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Erstmals überhaupt in der laufenden Saison haben die Calgary Flames zwei Spiele in Folge gewonnen: Am Dienstagabend im Scotiabank Saddledome drehten die Flames einen 0:2-Rückstand in einen 4:2-Heimsieg gegen die Nashville Predators. Mit neuem Selbstvertrauen will Calgary nun weiter klettern.

Neues Selbstvertrauen bei den Flames

Bislang gab es für die Flames nicht viel zu lachen: Aus den ersten zehn Spielen konnte Calgary nur ein einziges gewinnen (1-7-1), darunter auch eine schmerzhafte Niederlage unter freiem Himmel beim Tim Hortons NHL Heritage Classic gegen den Erzrivalen Edmonton Oilers (2:5).

Zuletzt aber schien sich der Wind zu drehen: Auf einen 6:3-Auswärtssieg beim Seattle Kraken ließen die Flames einen 4:2-Heimsieg gegen die Nashville Predators folgen. In zwei Spielen gelangen also nicht nur vier Punkte, sondern auch zehn Treffer. Nach zehn Spielen hatte Calgary noch die zweitschlechteste Offensive in der NHL gestellt (2,2 Tore/Spiel).

„Es war wichtig, zwei Siege in Serie einzufahren“, sagte Flames-Stürmer Blake Coleman. „Es ist zu spüren, wie das Selbstvertrauen bei den Jungs, in der gesamten Mannschaft und in der Art zu spielen wächst. Ich habe das schon gesagt, als es nicht gelaufen ist und sage es jetzt wieder: Selbstvertrauen ist ein großer Faktor in dieser Liga und macht einen großen Unterschied aus. Wenn du dieses kollektive Selbstvertrauen einmal bekommst, dann sind Teams gefährlich.“

Calgary gibt nicht auf und dreht die Partie

Der Beginn aber war so gar nicht nach dem Geschmack von Calgary. Trotz 17:6 Schüssen (!) ging Nashville mit einem 2:0-Vorsprung in die erste Pause (Michael McCarron, 5.; Kiefer Sherwood, 15.).

„Auch im ersten Drittel hatten wir schon Momentum, haben aber zu viele Chancen zugelassen“, so Flames-Angreifer Dillon Dube, der mit seinem Anschlusstreffer die Wende einleitete (56.). „Wir haben uns nicht aufgegeben. Wir sind einfach drangeblieben und haben im zweiten Drittel hart gespielt. Die Jungs haben die Pucks gewonnen und hart gespielt.“

Im dritten Drittel knipsten Noah Hanifin (45.), Coleman (47.) und Nazem Kadri (59., Empty Net) die Torlampe an und schafften es damit erstmals überhaupt in dieser Saison, einen Rückstand nach zwei Dritteln in einen Sieg umzuwandeln.

„Jeder ist gelaufen. Wir haben ihnen im dritten Drittel nicht viel angeboten (12:2 Schüsse, d. Red.). So müssen wir spielen, wenn wir weiterhin Spiele gewinnen wollen“, betont Coleman. „Es war nicht ein Spieler, es war ein Erfolg der gesamten Mannschaft. So muss das sein.“

Huberdeau schmort im Schlussdrittel auf der Bank

Die neue Formstärke in Calgary scheint bei Flügelspieler Jonathan Huberdeau allerdings noch nicht ganz angekommen zu sein: Der 30-jährige Kanadier wartet seit acht Partien auf ein Tor und sammelte in diesem Zeitraum lediglich zwei Assists. Nach zwölf Saisonspielen steht Huberdeau bei sechs Scorerpunkten (2-4-6). Zu wenig für einen Stürmer mit einem durchschnittlichen Jahressalär von 10,5 Millionen US-Dollar.

Gegen Nashville erhielt der beste Vorlagengeber der Spielzeit 2021/22 (85 Assists in 80 Spielen für die Florida Panthers) im 3. Drittel keinen einzigen Wechsel.

„Ich finde gut, dass Huby sich heute freigenommen hat“, erklärte Flames-Trainer Ryan Huska diese Maßnahme. „Im dritten Drittel wollten wir mehr Schwung aufnehmen und haben es mit unseren formstarken Spielern probiert. Das war der Hintergrund.“

Calgary tritt nun einen Drei-Spiele-Roadtrip in den Osten Kanadas an und trifft nacheinander auf die Toronto Maple Leafs, Ottawa Senators und Montreal Canadiens.

Enttäuschte Predators

Bei den Predators erhielt der Schweizer Roman Josi die meiste Eiszeit (26:34 Minuten), blieb aber ohne Scorerpunkt bei einem Plus-Minus-Wert von -3.

„Das war heute ein bisschen enttäuschend“, sagte Nashvilles Trainer Andrew Brunette über den Auftritt seiner Mannschaft. „Von allen Spielen in diesem Jahr ist das das erste, bei dem ich wirklich enttäuscht bin. Es war sehr schwach und nicht einmal nahe dran an dem, was wir eigentlich können.“

Erstmals in dieser Saison verloren die Predators ein Spiel trotz einer Führung nach 40 Minuten . Am Donnerstagabend beendet das Team aus Music City seinen Fünf-Spiele-Roadtrip mit einem Auswärtsspiel bei den Winnipeg Jets. Bislang konnte Nashville nur zwei von acht möglichen Zählern aufs Punktekonto buchen (1-3-0).

„Derzeit fehlt uns einfach die Konstanz“, glaubt Sheerwood – ein Bereich, den die Calgary Flames jetzt offensichtlich besser in den Griff bekommen haben.

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