Jared Bednar, der Trainer der Colorado Avalanche, hat allen Grund zur Zufriedenheit. Mit dem 4:1 gegen die Tampa Bay Lightning am Montag in der Ball Arena setzten sie ihre Erfolgsserie fort, haben nun sieben der letzten acht Partien gewonnen und vor allem auch spielerisch überzeugt. „Ich mochte unser Spiel“, sagte Bednar. „Im Großen und Ganzen hatte ich das Gefühl, dass wir die richtigen Dinge getan und hart gespielt haben.“

Für die Tampa Bay Lightning hingegen war die Niederlage ein Dämpfer, nachdem sie noch drei Tage zuvor mit dem 8:2 gegen die Carolina Hurricanes den höchsten Saisonsieg erlangt hatten. „Ich weiß nicht, ob es an den vielen Reisen liegt, die wir unternommen haben, oder an dem, was sonst passiert ist. Aber es war einfach eines dieser Spiele, in denen wir von Anfang an nicht wirklich da waren“, lautete das Fazit von Jon Cooper, dem Trainer von Tampa Bay. „Unsere Ausführung war  glanzlos. Und wenn man die Chancen nicht nutzt, wird es schwierig.“

Stanley Cup Finale von 2022

Duelle zwischen Colorado und Tampa Bay, die in der laufenden Spielzeit zum ersten Mal aufeinandertrafen, haben eine Vorgeschichte. Die beiden Mannschaften bestritten in der Saison 2021/2022 das Finale um den Stanley Cup, das Colorado damals mit 4:2 für sich entschied. Dadurch endete zu jener Zeit die Erfolgsserie von Tampa Bay, die in den beiden Jahren zuvor die begehrte Trophäe gewonnen hatten.

Auch in dieser Saison haben die beiden Mannschaften wieder die Stanley Cup Playoffs fest im Blick. Die Avalanche führen die Central Division an, während die Lightning derzeit Rang 4 in der Atlantic Divison belegen.

Dass Colorado nun beim direkten Aufeinandertreffen den besseren Start erwischte, war insbesondere Ryan Johansen zu verdanken. Der Center von Colorado brachte seine Mannschaft zunächst in der 8. Minute in Führung und traf nach knapp zwei Minuten im zweiten Drittel auch noch zum 2:0.

Makar auf den Spuren von Peter Stastny

Der Vorlagengeber zum zweiten Treffer war Cale Makar, der im November bereits auf 20 Assists kommt. Er ist jetzt nur noch eine Vorlage davon entfernt, die meisten Assists in einem Monat in der Geschichte dieser Franchise zu verbuchen. Peter Stastny hält die aktuelle Bestmarke mit 21 Assists im Oktober 1983. „Aus meiner Sicht glaube ich immer noch, dass ich noch viel mehr tun kann“, sagte Makar nach dem Spiel. „Die anderen Jungs haben alles gegeben und ich habe einfach nur für sie aufgetischt.“ Doch der offensivstarke Verteidiger ist nicht nur als Vorlagengeber, sondern auch als Torschütze effektiv. Keine zwei Minuten nach seinem Assist erhöhte Makar im Powerplay auf 3:0.

TBL@COL: Makar trifft im Powerplay aus der Distanz

Tampa Bay war phasenweise sehr aktiv und hatte schlussendlich mit einem Torschussverhältnis von 38:23 deutlich mehr Abschlüsse, verzweifelte aber zunehmend an Torwart Alexandar Georgiev, der auf 37 Saves kam. Erst 31 Sekunden vor der zweiten Drittelpause gelang Anthony Cirelli der Anschlusstreffer zum 1:3. Zum Ende des Spiels nahm Tampa Bay früh den Torwart vom Eis, um den Druck auf die Avalanche zu erhöhen. Colorado konnte sich aber befreien, sodass Valeri Nichushkin drei Minuten vor Spielende zum 4:1 ins leere Tor traf und für die Entscheidung sorgte.

Kritische Worte von Cirelli und Cooper

„Natürlich ist das eine wirklich gute Mannschaft auf der anderen Seite“, resümierte Cirelli. „Aber es ist in dieser Liga gegen jede Mannschaft schwer, wieder zurück ins Spiel zu finden, wenn man erst einmal drei Gegentore bekommt.“ Trainer Cooper kritisierte, dass seine Mannschaft über weite Strecken des Spiels zu verhalten agierte: „Wir haben erst in den letzten zwei Minuten des Spiels richtig Druck gemacht. Das war der enttäuschende Teil heute Abend.“

Colorado ist nun das zweite Team der Western Conference, das in dieser Saison die 30-Punkte-Marke erreicht hat - und das vierte in der NHL insgesamt. Colorado reist nun genauso wie Tampa Bay nach Arizona. Die Lightning treffen am Dienstag auf die Coyotes (9 p.m. ET; NHL.tv; Mi. 3:00 MEZ). Das Team der Avalanche ist dort am Donnerstag gefordert.

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