„Wenn man zurückblickt, dann gab es Phasen, in denen wir zu unserem Spiel gefunden haben. Das Problem war, dass wir Wege gefunden haben, Spiele zu verlieren“, rang Kapitän Gabriel Landeskog nach einer Erklärung. „In der regulären Saison sowie in der Ersten und Zweiten Runde der Playoffs war das noch genau das Gegenteil. Auch wenn wir nicht unser bestes Spiel gebracht haben, konnten wir Wege finden, zu gewinnen. Ein gutes Hockey-Team wie die Golden Knights lassen dich für deine Fehler bezahlen.“
Verteidiger Devon Toews (0-3-3, -3) tat sich ohne Nebenmann Makar (0-0-0) sichtlich schwer. Sam Malinski (0-0-0, -4), der für Makar in der ersten Reihe einsprang, war mit dieser Rolle überfordert. Abgesehen von Kapitän Gabriel Landeskog (3-0-3) kam von der ersten Reihe mit MacKinnon (0-2-2, -2) und Martin Necas (0-2-2, -3) zu wenig. Stürmer wie Brock Nelson (0-0-0, -4), Artturi Lehkonen (0-0-0, -1), Nicolas Roy (0-0-0, -5) und O’Connor (0-0-0, -3) tauchten komplett ab und blieben allesamt ohne einen einzigen Scorerpunkt.
„Kein einziger Spieler war gut genug, wirklich kein einziger in der ganzen Serie“, legte O’Connor den Finger in die Wunde.
Überhaupt blieb die zuvor gefürchtete Avalanche-Offensive angesichts von durchschnittlich 1,75 Toren/Spiel im Western Conference Finale blass. Gleiches gilt für das Powerplay (10 Prozent). Das Überzahl-Spiel war schon in der regulären Saison Colorados Achillesferse gewesen (17,1 Prozent) und blieb auch in der Ersten Runde der Playoffs (9,1 Prozent gegen die Los Angeles Kings) blass.
In Golden Knights-Goalie Carter Hart (2,22 Gegentore/Spiel, 92,4 Prozent Fangquote) fand die Avalanche ihren Meister. Hinzu kam, dass Colorado mit dem harten Checking-Game von Vegas kaum zurecht kam. 130 Checks ließen die Golden Knights in vier Spielen auf die Avalanche einprasseln.
„Ich glaube, es liegt an ihrem Checking-Game, und ich fand, dass Carter Hart zeitweise eine unglaubliche Serie hingelegt hat“, so Avalanche-Trainer Jared Bednar. „Ihre Mannschaft hat es uns extrem schwer gemacht, gute Torchancen zu kreieren, und wenn wir es doch geschafft haben, hat er die Pucks gehalten.“
Was für die Zukunft optimistisch stimmt
Schlüsselspieler wie MacKinnon (30 Jahre alt, Vertrag bis 2031), Landeskog (33, bis 2029), Necas (27, bis 2034), Nichushkin (31, bis 2030), Nelson (34, bis 2028), Nazem Kadri (35, bis 2029) und Toews (32, bis 2031) stehen noch langfristig unter Vertrag; Makar (27, bis 2027), Lehkonen (30, bis 2027) und Roy (29, bis 2027) zumindest noch in er kommenden Saison 2026/27. Colorado wird also voraussichtich auf denselben Kern bauen.