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Angstgegner lassen Pittsburgh und Detroit zittern

Blackhawks fuhren zehnten Sieg in Folge gegen die Penguins ein, Red Wings unterliegen erneut Capitals

von Alexander Gammel @nhlde / NHL.com/de Autor

Die Pittsburgh Penguins hatten sich den Sonntag sicherlich anders vorgestellt. Sie gingen mit einer Serie von acht Siegen in das Duell gegen die Chicago Blackhawks und waren fest entschlossen, den neunten Erfolg einzufahren. Sie hatten die Rechnung jedoch ohne die Blackhawks und deren Stars Jonathan Toews und Patrick Kane gemacht. Toews erzielte ein Tor und einen Assist und Kane bereitete drei Tore vor, damit führten die beiden Anführer der Mannschaft Chicago zu einem 5:3-Sieg in der PPG Paints Arena der Penguins.

 

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Nach dem Tabellenstand gingen die Penguins als Favorit in die Begegnung, doch betrachtet man den direkten Vergleich der Teams, dann war ein Sieg der Blackhawks keine Überraschung. Chicago gewann bereits zum zehnten Mal in Folge gegen die Penguins, deren letzter doppelter Punktgewinn gegen die Blackhawks vom 30. März 2014 datiert.

"Sie kamen mit acht Siegen in Folge in das Spiel, da hatten sie natürlich viel Selbstvertrauen", Sagte Kane über den Gegner. "Ich denke, das ist ein Team, mit dem wir uns in vielerlei Hinsicht vergleichen können, was die Vergangenheit und unsere Geschichte angeht. Auf solche Gegner freuen sich unsere Spieler immer. Es fühlt sich einfach gut an, eines der besten Teams der Liga zu schlagen."

Video: CHI@PIT: Strome zur Führung, Kane mit dem 3. Assist

Zwischen 2009 und 2017 gewannen die Blackhawks und die Penguins jeweils drei Mal den Stanley Cup. Im direkten Duell scheinen die Penguins jedoch nicht mit dem Konkurrenten zurechtzukommen. Doch woher kommen solche Serien? Ein oder zwei Siege in Folge sind nichts Besonderes. Drei bis vier Siege können Zufall sein, oder einfach durch zwei gute Saisons erklärt werden. Doch diese Dominanz über fünf Jahre, selbst in einer Saison wie 2017/18, als die Blackhawks die Stanley Cup Playoffs verpassten und die Penguins ein klarer Favorit auf den Titel waren, zeigt, dass es mehr als ein Zufall, oder einfach nur Glück ist.

Die Blackhawks und Penguins sind nicht das einzige Beispiel, das am Sonntag bestätigt wurde. Die Washington Capitals schlugen die Detroit Red Wings mit 3:2, es ist bereits das elfte Spiel in Folge gegen die Red Wings, in dem die Capitals punkten konnten. Sie gewannen neun dieser elf Spiele und verloren nur zwei Mal nach Verlängerung. Die letzte Niederlage gegen Detroit in regulärer Spielzeit setzte es für Washington am 10. November 2015, ein 1:0.

Solche Fälle sind in jeder Liga und bei jeder Sportart zu beobachten, manche Gegner liegen bestimmten Mannschaften einfach nicht. Diese Serien überstehen Veränderungen im Kader und selbst mehrere Trainerwechsel. Das System eines Gegners kann unangenehm für eine Mannschaft sein, doch Systeme ändern sich mit wechselnder Besetzung in der Mannschaft und dem Trainerstab.

Video: WSH@DET: Kempny durch den Verkehr zur Führung

Eine wichtige Komponente für ein solches Phänomen ist der mentale Druck, der auf den Spielern lastet, wenn sie gegen ein Team antreten, gegen dass sie stets verloren haben. Jeder Athlet wird sagen, dass es sich um Profis handelt, die darauf trainiert sind, sich auf die Partie zu konzentrieren, die vor ihnen liegt und Geschehenes zu ignorieren.

Doch so professionell und diszipliniert ein Spieler auch ist, er ist immer noch ein Mensch, der sich nicht gegen sein Unterbewusstsein wehren kann. Hinzu kommt das Selbstbewusstsein, das Teams wie die Blackhawks aus einer Siegesserie schöpfen, was sich auch am Sonntag bestätigte. Die Penguins lagen bereits in der fünften Minute mit 2:0 in Führung, die Blackhawks ließen sich davon allerdings keinesfalls beeindrucken. Alex DeBrincat und Chris Kunitz glichen das Spiel aus. Nach einer erneuten Führung für Pittsburgh, drehten Duncan Keith, Dylan Strome und Toews das Spiel und verpassten den Penguins im direkten Aufeinandertreffen die zehnte Niederlage in Folge.

 

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"Wir haben heute bewiesen, dass wir nie aufgeben", lobte Blackhawks Trainer Jeremy Colliton sein Team. "Wir spielen immer bis zum Ende. Wir hatten sicherlich nicht den Start, den wir wollten. Wir haben ihnen zwei Tore geschenkt, aber ich habe Respekt vor unserer Mannschaft. Sie hat einfach weitergespielt und im Powerplay getroffen. Das war wichtig. Ich bin stolz darauf, wie wir gekämpft haben. Es war schön zu sehen, dass unsere Spieler dafür belohnt wurden."

Das Selbstvertrauen aus diesem Sieg müssen die Blackhawks nun in die nächsten Spiele mitnehmen, um den Anschluss an die Playoff-Plätze zu finden. Aktuell liegen sie mit 39 Punkten (16-21-7) sechs Zähler hinter der zweiten Wild Card der Western Conference. Die Penguins können entspannt auf den Rest der Saison blicken, denn ihre beiden Niederlagen gegen die Blackhawks haben sie für diese Saison hinter sich. Ihr nächstes Duell gegen den Angstgegner kommt erst in der folgenden Spielzeit oder, falls die Blackhawks gegen andere Mannschaften ebenso auftreten wie gegen die Penguins, möglicherweise im Finale der Stanley Cup Playoffs.

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