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Canucks und Oilers zählen zu den positiven Überraschungen

NHL.com/de wirft vor Wiederbeginn des Ligabetriebs nach dem All-Star Game einen Blick auf den Stand der Dinge

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Das NHL All-Star Game markiert traditionell eine Zäsur. Das Alltagsgeschehen ruht für ein paar Tage und der Großteil der Spieler hat die Möglichkeit, frische Kräfte für die letzten zweieinhalb Monate der regulären Saison zu tanken. Verstärkt wird dieser Effekt in diesem Jahr dadurch, dass die Bye Week für die 31 Teams auf die Zeit rund um das All-Star Game gelegt worden ist. 17 Mannschaften nahmen die fünftägige Auszeit davor, 14 treten sie danach an. NHL.com/de hat den Stand der Dinge vor Wiederbeginn des Ligabetriebs genauer unter die Lupe genommen.

Überraschendes hat sich im Verlauf der Spielzeit vor allem in der Western Conference getan. Mit den Vancouver Canucks und den Edmonton Oilers stehen in der Pacific Division zwei Klubs auf den Plätzen eins und zwei, die man dort nicht von vornherein erwartet hätte.

Die Canucks präsentierten sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren in allen Bereichen stark verbessert und begeisterten mit herzerfrischendem Offensivspiel. Mit 162 Toren aus 49 Partien stellen sie nach den Colorado Avalanche (179) den zweitbesten Angriff im Westen. Besonders zu gefallen wusste Elias Pettersson. Der Center liegt in seiner zweiten NHL-Saison in der teaminternen Scorerwertung mit 51 Punkten vorne und schickt sich an, seinen Titel als erfolgreichster Punktesammler der Canucks zu verteidigen. 

Bei den Oilers hat es sich positiv bemerkbar gemacht, dass die Verantwortung in Sachen Scoring nicht mehr allein auf den Schultern von Connor McDavid (76 Punkte) und Leon Draisaitl (75) liegt. Ryan Nugent-Hopkins (33), James Neal und Zack Kassian (beide 28) sorgten für die im Vorjahr schmerzlich vermisste Entlastung der beiden Topscorer.

Video: PAC@CEN: Draisaitl schießt gg. Central einen Hattrick

Wenn bereits jetzt die Klappe fallen würde, hätten sich mit den Canucks, den Oilers und den Calgary Flames alle drei kanadischen Mannschaften in der Pacific Division für die Stanley Cup Playoffs qualifiziert.

Bitter fällt die Zwischenbilanz für die drei Vertretungen aus Kalifornien aus. Die San Jose Sharks als Drittletzter, die Anaheim Ducks als Vorletzter und die Los Angeles Kings als Letzter in der Pacific Division und der Western Conference zählen zu den großen Verlierern. Die Sharks konnten den Weggang von Joonas Donskoi und Joe Pavelski zu Saisonbeginn nicht kompensieren. Hinzu kommt, dass sich mit Logan Couture einer der besten Stürmer verletzt hat. Bei den Kings zeigte sich, dass das schwache Abschneiden in der vorigen Saison keineswegs ein Ausrutscher war. Gleiches gilt für die Ducks. Bei beiden ist ein grundlegender Neuaufbau unumgänglich.

Eitel Sonnenschein herrscht dagegen bei den St. Louis Blues. Sie haben eindrucksvoll nachgewiesen, dass ihr Triumph im Stanley Cup Finale kein Zufall war. Obwohl mit Vladimir Tarasenko einer ihrer stärksten Angreifer seit 24. Oktober wegen einer Schulteroperation kein einziges Spiel mehr bestritt, ziehen sie souverän ihre Kreise und stehen in der Central Division ganz oben. Auf den nächsten Plätzen folgen mit den Avalanche und den Dallas Stars zwei Teams, die man für eine Position in der Spitzengruppe ebenfalls auf der Rechnung haben durfte.

Überhaupt nicht nach Wunsch lief es bei den Nashville Predators. Obwohl sie mit großen Erwartungen und jeder Menge Vorschusslorbeeren in die Saison gestartet sind, finden sie sich im Moment am Tabellenende der Central Division wieder. Dennoch ist für die Mannschaft um Kapitän Roman Josi längst noch nicht alles verloren. Der Rückstand auf die zweite Wildcard im Westen beträgt sechs Punkte. Zu Platz drei in der Gruppe sind es sieben Zähler. Ein Comeback der Predators liegt daher durchaus im Bereich des Möglichen, zumal alle Konkurrenten um einen Playoff-Spot im Westen mehr Begegnungen ausgetragen haben.

Weit weniger Unvorhergesehenes passierte in der Eastern Conference. Mit den Washington Capitals, den Pittsburgh Penguins und den New York Islanders stehen in der Metropolitan Division exakt jene Teams auf den Rängen eins bis drei, die sich bereits im Vorjahr die direkte Playoff-Qualifikation gesichert hatten. In der Atlantic Division trifft das auf Tabellenführer Boston Bruins und die Zweitplatzierten Tampa Bay Lightning zu, die nach einem schwachen Start eine eindrucksvolle Aufholjagd hinlegten.

Dritter in der Atlantic Division sind die Florida Panthers, die zuletzt dreimal in Folge die Playoffs verpasst hatten. Trainer und Meistermacher Joel Quenneville hat es innerhalb weniger Monate geschafft, aus der Belegschaft einen Aspiranten für die Endrunde zu formen. Glänzend aufgelegt ist die Abteilung Attacke der Panthers. Ihre 183 Treffer bedeuten aktuell den Bestwert in der Liga.

 

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Bemerkenswert ist das Abschneiden der Columbus Blue Jackets. Obwohl sie vor der Saison mit Torhüter Sergei Bobrovsky und Angreifer Artemi Panarin zwei Top-Spieler verloren hatten und während der Saison unter großem Verletzungspech litten, belegen sie momentan den ersten Wildcard-Rang im Osten.

Enttäuschend ist die Saison dagegen für die New Jersey Devils und die Montreal Canadiens verlaufen. Die Devils mussten ihre Playoff-Hoffnungen schon vor geraumer Zeit begraben. Für sie geht es darum, die Saison ordentlich zu Ende zu bringen und künftig aus jungen Spielern eine wettbewerbsfähige Formation zu bilden. Eine Schlüsselrolle ist dabei für Nico Hischier vorgesehen, den die Verantwortlichen zum Teamleader aufbauen wollen.

Die Canadiens krebsen in der Atlantic Division und der Eastern Conference lediglich im Mittelfeld der Tabelle herum. Zur Playoff-Zone fehlen ihnen zehn Punkte. Ohne eine länger anhaltende Siegesserie droht ihnen nach der Hauptrunde das Aus.

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