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"Was lange währt wird endlich gut", heißt es in einem deutschen Sprichwort, das perfekt auf die Carolina Hurricanes zutrifft: Erstmals überhaupt sind die Hurricanes in einem NHL-Freiluftspiel gefordert und treffen im Rahmen der Navy Federal Credit Union Stadium Series 2023 am Samstag (8 p.m. ET; NHL.tv; So. 2 Uhr MEZ) im Carter-Finley Stadium in Raleigh auf die Washington Capitals. Am Freitag ging Carolina auf Tuchfühlung mit den ungewohnten Begebenheiten, musste dem Regen trotzen und möchte den Fans morgen etwas zurückgeben.

Regen sorgt für Verspätung
Starke Regenfälle in Raleigh sorgten dafür, dass die Hurricanes erst mit einer knappen halben Stunde Verspätung zum Training auf die Freiluft-Eisfläche im Carter-Finley Stadium gehen konnten.
"Das Eis war besser, als wir es erwartet hatten nach all dem Regen", sagte Carolinas Trainer Rod Brind'Amour. "Die Verantwortlichen haben einen großartigen Job gemacht. Die Pucks haben sich gut bewegt, es war fast ganz normal. Wir waren sogar ein wenig überrascht, wie gut es funktioniert hat. Vielleicht kann es morgen stellenweise ein wenig holprig werden, aber das werden wir sehen."
In North Carolina herrschen zu dieser Tageszeit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, die sich auch während des Spiels am Samstagabend zwischen +5°C und +8°C einpendeln dürfen.
Pesce: "Die Fans haben dieses Spiel mehr verdient als wir"
Für die Hurricanes ist es ein echtes Heimspiel: Die PNC Arena, wo das Team normalerweise seine NHL-Spiele austrägt, liegt direkt neben dem Carter-Finley Stadium, das normalerweise die Mannschaft des NC State Wolfpack beheimatet.
"Ich war oft hier und habe Football-Spiele angeschaut", so Brind'Amour. "Es wird etwas Besonderes sein, wenn die ganzen Fans in unseren Trikots hier erscheinen werden."
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"Ich war schon bei ein paar Football-Spielen hier und es war sehr laut", bestätigte auch Verteidiger Brett Pesce. "Es wird verdammt cool werden, wenn uns hier morgen jeder unterstützen wird. Die Stadt steht hinter uns. Die Fans haben dieses Spiel mehr verdient als wir!"
Carolina hat in der eigenen Halle eine 18-6-2-Bilanz, zählt also zu den fünf besten Heim-Teams in der NHL. Die Zuschauer haben einen großen Anteil an diesem Erfolg, wie auch Pesce bestätigt: "Wir haben vielleicht die besten Zuschauer in der gesamten Liga. Das ganze jetzt in einem Football-Stadion zu erleben wird verdammt cool und eine überragende Erfahrung werden."
In dieselbe Kerbe schlug auch Brind'Amour: "Es geht darum, den Fans etwas zurück zu geben. Sie unterstützen uns schon über eine so lange Zeit. Ich glaube, dass es kein Geheimnis mehr ist, dass wir großartige Fans haben. Hoffentlich können wir eine tolle Show liefern und jedem einen guten Abend schenken. So etwas passiert nicht allzu oft. Wir wollen es genießen, wollen das alles aufsaugen, aber auch dafür sorgen, dass wir das Spiel gewinnen und die Fans zufriedenstellen."
Rund 57.000 Zuschauer werden erwartet - also beinahe dreimal so viele wie in einer ausverkauften PNC Arena.
"Es werden mehr Zuschauer und damit wird mehr Druck da sein", weiß der erfahrene Stürmer Jordan Staal. "Es ist schön zu sehen, dass sich unsere Fans auf dieses Spiel freuen. Das ist etwas Besonderes, eine einzigartige Veranstaltung. Wir wollen uns vor unseren Fans zeigen und dafür sorgen, dass diese Leute mit einem Lächeln nach Hause gehen."
"Unsere Fans sind der Hammer!", pflichtete Powerplay-Spezialist Stefan Noesen (7-6-13 in Überzahl) bei. "Ich erwarte eine Show - sowohl auf dem Eis als auch auf den Tribünen. Ich freue mich darauf. Zwei Teams mit ähnlichen Stilen stehen sich gegenüber in einer verrückten Freiluft-Erfahrung."

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Das erste Freiluft-Spiel in der Franchise-Geschichte
Für Carolina ist es das erste NHL-Freiluftspiel überhaupt. Bis zu diesem Moment mussten sich die Hurricanes lange gedulden: Bereits vor fast auf den Tag genau zwei Jahren hätte ein Spiel gegen die Capitals unter freiem Himmel im Carter-Finley Stadium stattfinden sollen, doch wurde die Partie wegen dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie abgesagt. Nun kommt es zur Neuauflage: Wieder geht es gegen Washington, wieder wird das American-Football-Stadion in Raleigh im US-Bundesstaat North Carolina der Austragungsort sein.
"Es ist mein erstes Freiluft-Spiel, das ist etwas Besonderes. Es wird überragend werden: Mit den Jungs draußen Eishockey zu spielen, das ist toll", sagt Stürmer Jesperi Kotkaniemi. "Es wird verrückt werden: Wir haben eine tolle Atmosphäre bei unseren Heimspielen in der PNC Arena, das könnte ihr noch einmal etwas anderes werden. Wir freuen uns schon so lange auf diesen Tag - endlich ist er hier. Wir freuen uns sehr darauf."

Stadium Series Ice 3

Tatsächlich scheint die Vorfreude durch die zweijährige Wartezeit sogar noch größer geworden zu sein.
"Ich kann das Spiel morgen kaum erwarten. Das wird eine Menge Spaß machen", blickt Staal voraus. "Wir wollen das alles aufsaugen und genießen. Morgen wird ein perfekter Tag für Hockey sein."
Hinzu kommt auch noch ein sportlicher Reiz: Die Carolina Hurricanes (36-10-8) sind Spitzenreiter in der Metropolitan Division, konnten neun der letzten zehn Spiele gewinnen (9-1-0) und in der ersten Runde der Stanley Cup Playoffs sogar auf die Washington Capitals treffen.