Die Chicago Blackhakws haben ihre Punkteserie mit dem fünften Sieg im sechsten Spiel (5-0-1) ausgebaut und am Mittwochabend im United Center die Calgary Flames mit 5:2 bezwungen. Hauptdarsteller war einmal mehr Superstar Connor Bedard (3-0-3), der seinen zweiten NHL-Hattrick perfekt machte.
Drei Tore, die Spaß machen
„Das hat Spaß gemacht“, freute sich Bedard, der zu den heißesten Spielern in dieser Saison zählt: In seinen letzten elf Spielen markierte er elf Tore und 22 Punkte (11-11-22), darunter auch sein erster Hattrick am 28. Oktober gegen die Ottawa Senators (3-1-4). „Wir sind natürlich noch früh in der Saison, aber diese 19 Spiele haben einfach Spaß gemacht. Wir sind fest entschlossen, da rauszugehen und zu gewinnen. Selbst heute, als wir sie ins Spiel haben zurückkommen lassen, was eine Mannschaft demotivieren kann, sind wir da wieder rausgegangen und haben Tore geschossen. Wir sind einfach sehr entschlossen, haben Spaß zusammen, lieben uns und spielen füreinander. Das sagt viel aus.“
Diese Leichtigkeit und Liebe zum Spiel war Bedard bei seinem Dreierpack auch anzusehen: Beim 2:0 chippte Sam Rinzel den Puck im hohen Bogen aus der eigenen Zone vor das gegnerische Tor. Bedard sprintete hinterher und tippte die Scheibe einhändig mit der Rückhand durch die Beine von Flames-Goalie Dustin Wolf (36.). „Ich hatte extrem viel Glück“, grinste Bedard. „Der Torwart hätte diese Situation gerne zurück, es war eine verrückte Szene, aber ich bin froh, dass er reingegangen ist.“
Im dritten Drittel besorgte Chicagos Shootingstar nicht nur die wichtige 3:2-Führung, sondern auch den Siegtreffer, als er technisch anspruchsvoll mit einem schnellen Handgelenksschuss vom rechten Faceoffkreis in den linken Winkel traf (45.). „Zuvor spielen wir großartige Pässe, ich habe dann einfach nur abgezogen. Es war ein Tor von allen Spielern, die mitgearbeitet haben“, lobte der Torschütze seine Vorarbeiter.
Für den Kappen-Regen im United Center sorgte schließlich Bedards Empty-Net-Treffer. Zunächst verlor er den Puck in der eigenen Zone, eroberte ihn aber zurück und traf dann quer über das Eis zum 5:2-Endstand (60.). „Wenn du die Chance hast, mit einem Empty-Netter einen Hattrick zu komplettieren, dann kann man es natürlich nicht erzwingen, aber ich habe mich in dieser Situation gut gefühlt, um zu schießen“, so Bedard. „Natürlich habe ich auch den Puck verloren, also wollte ich nur sicherstellen, dass das Spiel entschieden ist. Zum Glück ist er reingegangen.“



















