Die Atmosphäre im Prudential Center am Samstagnachmittag glich einem echten Playoff-Spiel. Wenn die New Jersey Devils auf die New York Rangers treffen, herrscht auf den Rängen stets eine elektrisierende Stimmung. Zwischen roten und blauen Trikots entlud sich eine Energie, die das Team von Trainer Sheldon Keefe auf dem Eis förmlich aufsaugte.
Genau dieses prestigeträchtige Hudson River Derby kam für die Hausherren zum perfekten Zeitpunkt. Nach einem durchwachsenen Saisonverlauf standen die Devils mit dem Rücken zur Wand. Doch anstatt unter dem Druck zu zerbrechen, wandelte New Jersey die Derby-Energie in dringend benötigte Punkte um.
Der 6:3-Heimsieg gegen den Erzrivalen markierte bereits den vierten doppelten Punktgewinn in Serie. Seit der Olympia-Pause verzeichnen die Devils eine starke Bilanz von 4-2-0. Dieser emotionale Befreiungsschlag wirkte wie ein initialer Funke für eine späte Aufholjagd im hart umkämpften Rennen um die Wildcard-Plätze der Eastern Conference.
Special Teams als Erfolgsgarant
Ein solches Duell wird selten bei numerischer Gleichheit auf dem Eis entschieden. Das zeigten die Devils mit einer makellosen Vorstellung in den spielentscheidenden Momenten. Eine Erfolgsquote von 100 Prozent bei den Special Teams bildete das Fundament des Derbysiegs.
New Jersey verwandelte alle drei Powerplay-Möglichkeiten und überstand vier Unterzahlsituationen unbeschadet. Rangers-Trainer Mike Sullivan fasste es treffend zusammen. „Sie haben durch ihr Penalty Killing und ihr Powerplay extrem viel Momentum gewonnen“, analysierte Sullivan. „Ein großer Teil dieses Spiels ist Momentum, und wir haben heute keine Energie aus unseren Special Teams gezogen.“
Auf der Gegenseite offenbarte Devils-Kapitän Nico Hischier das Erfolgsrezept seiner Formation. „Manchmal gehen sie rein, manchmal nicht, aber der Unterschied im Powerplay ist, dass wir mehr richtige Entscheidungen treffen“, erklärte der Schweizer. „Wenn man mehr richtige Entscheidungen im Powerplay trifft, gibt man sich selbst mehr Chancen, Tore zu schießen, und das ist der größte Unterschied.“




















