Nathan MacKinnon #29 of the Colorado Avalanche celebrates his second period goal against the Calgary Flames at the Scotiabank Saddledome on October 08, 2026 in Calgary, Alberta. (Photo by Leah Hennel/Getty Images)

Die Colorado Avalanche haben sich am Donnerstag mit einem eindrucksvollen Offensivspektakel zurückgemeldet. Angeführt von Nathan MacKinnon und Cale Makar gewann das Team aus Denver bei den Calgary Flames im Scotiabank Saddledome souverän mit 7:3 und stellte dabei einmal mehr seine enorme Durchschlagskraft unter Beweis.

Nach der knappen Niederlage in Winnipeg am Vorabend (2:3) ließen die Avalanche diesmal keinen Zweifel daran, dass sie in der noch jungen NHL-Saison 2026/27 zu den offensiv gefährlichsten Mannschaften gehören. Besonders bemerkenswert: Colorado hat in seinen ersten vier Saisonspielen bereits 23 Tore erzielt. Eine solche Ausbeute gelang zuletzt den Los Angeles Kings, die 1993/94 zum Saisonstart sogar 24 Treffer in ihren ersten vier Partien verbuchten.

MacKinnon und Makar liefern erneut im Doppelpack

Wenn MacKinnon und Makar gemeinsam aufdrehen, wird es für gegnerische Mannschaften regelmäßig unangenehm. In Calgary bestätigte sich das erneut. MacKinnon steuerte ein Tor und zwei Vorlagen bei, Makar glänzte mit zwei Treffern und einem Assist. Beide kamen damit auf jeweils drei Scorerpunkte und hatten entscheidenden Anteil am deutlichen Auswärtssieg.

Für das Duo war es das 24. NHL-Spiel, in dem beide im selben Match mindestens drei Punkte sammelten. Die bisherige Bilanz der Avalanche in diesen Begegnungen ist beeindruckend: 22 Siegen stehen lediglich eine Niederlage nach regulärer Spielzeit und ein weiterer Punktverlust gegenüber. Die gemeinsame Offensivproduktion ist damit nicht nur spektakulär, sondern für Colorado auch ein ausgesprochen verlässlicher Erfolgsfaktor.

COL@CGY: Makar erhöht die Führung von der blauen Linie aus

MacKinnon kommt nach vier Saisonspielen auf acht Punkte, darunter drei Tore und fünf Assists. Damit gehört der Kanadier zur Spitzengruppe der NHL-Scorer. Makar steht bei sechs Zählern und ist damit unter den offensivstärksten Verteidigern der Liga ebenfalls ganz vorne dabei. Seine 47. Partie mit mindestens drei Scorerpunkten bringt ihn in dieser Kategorie unter den aktiven NHL-Verteidigern auf den geteilten zweiten Platz. Nur Erik Karlsson liegt mit 58 Spielen noch vor ihm. Gemeinsam mit Victor Hedman belegt Makar damit Rang zwei.

Dass Colorado nach der bitteren Niederlage in Winnipeg am Mittwoch so überzeugend zurückschlug, überraschte Devon Toews nicht. Der Verteidiger wollte von besonderer Revanche-Stimmung allerdings nichts wissen. „Wir sind nicht mit dem Gedanken in dieses Spiel gegangen, uns für die Niederlage zu revanchieren“, machte er deutlich. Colorado habe in Winnipeg ordentlich gespielt, am Ende aber nicht das gewünschte Ergebnis erzielt. In einer langen Saison müsse man solche Rückschläge schnell abhaken.

COL@CGY: MacKinnon baut die Führung per Direktabnahme aus

Toews trifft doppelt – Colorados Verteidiger mischen kräftig mit

Mit einem Doppelpack unterstrich auch Toews, wie gefährlich Colorado von der blauen Linie und aus der eigenen Abwehr heraus agieren kann. Insgesamt sammelten die Verteidiger der Avalanche acht Scorerpunkte in der Partie gegen die Flames.

Toews eröffnete den Torreigen in der 16. Minute. Nach einem präzisen Zuspiel von Makar lief er vor das Tor und lenkte den Puck an Calgarys Schlussmann Devin Cooley vorbei. Die Flames antworteten durch einen sehenswerten Handgelenkschuss von Adam Klapka (18.) zum Ausgleich.

Im zweiten Drittel übernahm Colorado endgültig die Kontrolle. Toews traf in der 27. Minute erneut, diesmal mit einem Schuss von der blauen Linie. Nur wenige Minuten später erhöhte Makar (30.) mit einem präzisen Abschluss aus dem rechten Anspielkreis. MacKinnon legte nach und stellte mit einem Schlagschuss aus dem hohen Slot auf 4:1 (32.).

„Wir versuchen, die Scheibe aufs Tor zu bringen und dort Verkehr zu erzeugen“, erklärte Toews die offensive Herangehensweise der Blueliner. „Manchmal geht der Puck rein, manchmal wird er geblockt oder vom Torhüter gehalten. Heute sind die Schüsse eben reingegangen.“

Colorados Trainer Jared Bednar freute sich besonders über die offensive Beteiligung seiner Verteidiger. Die Mannschaft habe es geschafft, aus verschiedenen Positionen Gefahr zu verbreiten und immer wieder Spieler vor dem gegnerischen Tor in Szene zu setzen. Entscheidend sei dabei, dass die Angriffe nicht ausschließlich von den beiden Superstars getragen würden.

Bednar sah dennoch keinen Anlass, sich von der hohen Torausbeute blenden zu lassen. Trotz des deutlichen Erfolgs gebe es defensiv weiterhin einige Details zu verbessern, verdeutlichte er. Gerade in der Schlussphase sei sichtbar geworden, dass man dem Gegner mit der klaren Führung im Rücken zu viele Möglichkeiten zugestanden habe.

Neuzugang Schwartz erweist sich als vielseitig verwendbar

Ein weiterer Gewinner des Abends war Jaden Schwartz. Der erfahrene Angreifer erzielte ebenfalls zwei Tore und kommt damit bereits auf sechs Punkte in den ersten vier Partien. Der Neuzugang hat sich schnell in das Spielsystem der Avalanche eingefunden.

Schwartz erhöhte im Schlussdrittel zunächst auf 6:1 (47.). Später sorgte er mit seinem zweiten Tor für den Endstand (50.).

Für Bednar ist Schwartz weit mehr als ein weiterer produktiver Scorer. „Er ist ein toller Mannschaftsspieler und ein erfahrener Profi. Er erledigt für ein wenig von allem. Er ist wie ein Schweizer Taschenmesser“, lobte der Trainer seinen Angreifer.

Schwartz bringe Stärke an der Scheibe mit, könne sich entlang der Bande behaupten und sei vor dem gegnerischen Tor effektiv. Zudem habe er bereits eine gute Verbindung zu seinen neuen Mitspielern aufgebaut. Dass er nach vier Begegnungen punktgleich mit Makar bei sechs Zählern liegt, unterstreicht seinen gelungenen Einstand.

Avalanche baut Serie aus

Die Avalanche gewannen trotz der Belastung des zweiten Spiels innerhalb von zwei Tagen souverän. Damit verlängerten sie eine bemerkenswerte Serie gegen Calgary. Seit dem 18. Januar 2023 hat Colorado in zwölf aufeinanderfolgenden Begegnungen gegen die Flames mindestens einen Punkt geholt (11-0-1).

Auf die Vertretung aus Denver wartet nun am Samstag (7 p.m. ET; So. 1 Uhr MESZ) ein Heimspiel gegen die Toronto Maple Leafs.

Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Calgary Flames und den Colorado Avalanche