Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Boston Bruins und den Utah Mammoth

Die Boston Bruins sind zurück in der Erfolgsspur. Am Donnerstag fertigten sie vor eigenem Publikum im TD Garden die Utah Mammoth mit 6:1 ab und gaben so die passende Antwort auf die zwei vorangegangenen Niederlagen mit einem Torverhältnis von 2:8 in der Addition. Zwei Faktoren waren für den Triumph ausschlaggebend: Zum einen hatte Trainer Marco Sturm die Besetzung der Sturmreihen verändert und zum anderen klickte zum ersten Mal in der laufenden Saison das Powerplay. Drei von vier Gelegenheiten in Überzahl nutzten die Gastgeber zu einem Treffer.

Sturm brach für die Partie gegen Utah die Topreihe auf. David Pastrnak bildete zusammen mit Pavel Zacha und Morgan Geekie die erste Angriffsformation. JJ Peterka wechselte auf die Rechtsaußenposition der zweiten Reihe zu Fraser Minten und Marat Khusnutdinov und Casey Mittelstadt spielte in der dritten Reihe mit Elias Lindholm und James Hagens.

Der Coach entschied sich, diese Zusammenstellungen beim Training am Mittwoch auszuprobieren. Dafür erntete er den ein oder anderen überraschten Blick von den Kiebitzen, die bei der Einheit dabei waren. „Ich konnte es gestern in euren Augen sehen; ihr habt euch wahrscheinlich gefragt: ‚Was macht er da?‘ Ich bin ja nicht dumm“, sagte Sturm schmunzelnd an die Medienvertreter gewandt. „Es war eine dieser Situationen, in denen ich auf mein Bauchgefühl hören musste. Die Jungs haben im Spiel einen guten Job gemacht.“

Diese Maßnahme verlieh der Mannschaft tatsächlich einen enormen Schub. Aus den ersten elf Schüssen auf das Gehäuse der Mammoth sprangen fünf Treffer heraus. Mittelstadt, Pastrnak im Powerplay und Mason Lohrei stellten den Zwischenstand bis zur ersten Drittelpause auf 3:0. Im zweiten Durchgang erhöhten wiederum Pastrnak, Geekie – beide in Überzahl – und Matthew Poitras auf 6:0. Damit war die Messe gelesen. Mehr als den Ehrentreffer durch Jack McBain im letzten Abschnitt brachten die Gäste nicht zustande.

UTA@BOS: Pastrnak löst die Sorgen der Bruins im Powerplay

Der überragende Akteur der Bruins an diesem Abend war ihr Kapitän. Pastrnak schnürte nicht nur einen Doppelpack im Powerplay, sondern steuerte zudem noch zwei Assists zum Kantersieg gegen die Mammoth bei. Für ihn bedeutete dies das 19. Vier-Punkte-Spiel in seiner NHL-Karriere. Vor dem Auftritt gegen Utah hatte er in dieser Spielzeit noch keinen Treffer erzielt. Doch nun ist der Knoten geplatzt. Auch er sah die Personalrochade des Trainers als Auslöser für den Sturmlauf an. „Die Umstellung hat uns einen gewaltigen Energieschub verliehen. Heute hat einfach alles gepasst“, betonte Pastrnak.

Die Special Teams legten nach seinen Worten den Grundstein zum Erfolg. „Das ist das Schöne am Eishockey. An einem Abend läuft es nicht nach Wunsch, und am nächsten spielt man fast perfekt“, sagte Pastrnak über das Überzahlspiel der Bruins. „Wichtig ist, sich daran zu erinnern, was wir richtig gemacht haben. Wir wissen alle, dass wir gute Spieler sind. Das haben wir im letzten Jahr bewiesen.“

UTA@BOS: Geekie verwertet starke Kombination in Überzahl

Neben den Powerplay-Einheiten wussten auch die Formationen im Penalty Killing zu überzeugen. Alle sieben Situationen bei numerischer Unterlegenheit auf dem Eis überstand Boston schadlos.

„Die Special Teams hatten in den ersten Spielen noch zu kämpfen. Deshalb war es schön zu sehen, dass im Powerplay endlich mal ein paar Schüsse reingingen“, erklärte Geekie. „Zudem haben wir viele Unterzahlsituationen gemeistert. Besonders im zweiten Drittel hat unser PK stark agiert und den Gegner in Schach gehalten. Utah verfügt über ein brandgefährliches Überzahlspiel. Deshalb wussten wir schon vor der Partie, dass es für uns von entscheidender Bedeutung sein würde, in diesem Bereich eine überzeugende Leistung abzurufen.“

Trainer Sturm lobte nach Spielschluss seine Mannschaft für die herausragende Vorstellung und hob dabei besonders die Performance von Pastrnak hervor. „Ich freue mich für ihn. Das ‚C‘ auf dem Trikot bringt einen gewissen Druck mit sich. Deshalb bin ich froh, dass seine Durststrecke vorbei ist. Es war ein großer Abend für ihn. Es ist oft so: Man erzielt ein Tor und plötzlich spürt man den Schwung“, sagte der verantwortliche Mann an der Bande.

Peterka konnte sich beim Schützenfest gegen sein ehemaliges Team aus Utah nicht als Scorer in den Spielberichtsbogen eintragen. Er stand 12:28 Minuten auf dem Eis und blieb während seiner 15 Shifts unauffällig.

Die Bruins sind in dieser Woche noch ein weiteres Mal gefordert. Am Samstag (1 p.m. ET; Sa. 19 Uhr MESZ) treffen sie zu Hause auf die Philadelphia Flyers.

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