Von Niederreiter muss wieder mehr kommen
Als der Schweizer Nino Niederreiter Mitte der Saison 2018/19 von den Minnesota Wild zum Team aus Raleigh gestoßen war, sorgte er dort für Begeisterung. In 36 Einsätzen nach dem Trade verbuchte er 14 Treffer und 16 Assists (30 Punkte). In der vergangenen Spielzeit konnte der 28-jährige Churer an diese Werte nicht anschließen. In 67 Begegnungen kam er lediglich auf 11 Treffer und 18 Vorlagen. In der Postseason 2020 blieb Niederreiter mit einem Tor und einem Assist ebenfalls unter seinen Möglichkeiten. Im Lager der Hurricanes hofft man, dass er in der kommenden Saison wieder an die starken Leistungen der ersten Jahreshälfte 2019 anknüpft.
Sie könnten nachrücken
Der bereits mit vielen jungen Talenten besetzte Kader von Carolina verfügt auch in der zweiten Reihe noch über eine beachtliche Anzahl von Nachwuchsleuten, die nach oben drängen. In erster Linie sind dabei die Namen Ryan Suzuki, Jake Bean und Jamieson Rees zu nennen.
Der 19-jährige Center Suzuki wurde von den Hurricanes an Nummer 28 beim NHL Draft 2019 ausgewählt. Zuletzt stand er in Diensten der Saginaw Spirit in der OHL. Verletzungen stoppten seine Entwicklung in der Vorsaison, in der er lediglich zu 41 Einsätzen kam. Vorgesehen ist für ihn in Zukunft ein Platz hinter Aho. Ob es schon in der kommenden Saison soweit sein wird, ist derzeit offen.
Bean wurde beim NHL Draft 2016 an Position 13 ausgewählt. Hinter den Top-Verteidigern der Mannschaft steht mit ihm eine interessante Alternative bereit. Der 21-Jährige war letzte Saison für die Charlotte Checkers in der AHL aktiv. Bean überzeugte mit seiner Dynamik. In 57 Einsätzen kam er auf 47 Punkte. Aus der NHL-Saison 2018/19 sind für den Defensivspieler schon zwei Einsätze in der Statistik vermerkt. Gut möglich, dass es bald deutlich mehr sein werden.
Der 19 Jahre alte Rees, der beim NHL Draft 2019 an Nummer 44 ausgewählt wurde, ist ein talentierter Center, den man bei der Wahl vor einem Jahr weiter vorne erwartet hatte. Doch eine Erkrankung machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Bei den Sarnia Sting stellte er seine Offensivqualitäten in der vergangenen Saison jedoch nachhaltig unter Beweis. Er sammelte 61 Punkte in 39 Begegnungen.
Stärken
Die größten Stärken der Hurricanes sind ihre Geschlossenheit und ihr Kampfgeist. Carolina war in jüngster Vergangenheit für viele Gegner oft unbequem zu bespielen. Neben der Offensive um das Quartett Aho, Teravainen, Svechnikov und Staal weiß auch die Defensive zu überzeugen. Mit 193 Gegentoren landeten die Hurricanes in der NHL-Gesamtwertung 2019/20 auf dem neunten Rang. Zu den herausragenden Akteuren im Abwehrverbund zählen Dougie Hamilton und Jaccob Slavin.
Ein weiterer Pluspunkt der Hurricanes sind die Special Teams. Die Powerplay-Formationen schafften es in der zurückliegenden Hauptrunde mit einer Erfolgsquote von 22,3 Prozent auf den achten Platz. Im Penalty Killing rangierte Carolina mit 84,0 Prozent sogar an vierter Stelle.