Dass die Islanders überhaupt so lange im Rennen bleiben würden, hatte vor der Saison wohl keiner erwartet. Das Management versuchte mit einem Trainerwechsel noch einmal, das Ruder herumzureißen, doch ein positiver Effekt blieb aus. Ein klarer Aufwärtstrend auf Long Island ist klar zu erkennen. Sobald die Enttäuschung über das knappe Scheitern verdaut ist, können die New Yorker positiv in die Zukunft blicken.
Die Gründe für das Aus
Dein Einbruch passierte vor gerade einmal dreieinhalb Wochen. Am 18. März rangierten die Islanders noch mit 83 Punkte auf Platz drei der Metropolitan Division. Seitdem aber konnte das Punktekonto nur noch um acht Zähler aufgestockt werden, denn aus den folgenden 13 Partien gelangen nur noch vier Siege (4-9-0; 30,8 Prozent der Punkte). Während bei New York also das Gaspedal klemmte, musste es schmerzlich mit anschauen, wie die Konkurrenz nach und nach überholte und davonzog.
Am 5. April setzte General Manager Mathieu Darche einen neuen Impuls, feuerte Headcoach Patrick Roy und ersetzte diesen mit seinem Wunschtrainer Pete DeBoer. Doch ein Trainerwechsel-Effekt stellte sich nicht ein. Unter Roy (42-31-5; 57,1 Prozent der Punkte) hatten die Islanders mehr Erfolg als in der kurzen Zeit unter DeBoer (1-2-0; 33,3 Prozent der Punkte).
Vielleicht war die Anzahl der Siege (43) auch ein wenig trügerisch, denn 14 davon passierten erst nach der regulären Spielzeit. New York war brutal stark in der Overtime, denn nach 60 Minuten wurden gerade einmal 29 Spiele gewonnen, was ligaweit einen geteilten 17. Rang (gleichauf mit den New Jersey Devils, die die Playoffs krachend verpasst haben) bedeutet. 27 Siege passierten nur mit einem Tor Unterschied - kein Team kommt in dieser Kategorie auf einen höheren Wert.
Auf der Suche nach den Gründen für das Aus sticht die schwächelnde Offensive ins Auge. Mit im Schnitt 2,81 Toren/Spiel (25.), einer Powerplay-Erfolgsquote von 16,7 Prozent, 145 Treffern bei 5-gegen-5 (27.), 440 Stürmer-Punkten (26.) und 188 Stürmer-Toren (T-25.) drückte der Schuh vor allem vorne. Von den 40 Verteidiger-Toren erzielte alleine Matthew Schaefer 21. Abgesehen von ihrem Shootingstar kam also auch zu wenig Unterstützung von der blauen Linie.