Ein kleines Fragezeichen steht über der Defensive, die gerade durch die Ausfälle von Johnson und Cole sehr jung besetzt ist. Hier wird eine große Verantwortung auf den Schultern von Makar und Girard lasten.
Eine Stärke ist das Torhüterspiel von Grubauer, der, wenn er seine Werte aus der bisherigen Karriere bestätigt, ein sicherer Rückhalt sein wird. Doch das Leistungsvermögen des neuen Backups Pavel Francouz ist fraglich, wenngleich er in seinen beiden Einsätzen in 2018/19 trotz zwei Niederlagen seine Klasse andeuten konnte.
Entwicklungspotenzial
Bei den Special Teams waren gerade das Unterzahlspiel mit 78,7 Prozent Erfolgsquote (25.) unterdurchschnittlich und selbst das Powerplay ist mit 22 Prozent (7. ligaweit) ausbaufähig. Diese Statistiken spiegeln sich auch bei der Torerzielung (3,15 Tore pro Spiel, 10.) und den Gegentreffern (2,98 pro Spiel; 16.) wider. Gerade die Defensive muss effektiver arbeiten. Hier sind Grubauer und seine Vorderleute gefordert.
Wie in den vorherigen Kapiteln angedeutet, wird ebenfalls wichtig sein, dass hinter der ersten Reihe mehr Tore produziert werden. Außerdem müssen die Center beim Bully zulegen.
Playoff-Chancen
Die Euphorie in Denver war nach dem Sieg in der Auftaktrunde der Playoffs groß und viele dachten nach dem Ausscheiden vieler starker Teams, dass die Avalanche bereits im Frühjahr um den Titel werden mitspielen können. Es kam anders, doch der Stimmung im Fanlager tat das keinen Abbruch. Im Gegenteil, die Erwartungen sind durch die Verpflichtungen gestiegen und müssen erst einmal erfüllt werden. Sich in der starken Central Division zu behaupten, wird nicht einfach. Die Avalanche gehören aber zu den Favoriten für einen Platz unter den ersten Acht und damit für den Einzug in die Playoffs der Western Conference.