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Ovechkin und Carlson sind die Erfolgsgaranten

Wie sie hierher gelangt sind: Die beiden Ausnahmespieler führen die Capitals erneut zum Divisionstitel

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Ovechkin tritt 700-Tore-Klub bei

WSH@NJD: Ovechkin schießt sein 700. NHL-Tor

Alex Ovechkin ist erst der achte Spieler in der NHL-Geschichte, der die Marke von 700 Toren erreicht und gehört damit einem illustren Kreis an

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Seit dem 12. März pausiert die NHL wegen der Coronavirus-Pandemie. Die Liga verkündete am 26. Mai den Neustart mit 24 Mannschaften, die in einem neuen Format den Stanley-Cup-Sieger 2020 bestimmen werden. Die vier besten Teams der beiden Conferences sind für die Stanley Cup Playoffs qualifiziert und spielen in einer Vorrunde ihre Platzierungen aus, während die jeweils weiteren acht in einer Qualifikationsrunde im Best-of-5-Modus die restlichen vier Teilnehmer pro Conference an den Playoffs ermitteln. In dieser Ausgabe: Washington Capitals - wie sie hierher gelangt sind.

Die Saison 2019/20 ist aufgrund der Coronavirus-Pandemie einzigartig in der NHL-Geschichte. Auf einige Dinge ist jedoch nach wie vor Verlass, etwa auf die Washington Capitals. Das Team aus der US-Hauptstadt beendete die reguläre Saison bereits zum fünften Mal in Folge auf dem ersten Platz der Metropolitan Division.

Die Platzierung war jedoch nicht selbstverständlich, zwischenzeitliche Schwächephasen und starke Gegner ließen den Vorsprung zum Ende der regulären Saison auf einen Punkt schmelzen. Vor allem die überraschend starken Philadelphia Flyers jagten die Capitals gnadenlos und beendeten die Hauptrunde nur einen Punkt hinter ihnen auf Rang zwei.

 

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Am Ende landeten die Capitals jedoch auf ihrem gewohnten Platz und spielen nun in einer Gruppenphase gegen die drei weiteren besten Teams der Eastern Conference, die Flyers, Boston Bruins und Tampa Bay Lightning in je einem Spiel um ihre Platzierung für die Stanley Cup Playoffs.

Eine verlässliche Konstante war Kapitän Alex Ovechkin, der zum neunten Mal in seiner Karriere, zum dritten Mal nacheinander und zum siebten Mal in acht Jahren die Maurice "Rocket" Richard Trophy als bester Torschütze der NHL gewann. Zum Zeitpunkt der Saisonunterbrechung teilte er sich den ersten Platz in der Torschützenliste mit 48 Treffern mit David Pastrnak von den Boston Bruins.

Als einer der besten Torjäger aller Zeiten feierte Ovechkin diese Saison einen besonderen Meilenstein. Er wurde zum achten Spieler in der NHL-Historie, der die Marke von 700 Toren knacken konnte. Im Februar, als er bei 698 Toren stand, erlebte er mit fünf torlosen Spielen seine längste Durststrecke der Saison, was auch für einen starken Leistungsabfall des gesamten Teams sorgte. Die Capitals gewannen nur eines dieser fünf Spiele (1-4-0). Nachdem Ovechkin wieder traf, verbesserten sich die Capitals auf eine Statistik von 4-3-3.

Selbst mit seinen 34 Jahren lässt Ovechkin nicht nach. Er erzielte 23 Tore mehr als Jakub Vrana, der zweitbeste Torschütze der Capitals, und 20,3 Prozent aller 236 Capitals-Treffer Mit 3,42 Toren pro Spiel stellte das Team dank Ovechkin die zweitbeste Offensive der Liga, lediglich die Tampa Bay Lightning schossen pro Spiel 0,05 Tore mehr.

Video: WSH@MTL: Vrana nutzt aggressiven Forecheck

Trotzdem ist Ovechkin mit 67 Punkten nicht der Topscorer der Capitals, denn ein Spieler wuchs über sich hinaus und spielte die Saison seines Lebens. Verteidiger John Carlson lieferte mit 75 Punkten, 15 Toren und 60 Assists persönliche Bestleistungen in allen Bereichen, nachdem er bereits 2017/18 mit 68 Punkten (15 Tore, 53 Assists) und 2018/19 mit 70 Punkten (13 Tore, 57 Assists) zu den Besten seiner Zunft gezählt hatte. Diese Saison landete er zehn Punkte vor dem Schweizer Roman Josi von den Nashville Predators auf dem ersten Platz aller Verteidiger der Liga. Mit seiner Paradesaison ist der US-Amerikaner ein klarer Favorit für die Norris Trophy als bester Verteidiger der Liga.

Video: BOS@WSH: Carlson nimmt Backstroms Vorlage direkt

Die beiden Spitzenkräfte sind jedoch nicht die einzigen Faktoren, die den Meister von 2018 erneut zu einem heißen Kandidaten für den Stanley Cup machen. Mit Stürmern wie Vrana, Nicklas Backstrom, Evgeny Kuznetsov und T.J. Oshie hat Ovechkin starke Unterstützung in der Offensive. Hinzu kommt die Verstärkung im Februar durch Veteran Ilya Kovalchuk. Ovechkins 37-jähriger russischer Landsmann kam diese Saison für die Capitals, Los Angeles Kings und Montreal Canadiens auf 26 Punkte (zehn Tore, 16 Assists) in 46 Spielen und bringt einen Erfahrungsschatz von 926 regulären Saisonspielen mit. Bei den Capitals zeigte er in bislang sieben Partien mit einem Tor und drei Vorlagen, dass er dem Team helfen kann.

In der Abwehr steht hinter Carlson mit Dmitry Orlov ein weiterer Leistungsträger aus Russland. Mit 27 Punkten (vier Tore, 23 Assists) war er der zweitbeste Verteidiger der Capitals und hielt die Abwehr vor dem eigenen Tor zusammen. Der Schweizer Jonas Siegenthaler konnte sich erstmals über eine gesamte Saison als Stammspieler etablieren. Er erwies sich als Ruhepol in der Verteidigung und steuerte zwei Tore und sieben Assists bei. Zudem verstärkten sich die Capitals im Februar mit Brenden Dillon von den San Jose Sharks.

Video: VGK@WSH: Siegenthaler markiert seinen ersten Treffer

Ein Sorgenkind war dagegen Torhüter Braden Holtby. Mit 89,7 Prozent Fangquote und 3,11 Gegentoren pro Spiel verbuchte der fünffache Teilnehmer am NHL All-Star Game und Gewinner der Vezina Trophy 2016 (bester Torhüter), der William M. Jennings Trophy 2017 (wenigste Gegentore) sowie des Stanley Cups 2018 die schlechteste Statistik seiner NHL-Karriere.

 

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Ersatztorwart Ilya Samsonov zeigte dagegen gute Leistungen. Er hielt 91,3 Prozent aller Schüsse, landete mit 2,55 Gegentoren pro Spiel auf Rang elf der Liga und holte in 26 Spielen (22 Starts) einen Shutout. Sollte Holtby während der spielfreien Zeit den Kopf freibekommen haben und zu seiner alten Form finden, hätten die Capitals ein starkes Duo zwischen den Pfosten.

Washington ist gut gerüstet für einen weiteren Anlauf auf den Stanley Cup, auch wenn die Konkurrenz stark ist. Nach der Schwächephase im Februar kam die Pause für die Capitals womöglich zur richtigen Zeit. Sie könnte ihnen einen frischen Start in die Vorrunde der Eastern Conference und die Playoffs und damit verbesserte Chancen auf den zweiten Titel in drei Jahren ermöglichen.

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