Connor Hellebuyck 101426

Die wöchentliche „Leser-Fragerunde“-Rubrik von NHL.com/de läuft in dieser Saison auf Hochtouren. Jede Woche geht Stefan Herget eure Fragen durch, die ihr über die deutschen und Schweizer NHL-Social-Media-Kanäle eingereicht habt, und beantwortet sie.

Wenn ihr an zukünftigen Leser-Fragerunden teilnehmen möchtet, schickt eure Fragen an @NHLDE und verwendet den Hashtag #NHLDEFragerunde oder #NHLDEMailbag

Sollten die New York Rangers nach dem Saison-Ausfall von Igor Shesterkin und die noch andauernde Verletzung von Joonas Korpisalo auf dem Transfermarkt aktiv werden und eventuell sogar um Connor Hellebuyck werben, der Winnipeg verlassen will? -- @MaStiAus

Diese Frage ist natürlich berechtigt, aber da spielen viele Faktoren mit hinein. Sowohl Shesterkin als auch Hellebuyck verfügen über sehr gut dotierte und langfristige Verträge. Das würde neben den hohen Kosten einer Verpflichtung von Hellebuyck - es würden sicher einige Draft Picks bzw. gute Spieler als Gegenleistung für ihn fällig - bedeuten, dass wenn Shesterkin wieder im kommenden Jahr fit ist, zwei Torhüter unter Vertrag wären, die zu viel Gehalt im Salary Cap der Rangers einnehmen.

Und schließlich hat die Frage zunächst Ersatzmann Dylan Garand in seinen ersten Spielen beantwortet, der eine Bilanz von 3-1-1 verbuchte bei einem hervorragenden Gegentorschnitt von 1,15 und einer Fangquote von 95,1 Prozent. So lange das so weitergeht, werden die Rangers keinen Bedarf sehen, sehr hoch im Hellebuyck-Poker einzusteigen. Zumal der Zeitraum auch überschaubar ist, bis Korpisalo wahrscheinlich im November wieder ins Geschehen eingreifen kann.

NYR@DET: Garand holt mit 22 Schüssen ersten Shutout

Was sind Eure positiven und negativen Überraschungen bis jetzt? -- @patrick_witte97

Es ist sehr frühzeitig in der Saison, und die meisten Teams haben noch nicht mal zehn Prozent ihrer Spiele absolviert. Von daher ist es für erste Fazits etwas vorzeitig. Ein weiterer Faktor, der berücksichtigt werden muss ist, dass die Preseason auf eine Woche gekürzt wurde, so dass die Teams immer noch dabei sind, sich einzuspielen und ihre Aufstellungen und Abstimmungen zu finden. Normal wird immer Thanksgiving Ende November als das Datum angesehen, wo eine erste Zwischenbilanz gezogen werden kann.

Ehrlich gesagt, ergibt sich daher ein erstes Bild einfach daraus, dass man in die Tabelle schaut. Positiv sehe ich bis jetzt in der Western Conference die Seattle Kraken, Utah Mammoth und Winnipeg Jets, die meiner Meinung nach besser als erwartet in die Saison gestartet sind. In der Eastern Conference sind es positiv vor allem die New York Rangers trotz des Ausfalls von Torhüter Igor Shesterkin.

Negative Überraschungen sehe ich derzeit noch nicht.

Überträgt Sky die nächsten Spiele der Oilers? -- @keke_bvb

Den kompletten Sendeplan der NHL-Übertragungen auf Sky Sport findest du unter: https://www.sky.de/sport/nhl/sendeplan.

Die Edmonton Oilers werden das nächste Mal live am 18. Oktober um 4 Uhr früh bei den Utah Mammoth gezeigt. Dann am 27. Oktober um 2.30 Uhr das Heimspiel gegen die Detroit Red Wings von Moritz Seider.

Falls du nicht unbedingt nachts oder früh aufstehen willst, dann solltest du dir Samstag, 31. Oktober vormerken. Da werden die Edmonton Oilers im Rahmen des NHL Saturday um 19 Uhr live bei den New York Islanders gezeigt.

Was ist NHL Saturday und wo kann ich es in Deutschland schauen? -- @kassandra._.379

Im Rahmen vom NHL Saturday bietet die NHL, ebenso wie beim NHL Sunday und neu seit dieser Saison beim NHL Monday, Live-Spiele aus der NHL zur besten Sendezeit abends in Europa. So gibt es als nächstes am Samstag, 17. Oktober um 19 Uhr live das Spiel zwischen den Washington Capitals und New Jersey Devils zu sehen. Am Samstag, 24. Oktober um 19 Uhr, wird die Partie zwischen den Philadelphia Flyers und den Anaheim Ducks gezeigt. Am Sonntag, 25. Oktober um 20 Uhr, gibt es die Chicago Blackhawks gegen die Florida Panthers zu sehen.

Alle Spiele werden exklusiv von Sky Sport live übertragen. Die Sendeliste findest du über den oben angegebenen Link.

Viele NHL-Teams investieren heute enorme Ressourcen in Datenanalyse und Sportwissenschaft. Wo liegt aus deiner Sicht die Grenze zwischen datenbasierter Entscheidungsfindung und dem „Hockey-IQ“ von Trainern und Spielern? Können zu viele Statistiken die Kreativität eines Teams sogar einschränken? -- @chrKu83

Ich glaube zu dieser Frage könnte man eine ganze Doktorarbeit schreiben, aber ich versuche es mal kurz und knapp. Die Daten und die Wissenschaft führen sicher dazu, dass das Spiel und die Spieler besser werden, da Trainingsmethoden angepasst und Problemfelder entdeckt werden können. Darum wird es auch angewandt.

Nichtsdestotrotz sind die Einschätzungen und Wahrnehmungen der Trainer und wie sie darauf reagieren essenziell. Gerade im Spiel muss ja manchmal sehr schnell reagiert werden. Ich bemühe da gerne den schon alten Spruch: „Die Wahrheit liegt auf dem Platz“. Dieser gilt unter den heutigen Voraussetzungen mehr denn je.

Ich hatte hierüber schon ein Gespräch mit Trainer Marco Sturm, der einräumte, dass die Daten- und Videoanalyse heute sehr viel Zeit einnimmt. Wahrscheinlich hat das durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz noch zugenommen bzw. könnte das wieder zu einer Erleichterung der Analyse und Auswertung der Daten führen.

Marco Sturm 09292026

Aber zu deiner letzten Frage. Natürlich ist es immer entscheidend, wie es die Spieler auf dem Eis umsetzen. Und die Trainer müssen einschätzen, ob der Spielertyp dazu passt, was die Daten aussagen oder nicht. Und nicht zuletzt geht es auch darum, Schwachstellen beim Gegner zu analysieren, die man durch taktische Kniffe evtl. ausnützen könnte.

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