Hinzu kamen schwache Special Teams: Die Flyers stellten mit 16,1 Prozent Erfolgsquote das zweitschlechteste Powerplay in der NHL und hatten mit 75,1 Prozent im Penalty Killing das achtschlechteste Unterzahlspiel. Zu wenige Schüsse (29,1 pro Partie, Rang 26) und eine schwache Quote im Faceoff-Kreis (45,8 Prozent gewonnene Bullys, Platz 29) waren ebenfalls keine Hilfe für eine erfolgreichere Saison.
Das galt übrigens auch für die Torhüter: Starter Carter Hart (90,9 Prozent Fangquote) strahlte zu wenig Sicherheit aus und wurde von seinen beiden schwedischen Backups Felix Sandstrom (88,2 Prozent) und Samuel Ersson (89,8 Prozent) kaum herausgefordert.
Schwächephasen im November und Februar
Auch schien Philadelphia am Ende der Spiele die Luft auszugehen. So hatten die Flyers nur drei Comeback-Siege im dritten Drittel in der gesamten Saison. Nur die Calgary Flames haben hier einen schlechteren Wert (1). Nach der regulären Spielzeit, also nach 60 Minuten, konnte Philadelphia nur drei von 16 Partien gewinnen (18,8 Prozent), was einen Liga-Negativwert darstellt. Insbesondere die Overtime-Statistik war ernüchternd (ein Sieg, zwölf Niederlagen, 7,7 Prozent Siegquote).
Probleme hatten die Flyers auch innerhalb ihrer eigenen Staffel: Gegen Konkurrenten aus der Metropolitan Division konnte Philadelphia nur sechs Vergleiche gewinnen (6-11-6). Viel zu wenig, um einen der Top-3-Plätze zu erreichen, doch auch die Wildcard-Ränge gerieten angesichts einen 16-22-8-Bilanz in der Eastern Conference in weite Ferne.
Die Weichen für ein Saisonende nach der Hauptrunde wurden wohl schon in einem schwachen November gestellt: In diesem Monat verloren die Flyers zehn Spiele in Serie (0-7-3) mit 20:44 Toren und verheerend-schwachen Special Teams (6,9 Prozent im Powerplay; 59,3 Prozent im Penalty Killing). In dieser Phase sprach auch Tortorella Klartext, ging hart mit seiner Mannschaft ins Gericht und blaffte markige Worte wie "We Suck!" (deutsch: "Wir sind miserabel") in die Mikrofone. Eine niederschmetternde Schwächephase erlebten die Flyers auch nochmal im Februar mit nur zwei Siegen aus zehn Spielen in diesem Monat (2-7-1, 18:40 Tore).
Ein Schweizer im Talentepool
Was Philadelphia Hoffnung auf eine bessere Zukunft macht, ist, dass die jungen Spieler wie Verteidiger Cam York (22) oder Stürmer wie Joel Farabee (23) und Morgan Frost (23) noch nicht am Ende ihrer Entwicklung stehen und eine Menge Steigerungspotenzial mitbringen.