wings' Führung im 3. aus

"Als es im letzten Drittel nur noch 3:2 für uns stand, war das schon nervenaufreibend für uns als Trainerstab", räumte Coach Lalonde freimütig ein. Doch seine Mannen behielten in der Druckphase der Einheimischen einen klaren Kopf. "Nach dem Anschlusstreffer hatten wir sechs, sieben gute Minuten. Durch den vierten Treffer konnten wir uns entscheidend absetzen. Das war auch ein Zeichen dafür, dass wir reifer geworden sind. Ich bin mir nicht sicher, ob wir eine solch schwierige Situation in der Vergangenheit auf diese souveräne Weise gelöst hätten", fügte er hinzu.
Schwerstarbeit musste einmal mehr Moritz Seider verrichten. Der Blueliner kam auf eine Einsatzzeit von 22:47 Minuten, davon 4:00 im Penalty Killing. Zu gefallen wusste auch Angreifer Pius Suter, obwohl er ohne Scorerpunkt blieb. Mit fünf Torschüssen war er der schussfreudigste Akteur seiner Mannschaft an diesem Abend.
Für die Special Teams hatte Lalonde ein Sonderlob parat. "Wir sind auf unser Powerplay angewiesen, vor allem wenn wir bei 5 gegen 5 in der Offensive mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben", sagte er. Die beiden Tore in Überzahl hätten diesmal den Unterschied gemacht.
Mit dem Sieg in Columbus gaben die Red Wings gaben die Red Wings die passende Antwort auf die tags zuvor erlittene 1:4-Heimniederlage gegen die Vegas Golden Knights. "Dafür zolle ich den Jungs wirklich Respekt. Das ist Kopfsache. Ich weiß nicht, wie viele Mannschaften in der Liga wie wir eine 3-0-Bilanz in Back-to-Back-Spielen vorweisen können", hob Lalonde hervor.

Husso vs CBJ

Goalie Husso zeigte sich ebenfalls erfreut über die prompte Reaktion auf die Heimpleite gegen Vegas. "So etwas ist nie leicht. Du spielst gestern zu Hause und verlierst ein Spiel, das du unbedingt gewinnen wolltest. Dann fliegst du hierher und musst um 18 Uhr schon wieder ran. Das sagt viel aus über die Haltung der Jungs und dass sie immer bereit sind", ließ er verlauten.
Nach dem Erfolg gegen die Blue Jackets haben die Red Wings nunmehr 29 Zähler (12-7-5) aus 24 Partien auf dem Konto. Damit stehen sie in der Atlantic Division an vierter Position in der Tabelle.
Detroit setzt seinen Roadtrip in dieser Woche mit drei Begegnungen fort. Nächster Kontrahent sind am Dienstag in der Amalie Arena die Tampa Bay Lightning (7 p.m. ET; NHL.tv; Mi. 1 Uhr MEZ). Es folgen Gastspiele bei den Florida Panthers am Donnerstag (7:30 p.m. ET; NHL.tv; Fr. 1:30 Uhr MEZ) und den Dallas Stars am Samstag (2 p.m. ET; NHL.tv; 20 Uhr MEZ).
Angreifer Czarnik ist sich bewusst, was ihm und seinen Teamkollegen bevorsteht. "Jetzt geht es gegen drei unheimlich starke Gegner. Wir müssen daher versuchen, an unsere Leistung von heute anzuknüpfen", sagte er vor der Abreise aus Columbus.