Eine wichtige Komponente für ein solches Phänomen ist der mentale Druck, der auf den Spielern lastet, wenn sie gegen ein Team antreten, gegen dass sie stets verloren haben. Jeder Athlet wird sagen, dass es sich um Profis handelt, die darauf trainiert sind, sich auf die Partie zu konzentrieren, die vor ihnen liegt und Geschehenes zu ignorieren.
Doch so professionell und diszipliniert ein Spieler auch ist, er ist immer noch ein Mensch, der sich nicht gegen sein Unterbewusstsein wehren kann. Hinzu kommt das Selbstbewusstsein, das Teams wie die Blackhawks aus einer Siegesserie schöpfen, was sich auch am Sonntag bestätigte. Die Penguins lagen bereits in der fünften Minute mit 2:0 in Führung, die Blackhawks ließen sich davon allerdings keinesfalls beeindrucken. Alex DeBrincat und Chris Kunitz glichen das Spiel aus. Nach einer erneuten Führung für Pittsburgh, drehten Duncan Keith, Dylan Strome und Toews das Spiel und verpassten den Penguins im direkten Aufeinandertreffen die zehnte Niederlage in Folge.
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"Wir haben heute bewiesen, dass wir nie aufgeben", lobte Blackhawks Trainer Jeremy Colliton sein Team. "Wir spielen immer bis zum Ende. Wir hatten sicherlich nicht den Start, den wir wollten. Wir haben ihnen zwei Tore geschenkt, aber ich habe Respekt vor unserer Mannschaft. Sie hat einfach weitergespielt und im Powerplay getroffen. Das war wichtig. Ich bin stolz darauf, wie wir gekämpft haben. Es war schön zu sehen, dass unsere Spieler dafür belohnt wurden."
Das Selbstvertrauen aus diesem Sieg müssen die Blackhawks nun in die nächsten Spiele mitnehmen, um den Anschluss an die Playoff-Plätze zu finden. Aktuell liegen sie mit 39 Punkten (16-21-7) sechs Zähler hinter der zweiten Wild Card der Western Conference. Die Penguins können entspannt auf den Rest der Saison blicken, denn ihre beiden Niederlagen gegen die Blackhawks haben sie für diese Saison hinter sich. Ihr nächstes Duell gegen den Angstgegner kommt erst in der folgenden Spielzeit oder, falls die Blackhawks gegen andere Mannschaften ebenso auftreten wie gegen die Penguins, möglicherweise im Finale der Stanley Cup Playoffs.