Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Vegas Golden Knights und den Colorado Avalanche

Die Vegas Golden Knights betreten in Kürze die größte Bühne im Eishockey: das Stanley Cup Finale. Wie für Las Vegas üblich unternahmen die Golden Knights diesen Schritt mit einem großen, lauten und bunten Knall - ein Sweep im Western Conference Finale gegen den Presidents‘ Trophy-Gewinner Colorado Avalanche, der am Dienstagabend in der T-Mobile Arena mit einem 2:1-Heimsieg in Spiel 4 perfekt gemacht wurde.

Marner kann es kaum fassen

„Das ist etwas ganz Besonderes“, strahlte Vegas-Stürmer Mitch Marner. „Davon hat man natürlich schon als Kind geträumt. Ich freue mich riesig darauf. Aber die Arbeit geht natürlich weiter.“

Marner wechselte erst im Sommer von den Toronto Maple Leafs zu den Golden Knights und steht jetzt erstmals in seiner Karriere in einem Stanley Cup Finale. „Man hofft immer darauf und hat jederzeit Vertrauen in die Mannschaf. Man vertraut jedem, der auf das Eis geht. Ich finde, das Tolle daran ist, dass wir es Spiel für Spiel angegangen sind. Wir haben nicht nach vorne geschaut. Wir haben nicht vorausgedacht. Wir wussten, dass es ein harter Kampf werden würde, und das war es auch“, so der 29-jährige Kanadier. „Wir wussten, dass dieses Spiel das schwerste werden würde. Wir wussten, dass wir gegen eine verdammt starke Mannschaft auf der anderen Seite standen, ein Team mit viel Talent und viel Kampfgeist, das sich nicht so leicht geschlagen geben würde. Ich glaube, wenn man sich das ganze Spiel ansieht, war es ein echter Kraftakt.“

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Tortorella lobt den Arbeitseifer

Ein Kraftakt, in dem Vegas 29 Checks fuhr, 14 Schüsse blockte, 54,7 Prozent der Faceoffs gewann und 26:21 Torschüsse abgab.

„Wir haben uns die Seele aus dem Leib gekämpft“, lobte Golden Knights-Trainer John Tortorella. „Das ist es, was mir besonders auffällt. Und genau so gewinnt man in dieser Liga: durch Checking. Wenn ich von Checking spreche, meine ich nicht Bodychecks, sondern Checking, also am Puck zu sein, die Zweikämpfe zu gewinnen, die Lücken zu schließen. Checking - unter diesem Begriff gibt es wahrscheinlich 30 verschiedene Aspekte, über die man sprechen könnte. Es war mit Abstand unser bestes Spiel.“

Für den Glamour sorgten Kapitän Mark Stone (5.) und Viertreihen-Stürmer Cole Smith (55.) mit einem frühen und einem späten Tor. Die Avalanche kam kurz vor Schluss noch einmal auf 1:2 heran kam (Gabriel Landeskog, 58.), doch der Sieg war den Golden Knights nicht mehr zu nehmen.

„Als ich auf dem Eis stand und den Puck hinter mir sah, als noch drei Sekunden zu spielen waren, dachte ich nur: ‚Wir haben sie gerade gesweept‘“, erinnert sich Vegas-Verteidiger Rasmus Andersson an den Moment, als aus dem Traum Realität wurde. „Da wurde mir das erst richtig bewusst: Wir kommen ins Finale. Man versucht, ganz im Hier und Jetzt zu bleiben. Man will nicht zu weit vorausdenken. Man versucht, im Moment zu bleiben. Aber das ist schwer, oder? Aber ich glaube, wir haben das gut hinbekommen. Man merkt, dass viele der Jungs hier schon mal etwas gewonnen haben.“

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Vegas mit viel Ruhe und Erfahrung

Genau in dieser Ruhe liegt für die Golden Knights die Kraft. Egal ob ein 0:1-Rückstand in Spiel 2 oder ein 0:3-Rückstand in Spiel 3 - Vegas blieb ruhig und fand immer wieder eine Lösung, um den Sweep perfekt zu machen. In den Stanley Cup Playoffs 2026 kommen die Jungs aus „Sin City“ auf sechs Comeback-Siege, vier davon im dritten Drittel.

„Wir bleiben einfach extrem ruhig und sind bereit für diese Momente“, glaubt Marner. „Das ist etwas, das man auch gerne bei seinem Team sieht, etwas, das man beibehalten möchte.“

So ist es kein Zufall, dass die Golden Knights schon in der Ersten Rune gegen den Utah Mammoth (4:2) und in der Zweiten Runde gegen die Anaheim Ducks (4:2) ihr bestes Spiel der Serie im jeweils letzten Auftritt hatten - so auch im Western Conference Finale gegen Colorado (4:0).

„Wir sind im Laufe der Runden immer besser geworden, aber das heutige Spiel war unsere beste Checking-Leistung“, attestierte Tortorella. „Das ist eine verdammt gute Eishockeymannschaft, gegen die wir da gespielt haben, und ‚Bedsy‘ (Avalanche-Trainer Jared Bednar) ist ein verdammt guter Trainer. Er hat da ein großartiges Team. Ich war sehr nervös. Wir wussten, wie wir spielen mussten. Ich fand, es war unser bestes Spiel.“

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Nur gucken, nicht anfassen!

An dessen Ende der verdiente Lohn stand: NHL-Vize-Commissioner Bill Daly wartete nach dem Handshake beider Mannschaften mit der Clarence S. Campbell Bowl auf, die Vegas aber nicht anfassen wollte.  

„Unser oberstes Ziel ist es, den anderen Pokal gewinnen. Wir wollen den Stanley Cup holen“, erklärte Kapitän Stone. „Das ist das oberste Ziel. Das ist der Grund dafür. Wir wollen noch vier weitere Siege einfahren. Ich bin auf jeden Fall zufrieden mit dem, was wir bisher erreicht haben. Ich bin auf jeden Fall zufrieden mit unserer aktuellen Situation. Wir haben uns in eine Position gebracht, in der wir letztendlich um den Titel kämpfen können. Ich könnte nicht zufriedener mit den Jungs sein, könnte nicht stolzer sein. Wir werden es auf jeden Fall genießen und uns dann sofort wieder an die Arbeit machen.“

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Beim Einzug ins Stanley Cup Finale 2018 hatten die Golden Knights die Bowl angefasst und daraufhin gegen die Washington Capitals verloren (1:4). Fünf Jahre später, beim Einzug ins Stanley Cup Finale 2023, berührte Vegas den Pokal nicht und kürte sich wenige Tage später zum ersten Mal in ihrer Geschichte zum Stanley Cup Champion (4:1 gegen die Florida Panthers).

Ein gutes Omen also für das Finale 2026? Nach dem Sweep gegen die Avalanche haben die Golden Knights nun ein paar Tage Zeit, um zu regenerieren und leichte Verletzungen auszukurieren. Der Final-Gegner ist entweder die Carolina Hurricanes oder die Montreals Canadiens. In der Best-of-7-Serie des Eastern Conference Finals 2026 steht es 2:1.

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