Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Columbus Blue Jackets und den Pittsburgh Penguins

New York Rangers (33 Siege), Edmonton Oilers (104), Philadelphia Flyers (1), Calgary Flames (12), Minnesota Wild (51), Ottawa Senators (17), Los Angeles Kings (27), Detroit Red Wings (33) und Columbus Blue Jackets (1) – eine scheinbar nicht enden wollende Liste an NHL-Teams beschreibt eine besondere Leistung von Cam Talbot, der nach zwei Jahren in Detroit am Freitag sein Debüt für die Blue Jackets gab und sich dabei einen Platz in den Rekordbüchern sicherte.

In der Nationwide Arena siegten die Blue Jackets nach Penaltyschießen mit 3:2 gegen die Pittsburgh Penguins. Dabei war das Team vor Talbot, der 20 von 22 Schüssen parieren konnte, besonders in den ersten beiden Abschnitten überlegen und kam auf deutlich mehr Torschüsse (33:10).

Wenig Action für Talbot

Während seine Vorderleute durch Damon Severson (11.) und Mathieu Olivier (32.) die optische Überlegenheit in Tore ummünzten, war es für Talbot zeitweise sehr ruhig. „Ich habe einfach versucht, den Fokus zu behalten, viel zu sprechen, den Puck immer zu spielen, wenn es möglich war, und mich auf den Schuss zu konzentrieren, der in meine Richtung fliegt“, resümierte Talbot.

Gerade in den zwölf Minuten zu Beginn des zweiten Drittels, in denen er keinen Schuss abwehren musste, war Talbot froh, dass er mental im Spiel bleiben konnte. „Ja, das ist das Thema“, bestätigte er die Gefahr des ersten Penguins-Abschlusses nach der ruhigen Phase. „Man muss einfach fokussiert und entspannt bleiben. Man muss sich immer wieder an den Schuss erinnern und auch dann aufmerksam bleiben, wenn man keine Aktion hat.“

Talbot gelang das gut, und dennoch kamen die Penguins durch Bryan Rust noch im Mitteldrittel zum Anschluss (35.). Der Schlussabschnitt gestaltete sich dann ausgeglichener und Evgeni Malkin besorgte bereits früh (44.) den 2:2-Ausgleich, mit dem es in die Verlängerung und das Penaltyschießen gehen sollte.

PIT@CBJ: Talbot siegt auch mit seinem 9. NHL-Team

Ein verdienter Erfolg

„Wir waren besser als sie, haben die Geschwindigkeit des Spiels quasi von Anfang bis Ende kontrolliert“, fasste Talbot das Match zusammen. „In der Overtime kann es in beide Richtungen laufen, das ist der Grund, warum es so viel Spaß macht. Am Ende haben wir im Shootout gewonnen.“

Als erster Schütze traf Kent Johnson für Columbus. Während Conor Garland und Charlie Coyle scheiterten, konnte Talbot alle drei Penaltys der Penguins vereiteln. Mit einem sicheren Save setzte er den Schlusspunkt der Partie gegen Ben Kindel.

„Es hat sich großartig angefühlt“, beschrieb Talbot das Gefühl, das er nach der Parade gegen Kindel hatte. „Es ist immer toll, wenn man einen Sieg wie diesen mitnehmen kann und offensichtlich haben wir den Erfolg verdient. Die Mannschaft hier im Stich zu lassen, wäre für mich, aufgrund dessen, wie wir gespielt haben, sehr hart gewesen. Ich bin einfach glücklich über den Sieg.“

PIT@CBJ: Johnson und Talbot führen Blue Jackets zum Sieg

Ein Moment für die Geschichtsbücher

Talbot war fast im Spagat, schützte das Five-Hole mit dem quer gelegten Schläger und ließ den Vorhand-Abschluss von Kindel direkt in seine Fanghand fliegen. Er stand auf, warf die Scheibe in die Höhe und schlug sie aus der Luft mit dem Schläger davon.

Genau in diesem Moment sicherte sich Talbot einen Platz in den NHL-Geschichtsbüchern. Als erster Torhüter gelang es ihm, mit neun unterschiedlichen Mannschaften mindestens einen Erfolg zu feiern. Er überflügelt damit Curtis McElhinney, Sean Burke und Ron Tugnutt, die jeweils mit acht Teams als Sieger das Eis verlassen konnten. McElhinney und Tugnutt waren ebenfalls für die Blue Jackets aktiv.

In seinen über 13 Jahren in der NHL kam Talbot bei 568 Starts auf 279 Siege und für die Blue Jackets ist er mit 39 Jahren und 96 Tagen der älteste Schlussmann, der einen Sieg einfahren konnte. Zuvor wurde die Bestmarke von Fredrik Norrena (34 Jahre, 336 Tage) gehalten.

Lob von allen Seiten

Der Rekordhalter wurde nach dem Spiel für seine Leistung gefeiert. Trainer Rick Bowness war besonders davon begeistert, dass der Veteran auch in den langen Phasen der Beschäftigungslosigkeit aktiv und konzentriert geblieben sei. Er nannte Talbot herausragend und unterstrich, dass er mehrere entscheidende Paraden in Schlüsselmomenten gezeigt habe. Kent Johnson sang eine ähnliche Lobeshymne auf den eigenen Schlussmann und bezeichnete ihn als „beeindruckend“, aufgrund der entscheidenden Saves und der drei zunichtegemachten Penaltys.

PIT@CBJ: Malkin gelingt ein Treffer

Talbot selbst stellte die Teamleistung in den Vordergrund: „Es war vom ersten Bully an deutlich zu sehen. Alles, woran wir gearbeitet haben, die Kontrolle der blauen Linien, das Spielen mit Geschwindigkeit und hinter sie zu kommen und dann tief, haben wir umgesetzt. Das ist der Grund, warum wir heute Abend so effektiv waren und warum wir mit Chancen belohnt wurden.“

Talbot lobte auch Sergei Murashov, der den Penguins mit 43 Paraden die Chance gab, einen Punkt mitzunehmen: „Man muss ihn loben. Er hat sie im Spiel gehalten. Ich bin der Meinung, er hat herausragend gespielt. Es hätte nach 60 Minuten vorbei sein können, wenn er nicht für sie da gewesen wäre.“

Für Talbot, der in Columbus für ein Jahr unterschrieben hat, geht es bereits am Samstag (7 p.m. ET; So. 1 Uhr MESZ) weiter, wenn die Blue Jackets bei den St. Louis Blues gastieren. Ob Talbot dann, weniger als 24 Stunden später, seinen zweiten Start bekommt und dann auch den zweiten Sieg einfahren kann, bleibt abzuwarten, ebenso wie die Frage, ob noch eine zehnte Franchise in Talbots Erfolgsgeschichte ergänzt wird.

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