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Spannender könnte es an der Spitze der Central Division kaum zugehen. Im Rennen um die vorderen Plätze für die Stanley Cup Playoffs fahren die ersten drei Teams einen Sieg nach dem anderen ein. Am Freitag hielten die drittplatzierten Colorado Avalanche zu Hause in der Ball Arena mit einem 3:1-Sieg gegen die Arizona Coyotes Schritt und brachten sich damit in aussichtsreiche Position.

"Wir haben heute gegen ein wirklich gutes Team gespielt, das in letzter Zeit stark in Form ist", betonte Arizonas Trainer Andre Tourigny und lobte seine Spieler. "Wir haben einen guten Job gemacht, ich war beeindruckt von der Leistung. Wir haben einen harten Spielplan, aber die Jungs geben nie auf. Sie sind dran geblieben. Ich habe jede Menge Respekt davor, wie sie gekämpft haben."
Obwohl die Coyotes durch Colorados Sieg rechnerisch aus dem Kampf um die Playoffs eliminiert wurden, erwiesen sie sich lange als zähe Gegner. Trotz eines Übergewichts von 30:18 Torschüssen, mussten die beiden größten Stars der Avalanche alles geben, um erst im dritten Drittel für den Sieg zu sorgen. Stürmer Nathan MacKinnon und Verteidiger Cale Makar waren mit je einem Tor und zwei Assists an allen Treffern Colorados beteiligt.

ARI@COL: MacKinnon bringt Avalanche im PP in Führung

Im ersten Drittel nutzte MacKinnon (13.) auf Vorlage von Makar ein Powerplay mit seinem 31. Saisontor zum 1:0. Der Topscorer der Avalanche punktete in jedem der vergangenen elf Spiele, sammelte dabei 20 Punkte (7 Tore, 13 Assists) und steht insgesamt bei 93 Zählern (31 Tore, 62 Assists).
"Nate findet einen Weg, später in der Saison wirklich produktiv zu sein, wenn die Spiele Bedeutung haben und das liegt an seinem Willen und Drang zum Erfolg in Verbindung mit seinen Fähigkeiten", schwärmte Colorados Trainer Jared Bednar. "Diese Saison finde ich so beeindruckend, weil er ständig wechselnde Mitspieler hat."
Für Arizona leitete der Schweizer J.J. Moser den Ausgleich ein. Er assistierte beim 1:1 von Clayton Keller und erhöhte sein Punktekonto in seiner zweiten NHL-Saison auf 28 Zähler (6 Tore, 22 Assists). Keller war ebenfalls im elften Spiel in Folge an einem Tor beteiligt und liegt mit 20 Punkten (10 Tore, 10 Assists) gleichauf mit MacKinnon.
"Arizona hat heute in der Abwehr gut gespielt, aber als das Spiel eine Zeit lang lief, hatte ich den Eindruck, dass wir mehr Schüsse aufs Tor gebracht haben, mehr Chaos vor dem Tor verursacht haben und gute Chancen hatten", analysierte Bednar. "Im zweiten Drittel ging es für mich mit den Chancen los, die mir gefielen und das haben wir im dritten Drittel fortgesetzt und sind belohnt worden."

ARI@COL: Vejmelka stoppt Makar mit dem Schlittschuh

Im zweiten Drittel bissen sich die Avalanche an Torwart Karel Vejmelka noch die Zähne aus, doch im Schlussabschnitt konnte selbst er die geballte Macht von MacKinnon und Makar nicht mehr stoppen. MacKinnon revanchierte sich mit dem Assist zum 2:1 bei Makar (47.), später bereiteten sie gemeinsam das 3:1 im Powerplay von J.T. Compher (52.) vor.
"In manchen Saisons hat Nate gute Zahlen geliefert, nachdem er die ganze Saison mit Gabriel Landeskog und Mikko Rantanen gespielt hat", äußerte sich Bednar zur Leistung seines besten Stürmers. "Das beeindruckt mich dieses Jahr so an ihm und Mikko. Sie haben zusammen gespielt, sie haben ohne einander gespielt. Es ist egal, sie treiben uns einfach weiter an und haben Erfolg. Das finde ich beeindruckend."
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MacKinnon und Makar bestätigen in dieser Saison einmal mehr ihren Status. MacKinnon ist der sechstbeste Scorer der gesamten NHL. Makar liegt unter allen Verteidigern mit 64 Punkten (17 Tore, 47 Assists) auf Rang sieben. Das ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass MacKinnon elf Spiele verpasste, Makar sogar 15.

ARI@COL: Makar verwertet MacKinnons Pass

"Man sieht, was er leistet", lobte Bednar auch Makar. "Wenn wir ein Tor brauchen, übernimmt er einfach die Kontrolle über das Spiel und macht in der Offensive Druck. Er kann selbst treffen, oder seine Mitspieler in Szene setzen. Er bringt einfach diesen Antrieb."
Dank dieser Leistungen stehen die Titelverteidiger mit 90 Punkten aus 71 Spielen (42-23-6) auf dem dritten Platz der Central Division. In keiner anderen Gruppe ist der Kampf um den ersten Platz so eng. Vor Colorado liegen die Minnesota Wild mit 91 Punkten (41-22-9) und die Dallas Stars mit 92 Punkten (39-19-14). Beide Teams haben bereits ein Spiel mehr hinter sich als die Avalanche. Nach aktueller Lage würden bei Punktgleichheit die Stars den ersten Platz belegen, Colorado wäre auf Platz zwei, Minnesota auf Platz drei. Das zweit- und drittplatzierte Team treffen in der ersten Playoff-Runde aufeinander. Hinter dem Trio besteht eine Lücke von fünf Punkten auf die Winnipeg Jets.
Die Avalanche und Coyotes treffen sich bereits am Sonntag in Arizona zur Revanche (3 p.m. ET; NHL.tv; 21 Uhr MESZ).