Im Duell zweier Schwergewichte in der Central Division am Mittwochabend in der Ball Arena hat die Colorado Avalanche mit 2:3 n.P. gegen die Dallas Stars verloren. Trotz der Niederlage war Cale Makar ein großer Gewinner: Avalanche-Verteidiger wurde Vater von Zwillingen.
Daddy Cool
„Beiden geht es gut. Es war eine coole Erfahrung für uns alle. Meine Frau war ein absoluter Champion“, sagte Makar. „Das war heute ein richtig gutes Gefühl. Ich meine, es war schon ein bisschen anders, das steht fest. Aber es war richtig aufregend, und es ist irgendwie ein cooler Gedankengang. Man hat etwas, zu dem man nach Hause zurückkehren kann, das ist ziemlich cool.“
Körperlich hatte der 27-jährige Kanadier ganz schön zu kämpfen, was aber nicht an der Geburt seiner Jungs lag. „Ich konnte vor dem Spiel noch ein wenig Schlaf abbekommen. Körperlich habe ich mich gut gefühlt, aber ich schleppe seit etwa einer Woche eine Krankheit mit mir herum. Deswegen war es schwer, Luft zu bekommen.“
Trotzdem beendete der Offensivverteidiger die Partie mit 22:54 Minuten Eiszeit, zwei Torschüssen, zwei Checks, einem Block und einer Plus-Minus-Bilanz von +1.
„Er hat energiegeladen ausgesehen“, attestierte Trainer Jared Bednar. „Er hat gute Dinge da draußen gezeigt.“
Dass Makar überhaupt so schnell aufs Eis zurückkehrte, lag einerseits an einem Heimspiel und andererseits am Okay seiner Frau Tracy.
„Ich hätte nicht gedacht, ihn heute zu sehen“, lachte Torwart Scott Wedgewood (20 Saves, 90,9 Prozent Fangquote). „Er ist reingekommen und hat ‚Hi!‘ gesagt. Ich habe mir nur gedacht: ‚Krass, dass du hier bist!‘“
Zwei Rivalen schenken sich nichts
Auf dem Eis lieferten sich Colorado (4-2-1) und Dallas (3-3-1) einen erbitterten Kampf mit 18:27 Checks und 17:19 Blocks.
„Es sind zwei gute Teams aus der Central. Jeder kämpft. Jeder will gewinnen. Manchmal ist es ein Katz- und Maus-Spiel zwischen uns“, sagte Wedgewood. „Es hat wieder Spaß gemacht. Beide Goalies waren frisch.“
Alleine im ersten Drittel wurden zwei Avalanche-Treffer wieder einkassiert. „Einmal ist schon nervig, aber zweimal?“, staunte Wedgewood. „Immerhin haben wir weitergemacht und einen Weg gefunden.“ Im zweiten Durchgang nämlich fälschte Colorados Kapitän Gabriel Landeskog dann ein wenig glücklich mit dem Schlittschuh zum 1:0 ab (25.).



















