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Die Vegas Golden Knights haben im Western Conference Finale 2026 die Colorado Avalanche gesweept, gewinnen die Clarence S. Campbell Bowl als Gewinner der Western Conference und ziehen zum dritten Mal in ihrer neunjährigen Franchise-Geschichte ins Stanley Cup Finale ein. In Spiel 4 am Dienstagabend in der T-Mobile Arena setzten sich die Golden Knights mit 2:1 gegen die Colorado Avalanche durch und gewann damit alle Vergleiche in dieser Best-of-7-Serie.

Aufstellung: MacKinnon und Makar dabei - Nichushkin verletzt

Vegas-Trainer John Tortorella vertraute nach dem 5:3-Heimsieg in Spiel 3 auf dieselbe Aufstellung und nahm keinerlei personelle Veränderungen vor. Im Tor startete demnach auch im 16. Playoff-Spiel in Folge Carter Hart (20 Saves, 95,2 Prozent Fangquote).

Colorados Headcoach Jared Bednar konnte auf die angeschlagenen Schlüsselspieler Nathan MacKinnon und Cale Makar zurückgreifen, doch fiel Power Forward Valeri Nichushkin verletzt aus. Für ihn rotierte Joel Kiviranta in den Angriff. Außerdem tauschte Bednar den Torwart und gab Mackenzie Blackwood (24 Saves, 92,3 Prozent Fangquote) den Start anstelle von Scott Wedgewood.

Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Vegas Golden Knights und den Colorado Avalanche

1. Drittel: Stone bricht den Bann

In einem recht ausgeglichenen ersten Drittel (9:8 Torschüsse) brachen die Golden Knights bereits nach 4:42 Minuten den Bann: Mark Stone verarbeitete einen langen Pass von Brayden McNabb an der blauen Linie, startete einen Alleingang, trat kurz vor der blauen Farbe voll auf die Bremse und schob zum 1:0 ein (5.).

„Das war auf jeden Fall ein großartiger Pass von ‚Nabber‘“, freute sich Stone. „Es war ein perfekter Konter, den Shea (Theodore) auf ihn gespielt hat. Ich konnte mich hinter die Abwehr schieben. Er hat mir den Puck genau in den Lauf gespielt. Ich musste nicht einmal meinen Lauf unterbrechen. Ich musste ihn nur fangen, ihn auf den Boden bringen und zum Tor ziehen. Ich erkenne meine Chancen, und wenn sich eine Gelegenheit bietet, habe ich noch etwas in petto, um durchzustarten. Das war genau so eine Gelegenheit. Ich gewinne zwar nicht besonders viele Rennen, aber ich glaube, dass ich mir Wege bahnen kann, um in solche Positionen zu kommen. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ich in meiner Karriere schon einige Alleingänge hatte. Das sind wichtige Treffer in entscheidenden Momenten. Solche Chancen muss man nutzen. Man muss sie nutzen. Wenn man mit einer Führung spielen kann, macht das diese Spiele viel einfacher.“

„Ich sehe, wie er kurz zuvor zu ‚Stoney‘ schaut, und denke mir: ‚Werf ihn rüber, da ist keine Lücke, werf ihn rüber‘, und er wirft den Puck rüber, und schon ist es ein Alleingang“, erinnert sich Verteidiger Rasmus Andersson an die Szene. „Ich habe gesehen, dass sie alle da draußen überrumpelt waren. Dass er in Spiel 3 zurückgekommen ist und uns heute auf die Anzeigetafel gebracht hat - das ist doch fast wie der Siegtreffer, oder?“

COL@VGK, WCF, GM 4: Stone startet einen Alleingang, tritt auf die Bremse und trifft zum 1:0

2. Drittel: Blackwood rettet mit Monster Saves

Zu Beginn des zweiten Durchgangs konnte die Avalanche sein einziges Powerplay an diesem Abend nicht nutzen (0/1), während Vegas daraufhin den Druck erhöhte (11:6 Torschüsse).

Im Powerplay hatten die Golden Knights den Torschrei gleich zweimal auf den Lippen, doch beide Male rettete Colorados Torwart spektakulär gegen Pavel Dorofeyev: Erst mit einer ausgefahrenen Beinschiene am linken Eck (35.), Sekunden später mit einer hochschnellenden Fanghand am rechten Eck (36.). Somit blieb auch Vegas ohne Überzahltreffer (0/2).

3. Drittel: Smith fälscht zum Siegtreffer ab

Im Schlussabschnitt blieb die große Schlussoffensive einer sichtlich angeschlagenen Avalanche aus (8:9 Torschüsse). Stattdessen erhöhten die Golden Knights auf 2:0, als sich Cole Smith im Slot in Stellung brachte und einen Flachschuss von Verteidiger Dylan Coghlan mit der Kelle durch die Beine von Blackwood ins Ziel lenkte (55.).

„Genau so kommt man in den Playoffs weiter, mit den Spielern aus der dritten und vierten Reihe, mit den Verteidigern Nummer fünf und sechs“, freute sich Tortorella. „Das sind sehr wichtige Bausteine, wenn man diese Serie durchsteht. Ich freue mich für ‚Smitty‘, denn ich wollte ihn eigentlich schon umbringen, weil er so viele Strafen kassiert hat. Deine Stars sind eben deine Stars, aber um weiterzukommen und in die Situation zu gelangen, in der wir jetzt sind, müssen diese anderen Spieler ihre Leistung bringen, und das haben sie getan.“

SWEEP NACH VEGAS-ART

Ein Traum wird Wirklichkeit: Golden Knights gewinnen das Western Conference Finale nach Las-Vegas-Art

Colorado zog Blackwood für einen zusätzlichen Stürmer und schöpfte neue Hoffnung, als Gabriel Landeskog mit dem Schlägerschaft einen Schuss von Martin Necas zum 1:2 ins Tor tippte (58.). Mehr aber sollte der Avalanche nicht mehr gelingen.

„Phänomenal! ‚Hartsy‘ hat in dieser ganzen Serie, ja eigentlich in den gesamten Playoffs, eine fantastische Leistung gezeigt“, lobte Marner seinen Schlussmann. „Er hat in all diesen Spielen einige großartige Paraden gezeigt, auch heute Abend. Wieder einmal ein Wahnsinnsspiel von ‚Hartsy‘!“

Landeskog: „Da ist Leere“

Damit stehen die Vegas Golden Knights als erster Teilnehmer des Stanley Cup Finals 2026 fest. Für die Colorado Avalanche ist die Saison 2025/26 beendet.

„Da ist Leere. Das ist es immer, egal ob man in sieben, sechs, fünf oder vier Spielen verliert“, so Avalanche-Kapitän Landeskog. „Es ist ein Gefühl der Leere. Ja, das ist echt ätzend. Anders kann man es nicht sagen.“

„Ja, es ist hart“, stimmte Makar mit ein. „Ich glaube, manchmal waren wir an manchen Stellen nicht ganz bei der Sache, aber insgesamt hatte ich trotzdem das Gefühl, dass wir genug getan haben, um die zusätzliche Balance zu finden, die wir brauchen.“

COL@VGK, WCF, GM4: Cole Smith lenkt einen Coghlan-Schuss durch die Beine zum 2:0 ab

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