Nach einem durchschnittlichen ersten Abschnitt in Spiel 3 folgte ein schwaches Mitteldrittel. "So wie wir aus der Kabine gekommen sind, hat mir unser erstes Drittel gefallen", fasste Pavelski die ersten 20 Minuten zusammen. "Wir hatten viel Energie. Sie haben ein bisschen von unseren Puckverlusten profitiert. Das sollte unser Spiel vom ersten zum zweiten Drittel nicht so verändern, wie es das getan hat."
Auch Trainer Rick Bowness sah einen guten Start seines Teams, der nicht belohnt wurde. "Im ersten Drittel haben wir viele Chancen generiert, aber manchmal kannst du einfach nur den Hut vor dem gegnerischen Torwart ziehen. Er hat, besonders im Powerplay, viele gute Paraden gezeigt."
Bereits nach den ersten 20 Minuten lagen die Stars mit 1:2 zurück, doch der Mittelabschnitt war der Genickbruch. Bereits 54 Sekunden nach dem Eröffnungsbully zum zweiten Drittel stellte Victor Hedman auf 3:1. Zwei weitere Treffer folgten und entschieden das Spiel.
Für Pavelski ist die Aufgabenstellung klar. "Jetzt geht es darum zu unserem Spiel zurückzufinden", blickte der Veteran voraus und stellte direkt im Anschluss fest, dass das "für eine längere Phase" notwendig sein wird. "Wir haben noch nicht das Level erreicht, dass wir erreichen können," war seine Quintessenz nach der Niederlage. Besonders die Strafzeiten ärgerten Pavelski.
Disziplin als Faktor
Besonders in der zweiten Partie der Serie scheiterten die Stars an den Special Teams. Zwar traf Pavelski selbst in Überzahl, doch die Lightning schlugen schon im ersten Abschnitt doppelt zu und stellten mit zwei Powerplay-Treffern auf 2:0. Auch der 3:1-Treffer von Victor Hedman am Mittwoch fiel bei numerischer Überlegenheit Tampa Bays.
Bis in das Finale waren die Special Teams ein wichtiger Faktor für Dallas. Die Stars stehen trotz der drei Gegentreffer in Unterzahl noch bei einer Quote von 82,1 Prozent. "Die Special Teams sind immer wichtig. Auf dem bisherigen Weg waren sie für uns großartig", resümierte Pavelski. Der erfahrene Angreifer, der in seinen zweiten Stanley Cup Finals erstmals den Titel holen möchte, weiß aber auch, dass undisziplinierte Aktionen schnell in Problemen enden können. Insbesondere dann, wenn diese sich häufen. "Über einen Abend verteilt können wir zwei, drei, vier Strafen überstehen, aber wenn du ihnen drei hintereinander gibst, dann fühlen sie es und finden einen Weg. Daraus hat Tampa Bay Selbstvertrauen gezogen."