Er hat mit 23 Jahren schon fast alles erreicht, was in der NHL von Bedeutung ist. Doch es ist natürlich kein Grund nicht weiterhin nach diesen Erfolgen zu lechzen und diese zu wiederholen, wie Makar im Gespräch mit NHL.com/de bei der North American Player Media Tour in Las Vegas feststellte. Ein besonderer Moment war für ihn der private Tag, den jeder Sieger mit dem Stanley Cup verbringen darf.
"In der Sekunde, in der ich ihn (am Ende des Tages) zurückgegeben habe, hat sich das Blatt gewendet", erklärt Makar auf die Frage, wann die Sehnsucht aufkam, den Erfolg zu wiederholen. "Das Blatt hat sich schon vorher gewendet, aber man genießt diesen Tag und dann greift man neu an."
Fast der komplette Sommer stand selbstverständlich im Fokus des Triumphes, wenn gleich der Tag mit dem Stanley Cup ohne Zweifel der Höhepunkt war. "Es war natürlich etwas ganz Besonderes", verdeutlicht Makar. "Ich hatte die Möglichkeit, den Pokal einen Tag lang zu besitzen, und das waren ziemlich tolle Momente mit Familie und den Freunden. Es war einfach toll, ihn zu zeigen und ihn zurück in die Halle zu bringen, in der ich als Kind mit dem Eishockey begann. Das war ziemlich cool."
Makar versuchte, so viel wie möglich in den Tag zu packen und legte sich in seinem Jugendzimmer mit dem Cup ins Bett oder präsentierte ihn Fans und Nachwuchsspielern auf der Eisfläche in der Crowchild Twin Arena im Nordwesten von Calgary, wo er das Eishockeyspielen gelernt hatte.
"Ich habe so ziemlich alles gemacht, was ich ursprünglich wollte", resümiert Makar. "Mein Ziel war es, den Pokal so vielen Menschen wie möglich zu zeigen und sie an dieser Erfahrung teilhaben zu lassen, denn ich kann nachvollziehen, das ist eine ziemlich coole Sache für die Kinder. Das war es also, was ich versucht habe."
Ein besonderer Moment war für ihn, als der erlebnisreiche Tag dem Ende nahte. Makar begriff zu diesem Zeitpunkt was passiert war. "Ehrlich gesagt war es nach meinem Tag damit, irgendwie in dieser Nacht", beschreibt Makar. "Ich habe die letzten paar Minuten gebraucht, bevor ich den Jungs den Pokal zurückgeben musste, und ja, das ist der Moment, in dem man sich denkt: 'Wow, ihr habt das Ding tatsächlich gewonnen'."