So sehr es einerseits gut zu sehen war, welche Reaktion die Mannschaft auf das Desaster in Montreal durch den Sieg in Toronto gezeigt hat, lässt sich anderseits unken, dass es bei 51 Torschüssen der Gegner auch gut und gerne wieder eine Packung hätte geben können. Von daher stellt sich nach wie vor die Frage, wie es mit der Franchise unter Trainer Jared Bednar und General Manager Joe Sakic weitergeht.
Letzterer hat mit Nathan MacKinnon, Matt Duchene, Gabriel Landeskog, Erik Johnson, Tyson Barrie und Varlamov ein Mannschaftsgerüst gebildet, welches für viel Geld den Kern der Mannschaft mit langfristigen Verträgen ausgestattet bilden soll. Angesichts von verpassten Playoffs zwei Jahre in Folge und nur 23 Punkten aus 27 Spielen in dieser Saison stellt sich jedoch langsam die Frage, ob es die Richtigen sind, auf die gesetzt wird.
Sakic bleibt gelassen, wenn er darauf angesprochen wird und äußert sich nur dahingehend, dass es keine Sache des Stammes, sondern der Mannschaft sei. Aber sein Stamm muss mehr zeigen, als einfach nur gut zu spielen. Das reicht einfach nicht aus, um heutzutage so in der NHL in die Playoffs einzuziehen.
Gefragt vom Stamm sind Führungseigenschaften und den Rest der Mannschaft mitzureißen. Eigenschaften, die zuletzt in Denver schmerzlich vermisst wurden. Noch sind es nur sieben Punkte Rückstand vom Tabellenende auf die Playoffplätze. Machbar, wenn regelmäßig gepunktet wird. Doch die anderen Teams schlafen auch nicht.
Das Gefühl drängt sich auf, dass etwas im Grund bei Colorado nicht stimmt und dieses besteht nicht erst seit dem nebulösen freiwilligen Abgang von Ex-Trainer Patrick Roy im August. Wir dürfen gespannt sein, wie es wohl bei der Avalanche weitergeht.